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PayPal-Nutzer erhalten Post vom Anwalt: Darum dürfen Sie hier auf keinen Fall reagieren
Immer häufiger erhalten Verbraucher Mahnungen oder Inkassoschreiben zu PayPal-Gastzahlungen, die sie selbst nie veranlasst haben.
Bei dieser Betrugsmasche nutzen Dritte fremde Daten, um Bestellungen auszulösen - oft, ohne dass die Betroffenen überhaupt ein PayPal-Konto besitzen.
Nach Angaben von Rechtsplattform „Anwalt.de" erfahren viele erst davon, wenn bereits Zahlungsaufforderungen oder Anwaltsschreiben eingehen.
PayPal-Gastzahlung und Mahnung: Das ist die Rechtslage
Laut „Anwalt.de" entsteht das Problem häufig dann, wenn nach einer Rückbuchung ein negativer Saldo auf einem sogenannten Gastkonto verbucht wird, aus dem PayPal oder beauftragte Kanzleien später Forderungen ableiten.
Keine Autorisierung, kein Vertrag: Wann keine Zahlungspflicht besteht
Rechtlich sind Betroffene laut „Anwalt.de" oft besser geschützt, als es Mahnungen vermuten lassen.
Bei PayPal-Gastzahlungen besteht in der Regel kein Vertragsverhältnis mit PayPal, da weder eine Registrierung noch eine Zustimmung zu Allgemeinen Geschäftsbedingungen vorliegt.
Zudem dürfen nicht autorisierte Zahlungsvorgänge nach dem Zahlungsdiensterecht grundsätzlich nicht zulasten der Betroffenen gehen.
PayPal-Mahnung erhalten: So sollten Betroffene reagieren
Wie „Anwalt.de" empfiehlt, sollten Betroffene Zahlungsaufforderungen nicht ungeprüft begleichen, sondern der Forderung widersprechen und klarstellen, dass keine Autorisierung erfolgt ist.
In vielen Fällen lassen sich Ansprüche bereits außergerichtlich abwehren.
Bleibt der Zahlungsdruck bestehen, kann eine rechtliche Prüfung sinnvoll sein.
So schützen Betroffene ihr PayPal-Konto nach einem Betrugsfall
Wer mit einer unberechtigten PayPal-Forderung oder Mahnung konfrontiert ist, sollte neben der rechtlichen Klärung auch die eigenen Kontoeinstellungen überprüfen.
Ziel ist es, weiteren Missbrauch der persönlichen Daten zu verhindern.
Wer mit einer unberechtigten PayPal-Forderung oder Mahnung konfrontiert ist, sollte neben der rechtlichen Klärung auch die eigenen Kontoeinstellungen überprüfen. Ziel ist es, weiteren Missbrauch der persönlichen Daten zu verhindern.
Zu den empfohlenen Sofortmaßnahmen gehören:
PayPal-Passwort ändern und dabei eine sichere Kombination aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen wählen
Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren, um den Login zusätzlich abzusichern
Unbekannte Geräte und Sitzungen prüfen und gegebenenfalls entfernen
E-Mail-Adresse und Bankverbindung kontrollieren, ob Änderungen vorgenommen wurden
Diese Schritte können helfen, erneute unautorisierte Zahlungen zu vermeiden und das Konto langfristig besser abzusichern.
Der aktuelle Betrugsversuch rund um angebliche Anwaltsschreiben an PayPal‑Nutzer zeigt eindrucksvoll, wie professionell Cyberkriminelle inzwischen vorgehen - und wie schnell selbst vorsichtige Anwender ins Visier geraten können.
Umso wichtiger ist es, die eigene digitale Sicherheit nicht dem Zufall zu überlassen.
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