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Krankenkassen schließen Vorbereitung für neue Patientenakte ab
Die gesetzlichen Krankenkassen haben die Einrichtung der neuen elektronischen Patientenakten (ePA) abgeschlossen.
Die Kassen hätten bis Mittwoch insgesamt 70.463.456 solcher Akten angelegt, teilte der GKV-Spitzenverband mit.
"Jetzt sind praktisch alle gesetzlich Versicherten mit ihrer persönlichen elektronischen Patientenakte ausgestattet", sagte Doris Pfeiffer, Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes.
Ausgenommen seien nur jene Versicherten, die Widerspruch eingelegt hätten, "denn dann wird keine ePA eingerichtet", fügte Pfeiffer hinzu.
Sie bezeichnete die ePA als "Riesenschritt auf dem Weg zur Digitalisierung des Gesundheitswesens und eine große Chance, die Versorgung der Menschen nachhaltig zu verbessern".
In der ePA sollen Diagnosen, Arztbriefe, eingenommene Medikamente und sonstige Gesundheitsdaten zentral erfasst werden.
Für die rund 73 Millionen gesetzlich Versicherten in Deutschland wird sie seit Mitte Januar automatisch angelegt.
Versicherte können auch nachträglich bei ihren Kassen widersprechen.
Dann wird die Akte mit allen Daten gelöscht.
Zur Anwendung kommt die neue Patientenakte aber noch nicht bundesweit.
Sie wird bislang seit Mitte Januar in Praxen, Kliniken und Apotheken in drei Modellregionen – Hamburg, Franken sowie Nordrhein-Westfalen – getestet.
Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte zum Start der Testphase den bundesweiten Einsatz für "März oder April" angekündigt.
Pfeiffer begrüßte dieses schrittweise Vorgehen.
"Es braucht eine Aufwärmphase und das Training in den Modellregionen, bevor es den bundesweiten Startschuss geben kann", sagte sie.
"Wie bei allen großen IT-Projekten wird es am Anfang sicher noch ab und zu ruckeln."
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