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collo

Oldie aus dem Ruhrpott
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Kakao- und Standortkosten zu hoch: Deutlich weniger Schoko-Nikoläuse aus Deutschland

Hohe Preise für Kakao und Produktion in Deutschland: Die Süßwarenindustrie hat deshalb in diesem Jahr deutlich weniger Schokoladen-Weihnachtsmänner hergestellt.
Die Produktion sank im Vergleich zum Vorjahr um elf Prozent auf rund 146 Millionen Stück, wie der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) am Dienstag mitteilte.


"Die Krise in Deutschland macht auch vor den beliebten Schoko-Weihnachtsmännern nicht halt", sagte BDSI-Hauptgeschäftsführer Carsten Bernoth. Die Unternehmen litten unter hohen Kosten für Rohstoffe wie Kakao und Nüsse, aber auch für Personal und Energie.
Hinzu komme die Konsumzurückhaltung der Verbraucherinnen und Verbraucher. Schokoladenprodukte hatten sich zuletzt spürbar verteuert.

Von den produzierten Figuren sind 56 Prozent für den deutschen Markt bestimmt.
Etwa 44 Prozent oder 64 Millionen Schoko-Weihnachtsmänner gehen laut Verband in den Export.
Anders als die Nachfrage im Inland blieb das Exportgeschäft binnen Jahresfrist mit plus 1,4 Prozent stabil.
Die Schokoladenfiguren werden demnach nicht nur in europäische Nachbarländer, sondern auch in die USA, nach Großbritannien sowie nach Australien und Neuseeland geliefert.

Kakaokosten auf historisch hohem Niveau

Der Verband wies zudem auf die komplexe Preisentwicklung hin.
Auch wenn die Kakaopreise an den Börsen zuletzt gesunken seien, befänden sie sich weiter auf einem historisch hohen Niveau.
Dies bedeute nicht automatisch, dass Schokolade wie die süßen Weihnachtsmänner im Handel kurzfristig günstiger würde.
"Ob die jüngsten Preisrückgänge von Dauer sind, ist derzeit nicht absehbar", erklärte der BDSI.

Die sogenannten Endverbraucherpreise würden vom Lebensmitteleinzelhandel festgesetzt. Zudem kämen Preisänderungen bei Rohstoffen wegen langer Lieferketten und vorausschauender Einkaufspraktiken erst mit mehrmonatiger Verzögerung bei den Endprodukten an.
"Daher hinken die tatsächlichen Einkaufspreise der Produzenten stets den aktuellen Börsenkursen hinterher."

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Oldie aus dem Ruhrpott
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Aldi, Lidl, Rewe: Das ändert sich 2026 beim Einkaufen

Im kommenden Jahr kommen Neuerungen auf Kunden zu, die ihnen sogar zugutekommen.
Es gibt jedoch einen Haken: Viele Produkte könnten hierdurch teurer werden.


Billigfleisch
Der Lebensmittelhandel bietet im Laufe des Jahres 2026 immer weniger sogenanntes Billigfleisch an.
Aldi Süd hatte verkündet, ab Mitte Januar auf die niedrigste Haltungsform (1) bei Eigenmarken-Frischfleisch zu verzichten.
Lidl geht den Schritt ab Ende Februar 2026.
Und auch Rewe und Penny wollen künftig auf Billigfleisch bei ihrem Eigenmarken-Frischfleisch verzichten.
Aldi Nord, Edeka, Kaufland und Netto haben sich bis dato noch nicht geäußert.

Das Schnitzel oder Steak vom Discounter oder aus dem Supermarkt könnte also etwas teurer werden.
Nicht zuletzt, weil 2026 auch die Energiekosten, Löhne und weiteren Ausgaben der Landwirte wieder steigen werden.

Schweinefleisch
Ab März 2026 muss auf Verpackungen mit Schweinefleisch die Haltungsform aufgedruckt werden.
Bei der Kennzeichnung handelt es sich um ein staatliches Label, das zeigt, ob das Tier im Stall, im Stall mit etwas Platz, im Frischluftstall, mit Auslauf oder auf einer Weide oder gar auf einem Biohof gehalten wurde.
Gekennzeichnet werden muss sowohl lose als auch vorverpackte Ware.
Nur Schweinefleisch aus dem Ausland sowie Geflügel und Rinderfleisch müssen nicht mit dem Label versehen werden.
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Verpackungen
Ab August 2026 gilt in den EU-Mitgliedsstaaten eine neue Verpackungsordnung.
Mit ihrer Hilfe sollen die Länder ein Recyclingziel von 65 Prozent erreichen.
Für Verbraucher ergeben sich hieraus indirekte Neuerungen.
So müssen Hersteller und Händler etwa unnötige Verpackungen reduzieren, ihre Kunden besser über das Recycling der Verpackung informieren oder den Anteil schädlicher Stoffe bei den Materialien stärker begrenzen.
Letzteres heißt zum Beispiel, dass die Obergrenze für Schwermetalle wie Blei und Cadmium reduziert wird.
Auch sogenannte "Ewigkeitschemikalien" (PFAS) dürfen nur noch in einem sehr geringen Teil enthalten sein.
Zudem müssen Hersteller deutlicher kennzeichnen, woraus die Verpackung besteht und wie diese recycelt werden können - Gelbe Tonne, Papiermüll oder doch Biotonne?

Zudem wird durch das Verbot unnötiger Verpackung die Anzahl der Luftverpackungen reduziert.
Dabei handelt es sich um Produkte, bei denen die Umverpackung dem Kunden einen deutlich größeren Inhalt suggeriert.
Dabei macht ein großer Teil der Verpackung Luft aus.
Der Kunde wird sodann getäuscht.
Das Verpackungsgesetz sieht eine Leerraumgrenze von 50 Prozent vor.
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Einwegflaschen
Das Verpackungsgesetz sieht ebenfalls vor, den Anteil an Mehrwegverpackungen zu erhöhen.
Demnach könnte auch die Zahl an Einwegflaschen sinken und mehr Mehrwegprodukte bzw. allgemein bepfandete Verpackungen auf den Markt kommen - insbesondere bei Getränkeflaschen.
Aber auch andere Verpackungsarten könnten künftig als Mehrwegvariante angeboten werden, für die Kunden ein entsprechendes Pfand zahlen müssen.
Besonders wird das voraussichtlich in Restaurants und Cafés zu merken sein.

Da die Hersteller ihre Produktion teilweise umstellen müssen, entstehen höhere Kosten.
Diese könnten auf die Produkte umgelegt werden, sodass womöglich Kunden für die verbraucher- und umweltfreundlichen Neuerungen 2026 zahlen müssen.

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Oldie aus dem Ruhrpott
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Gericht stoppt Preistricks von Aldi Süd

Lebensmitteldiscounter Aldi Süd unterliegt im Streit über Preisrabatte erneut


Der Discounter Aldi Süd hat im Streit über Preisangaben in seiner Werbung erneut verloren. Die Richter des Oberlandesgerichts Düsseldorf stellten klar, dass Händler bei Ermäßigungen stets den niedrigsten Preis der vergangenen 30 Tage deutlich sichtbar nennen müssen.
Allein die Angabe einer "unverbindlichen Preisempfehlung" (UVP), wie Aldi Süd dies praktiziert hat, ist für Kunden demnach irreführend und reicht nicht aus.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Aldi Süd war im April in erster Instanz bereits vor dem Landgericht Düsseldorf gescheitert und daraufhin in Berufung gegangen.
Diese wurde vom 20. Zivilsenat des Oberlandesgerichts nun zurückgewiesen, eine Revision jedoch zugelassen.

Geklagt hatte die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.
"Wir sind froh, dass das Gericht dieser Preistrickserei nun einen Riegel vorgeschoben hat", sagte Juristin Gabriele Bernhardt.
Immer mehr Anbieter hätten in letzter Zeit auch für Lebensmittel mit Preisreduzierungen gegenüber einer UVP geworben und so versucht, die klare gesetzliche Regelung zu umgehen.

Werbung für Energydrink
Aldi Süd hatte in einem Prospekt unter anderem einen Energydrink für 99 Cent beworben.
Die Reduzierung von 23 Prozent bezog sich dabei auf eine UVP von 1,29 Euro, die in der Anzeige ausgewiesen und durchgestrichen war.
Die Verbraucherschützer sehen darin eine Irreführung.
Es sei unklar, ob Aldi Süd die UVP zuvor überhaupt verlangt habe.
Kunden könnten deshalb womöglich gar nicht so viel sparen, wie die Angaben suggerierten.

Der Discounter erklärte auf Nachfrage: "Aldi Süd respektiert die Entscheidung des OLG Düsseldorf und begrüßt die Zulassung der Revision."
Man werde die schriftlichen Entscheidungsgründe auswerten und anschließend über weitere Schritte entscheiden.
Aldi Süd kann nun die Revision beantragen, dann müsste sich der Bundesgerichtshof mit dem Streit befassen.
Die Entscheidung der Karlsruher Richterinnen und Richter könnte für den Handel wegweisend sein.

Mehrere Klagen wegen UVP-Vergleichen
Bereits im März hatte die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg mit einer Klage wegen UVP-Vergleichen gegen Lidl Erfolg.
Weitere Verfahren zum gleichen Thema laufen derzeit noch gegen Amazon, Penny, Mediamarkt-Saturn und Otto.

Im Oktober 2024 unterlag Aldi Süd in einem ähnlichen Fall vor dem Landgericht Düsseldorf. Die Verbraucherschützer kritisierten damals, dass sich die Rabattangaben auf den letzten Verkaufspreis bezogen und der niedrigste Preis der vergangenen 30 Tage nur im Kleingedruckten stand.

Das Gericht hatte den Fall dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) vorgelegt.
Dieser stellte klar: Nach der Preisangabenverordnung müssen Rabatte auf Basis des niedrigsten Preises der vergangenen 30 Tage berechnet werden.
Die alleinige Nennung reicht nicht aus.
So soll verhindert werden, dass Händler Preise vor Rabattaktionen anheben und künstliche Preisnachlässe vortäuschen.

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Oldie aus dem Ruhrpott
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Das waren die größten Preissprünge bei Lebensmitteln 2025

Für Supermarkt- und Discounter-Kunden zeichnet sich beim Blick auf die Lebensmittelpreise etwas Entspannung ab: Die sind zuletzt zwar weiter gestiegen, allerdings langsamer als zuvor.
Laut Statistischem Bundesamt lag die Inflationsrate im November bei 2,3 Prozent, während Lebensmittel im Jahresvergleich nur um 1,2 Prozent teurer wurden.
Ein Blick ins Detail zeigt jedoch, dass es bei einzelnen Produkten seit November 2024 noch deutliche Schwankungen gab.

Lebensmittel mit den größten Preisrückgängen

Butter (-22 Prozent)
Sowohl in Deutschland als auch in der EU ist mehr Milch produziert worden als im Vorjahr und der Fettgehalt in der Rohmilch stieg.
Gleichzeitig war die Nachfrage verhalten. Butter wurde deshalb wieder deutlich günstiger.
Die Handelsketten reduzierten die Preise für ein 250-Gramm-Päckchen der Eigenmarken im November schrittweise auf 1,19 Euro, im Dezember auf 99 Cent.
Diese Preissenkungen sind in den Statistiken des Bundesamts bislang nicht erfasst, da die Landesämter ihre Zahlen bis zum 27. November meldeten.
Im Oktober 2024 war Butter auf einen Rekordpreis gestiegen.
Das billigste Päckchen kostete 2,39 Euro.

Weintrauben (-21,6)
Im vergangenen Jahr gab es beim Übergang von Mittelmeerware zu Importen aus Übersee noch ein deutliches Angebotsdefizit, sagt Thomas Els von der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI).
In diesem Jahr sorgten eine lange Mittelmeersaison, frühe Lieferungen aus Südafrika und erste Mengen aus Südamerika für volle Regale.

Olivenöl (-17,4)
Nach mehreren Ernten mit geringen Erträgen in wichtigen Produktionsländern wie Spanien waren die Preise stark gestiegen.
Im Sommer 2024 kostete Olivenöl doppelt so viel wie 2020, was die Nachfrage dämpfte. Viele Kunden stiegen auf günstigere Sorten wie Rapsöl um.
Die bessere Ernte 2024/25 ließ die Preise wieder sinken.
Im November war Olivenöl aber noch etwa 58 Prozent teurer als fünf Jahre zuvor.

Kartoffeln (-16,1)
Deutschland steuert im Wirtschaftsjahr 2025/26 auf eine Rekordernte zu.
Dazu trägt auch eine erneute Ausweitung des Anbaus bei.
Das drückt die Verbraucherpreise.
Auch Nachbarländer verzeichnen laut AMI riesige Ernten.
Kartoffeln waren zuletzt nur ein Prozent teurer als 2020.

Eisbergsalat (-15,4)
"In den Anbaugebieten in Spanien herrschen beste Anbaubedingungen für Eisbergsalat", sagt Els.
Demnach kommen große Mengen in Deutschland an, die Preise liegen deshalb auf niedrigem Niveau.
Zugleich ist die Nachfrage schwächer als im Vorjahr.


Lebensmittel mit den stärksten Preisanstiegen

Sauerkirschen oder andere Steinobstkonserven (+48,1)
Die Ernten seien 2024 und 2025 "sehr schlecht" gewesen, sagt Christoph Freitag vom Bundesverband der obst-, gemüse- und kartoffelverarbeitenden Industrie.
Grund waren Pflanzenkrankheiten und starke Wetterschwankungen mit Dürre oder Frost.
Die Knappheit trieb die Preise.
Betroffen waren vor allem Kirschen, aber auch Pfirsiche, Nektarinen und Aprikosen.
Nach mehreren schlechten Jahren seien die Bestände erschöpft, so Freitag.

Tafel Schokolade (+25,9)
Hauptursache sind die gestiegenen Rohstoffkosten, erklärt Finn Semrau vom Kiel Institut für Weltwirtschaft.
Kakao wird an Terminbörsen gehandelt.
In den wichtigen Produktionsländern Elfenbeinküste und Ghana fiel die letztjährige Ernte deutlich niedriger aus als in den Vorjahren.
Die höheren Kosten wurden 2024 und 2025 an die Verbraucher weitergegeben. Schokoladenhersteller kaufen Kakao langfristig ein und zahlen Preise, in denen die hohen Kosten aus der Vergangenheit stecken.

In einigen Fällen seien die Verbraucherpreise stärker gestiegen als die Rohstoffkosten, möglicherweise nutzten Hersteller die Lage, um die Margen zu erhöhen, so Semrau.
Auch für Pralinen (+22,6) und Kakaopulver (+22,1) mussten Kunden zuletzt deutlich tiefer in die Tasche greifen als ein Jahr zuvor.
Die Rohkakaopreise sind inzwischen wieder etwas gesunken, aber immer noch vergleichsweise hoch

Tiefgefrorenes Obst (+25,6)
"Die Preissteigerungen gehen im Wesentlichen auf schlechte Ernten und daraus folgende Preissteigerungen bei Himbeeren, Wildheidelbeeren, Kirschen und Erdbeeren zurück", sagt Nina Kollas vom Deutschen Tiefkühlinstitut.

Bohnenkaffee (+22,5)
Wie beim Kakao führten wetterbedingte Ernteausfälle 2024 zu Preissprüngen an den Börsen, die der Handel weitergab.
Die Lage hat sich zuletzt wieder etwas entspannt.
Mehr Exporte aus Vietnam und Kolumbien erhöhen das Angebot, sagt Wissenschaftler Semrau.
Kaffeepads und Kaffeekapseln waren im November 19,1 Prozent teurer als im Vorjahresmonat.

Rinderhack (+22,4)
Die Preise für Rindfleisch sind stark gestiegen.
Rinderhack verteuerte sich zwischen 2020 und November 2025 laut Statistischem Bundesamt um knapp 83 Prozent.
Ursache ist laut dem Verband der Fleischwirtschaft unter anderem die knappe Warenverfügbarkeit.
Immer mehr Betriebe stellten die Haltung ein, was Bestände und Schlachtzahlen sinken ließ. Weitere Gründe sind steigende Kosten für Energie, Löhne und Transport.

Der Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamts erfasst eine Vielzahl an Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken.
Für diese Auswertung wurden knapp 150 Produkte berücksichtigt, für die die Behörde Daten für November veröffentlicht hat.

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Oldie aus dem Ruhrpott
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Aldi, Lidl, Rewe: Das ändert sich 2026 beim Einkaufen

Im neuen Jahr kommen Neuerungen auf Kunden zu, die ihnen sogar zugutekommen.
Es gibt jedoch einen Haken: Viele Produkte könnten hierdurch teurer werden.


Billigfleisch
Der Lebensmittelhandel bietet im Laufe des Jahres 2026 immer weniger sogenanntes Billigfleisch an.
Aldi Süd hatte verkündet, ab Mitte Januar auf die niedrigste Haltungsform (1) bei Eigenmarken-Frischfleisch zu verzichten.
Lidl geht den Schritt ab Ende Februar 2026.
Und auch Rewe und Penny wollen künftig auf Billigfleisch bei ihrem Eigenmarken-Frischfleisch verzichten.
Aldi Nord, Edeka, Kaufland und Netto haben sich bis dato noch nicht geäußert.

Das Schnitzel oder Steak vom Discounter oder aus dem Supermarkt könnte also etwas teurer werden.
Nicht zuletzt, weil 2026 auch die Energiekosten, Löhne und weiteren Ausgaben der Landwirte wieder steigen werden.

Schweinefleisch
Ab März 2026 muss auf Verpackungen mit Schweinefleisch die Haltungsform aufgedruckt werden.
Bei der Kennzeichnung handelt es sich um ein staatliches Label, das zeigt, ob das Tier im Stall, im Stall mit etwas Platz, im Frischluftstall, mit Auslauf oder auf einer Weide oder gar auf einem Biohof gehalten wurde.
Gekennzeichnet werden muss sowohl lose als auch vorverpackte Ware.
Nur Schweinefleisch aus dem Ausland sowie Geflügel und Rinderfleisch müssen nicht mit dem Label versehen werden.

Verpackungen
Ab August 2026 gilt in den EU-Mitgliedsstaaten eine neue Verpackungsordnung.
Mit ihrer Hilfe sollen die Länder ein Recyclingziel von 65 Prozent erreichen.
Für Verbraucher ergeben sich hieraus indirekte Neuerungen.
So müssen Hersteller und Händler etwa unnötige Verpackungen reduzieren, ihre Kunden besser über das Recycling der Verpackung informieren oder den Anteil schädlicher Stoffe bei den Materialien stärker begrenzen.
Letzteres heißt zum Beispiel, dass die Obergrenze für Schwermetalle wie Blei und Cadmium reduziert wird.
Auch sogenannte "Ewigkeitschemikalien" (PFAS) dürfen nur noch in einem sehr geringen Teil enthalten sein.
Zudem müssen Hersteller deutlicher kennzeichnen, woraus die Verpackung besteht und wie diese recycelt werden können – Gelbe Tonne, Papiermüll oder doch Biotonne?

Zudem wird durch das Verbot unnötiger Verpackung die Anzahl der Luftverpackungen reduziert.
Dabei handelt es sich um Produkte, bei denen die Umverpackung dem Kunden einen deutlich größeren Inhalt suggeriert.
Dabei macht ein großer Teil der Verpackung Luft aus.
Der Kunde wird sodann getäuscht.
Das Verpackungsgesetz sieht eine Leerraumgrenze von 50 Prozent vor.

Einwegflaschen
Das Verpackungsgesetz sieht ebenfalls vor, den Anteil an Mehrwegverpackungen zu erhöhen.
Demnach könnte auch die Zahl an Einwegflaschen sinken und mehr Mehrwegprodukte bzw. allgemein bepfandete Verpackungen auf den Markt kommen – insbesondere bei Getränkeflaschen.
Aber auch andere Verpackungsarten könnten künftig als Mehrwegvariante angeboten werden, für die Kunden ein entsprechendes Pfand zahlen müssen.
Besonders wird das voraussichtlich in Restaurants und Cafés zu merken sein.

Da die Hersteller ihre Produktion teilweise umstellen müssen, entstehen höhere Kosten.
Diese könnten auf die Produkte umgelegt werden, sodass womöglich Kunden für die verbraucher- und umweltfreundlichen Neuerungen 2026 zahlen müssen.

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Lidl rudert bei Preisnachlass zurück

Analyse deckt auf - Lidl wirbt mit Kampfpreisen - und erhöht


Im Kampf um Kunden werben Aldi und Lidl immer wieder mit Kampfpreisen.
So kündigte Lidl im Mai die "größte Preissenkung aller Zeiten" für insgesamt 500 Produkte an.
Dass es dabei nicht geblieben ist, zeigt eine Auswertung des "Handelsblatt".
Demnach hat der Discounter die Preise einiger der beworbenen Produkte inzwischen wieder erhöht.

Für die Analyse wurden mehr als 100.000 Kassenbelege durch das Preisvergleichsunternehmen Smhaggle untersucht.
Die von Lidl genannten Produkte sind demnach heute durchschnittlich 3,9 Prozent teurer als zum Start der Aktion.

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Oldie aus dem Ruhrpott
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Verbraucherzentrale: Lebensmittelpreise sind für immer mehr Menschen eine Belastung

Fast die Hälfte der Befragten einer Umfrage gibt an, sich wegen Preisen von Lebensmitteln einzuschränken.
Das ist ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Vorjahr.


Laut einer Umfrage sind teure Lebensmittel für immer mehr Menschen ein Problem. 45 Prozent der Befragten einer Forsa-Studie im Auftrag der Verbraucherzentrale des Bundesverbands gaben an, dass sie sich wegen gestiegener Preise beim Lebensmitteleinkauf einschränken müssen.
Vor einem Jahr hatten dies noch 39 Prozent der Befragten gesagt.

Grundsätzlich blicken viele Verbraucher der Umfrage zufolge skeptisch auf ihre Lage.
Wenn sie an ihre persönliche Situation als Verbraucherin und Verbraucher denken, blicken demnach 52 Prozent "eher negativ" auf das neue Jahr.
"Eher positiv" schauen 47 Prozent voraus.
Für die Umfrage befragte das Institut Forsa vom 12. bis 14. November 1.002 Menschen ab 18 Jahren.

"Eine gesunde Ernährung wird immer mehr zu einer Frage des Geldbeutels", sagte Verbandschefin Ramona Pop der Nachrichtenagentur dpa.
Besonders Menschen mit geringem Einkommen machten hohe Preise demnach zu schaffen. Die Lebensmittelpreise seien seit 2020 um mehr als 35 Prozent gestiegen, sagte Pop.

Auf die Mehrwertsteuersenkung auf Speisen in der Gastronomie zum 1. Januar 2026 blickt Pop kritisch.
Sie werde nicht dazu führen, dass die Menschen mehr Geld im Portemonnaie haben, glaubt die Verbraucherschützerin.
Profitieren würden vor allem Fast-Food-Ketten.

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Steigende Preise - Verbraucherschutz warnt vor Folgen hoher Alltagskosten

Kaffee, Quark, Orangensaft: Besonders die hohen Lebensmittelpreise bereiten Menschen in Deutschland Sorge.
Das zeigt eine Umfrage der Verbraucherzentralen.
Die Chefin des Bundesverbands findet deutliche Worte.


Lebensmittel sind in den vergangenen Jahren zum Teil deutlich teurer geworden.
Eine Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland gibt nun an, dass die steigenden Lebenshaltungskosten sie belasten - besonders für Lebensmittel.
Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Verbraucherzentralen.
Die Frage der Lebenshaltungskosten habe politische Sprengkraft, sagt Ramona Pop, Vorständin des Bundesverbands.
Sie warnt, das Thema nicht zu unterschätzen.
In Großbritannien und den USA sei das Thema wahlentscheidend.

Laut der Studie machen sich 58 Prozent der Menschen Sorgen mit Blick auf die steigenden Lebenshaltungskosten und die finanzielle Situation ihres Haushalts:

Für mehr als zwei Drittel der Bevölkerung sind Lebensmittel der Bereich, in dem sie einen Preisanstieg am meisten spüren.

16 Prozent der Befragten nannten den Bereich Energie.

Für elf Prozent sind die Gesundheitskosten am meisten gestiegen, etwa für Krankenkassenbeiträge oder Pflege.

Mobilität, etwa ÖPNV-Fahrkarten oder Tanken, nennen vier Prozent der Menschen in Deutschland als Preissteigerung, die sie am stärksten spüren.

In der Verbraucherzentralen-Umfrage zeigt sich mit Blick auf das Jahr 2026 eine knappe Mehrheit der Befragten eher pessimistisch: Immerhin 47 Prozent blicken positiv in die Zukunft.
Einen Unterschied gibt es hier jedoch je nach Haushaltseinkommen: Gutverdiener sind mit 58 Prozent mehrheitlich optimistisch, bei Menschen mit weniger Einkommen sind es nur 40 Prozent.

Verbraucherinnen und Verbraucher ärgern sich laut Vorständin Pop zudem über offene wie versteckte Preissteigerungen.
Teilweise werde die Füllmenge reduziert oder die Qualität: etwa in Fruchtsäften, wo immer weniger Frucht und immer mehr Zucker und Aromastoffe enthalten sind.
Das sei Verbrauchertäuschung, sagt Pop.
Sie fordert eine klare Kennzeichnung von Mogelpackungen.

Für die repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands wurden Anfang Dezember 1002 Menschen ab 18 Jahren per Telefon befragt.

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Oftmals versteckt - Mehrere Discounter verdoppeln Preis für ein Produkt

Wer bei Aldi und Lidl Obst und Gemüse kauft, sollte künftig genauer hinschauen.
Denn die Discounter haben die Preise für die Knotenbeutel erhöht.
Statt 1 Cent zahlen Kunden nun 2 Cent pro Stück.


Oftmals merken sie jedoch erst bei der Kontrolle des Einkaufszettels, dass sie für den Obst- und Gemüsebeutel mehr zahlen mussten.
Denn nicht in allen Filialen sind die Preisschilder hierfür entsprechend gut sichtbar, wie mehrere Stichproben zeigen.

Wie rechtfertigen die Discounter die Preiserhöhung? Und ziehen andere nach?

"Symbolischer Beitrag"
Aldi Nord und Aldi Süd erklären auf Nachfrage, dass man seinen Kunden einen symbolischen Beitrag von 2 Cent berechnet.
Wie dieser Preis zustande kommt und weshalb er sich verdoppelt hat, dazu wollten sich die Unternehmen nicht äußern.
Man äußere sich "grundsätzlich nicht zu Preisentwicklungen auf Artikelebene", so Aldi Nord.

Kaufland teilte mit, dass der Preis für den Knotenbeutel "aktuell weiterhin bei 0,01 Euro" liege.
Auf die Frage zur Preisgestaltung geht der Konzern nicht ein.

Lidl hat nicht auf die Anfrage reagiert.
Bereits vor einem Jahr hatte die Deutsche Umwelthilfe die Bepreisung der Knotenbeutel kritisch kommentiert.
So erklärt Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der DUH: "In Deutschland werden insgesamt 2,4 Milliarden dünne Einweg-Plastiktüten pro Jahr verbraucht.
Ein Tüten-Cent wird daran jedoch nichts ändern.
Ein Lenkungseffekt hin zu einem geringeren Verbrauch ist bei einem so niedrigen Betrag nicht zu erwarten.
Damit tatsächlich weniger von den dünnen Tütchen verbraucht werden, sollten sie mindestens 20 Cent kosten.
Am besten wäre es, die Einweg-Tütchen ganz abzuschaffen."

Preisschild oft verdeckt
Ebenfalls negativ fällt bei den Filialbesuchen auf, dass die Preisschilder oftmals durch die Tüten-Halterung verdeckt sind.
Laut §1 der Preisangabenverordnung sind Händler jedoch verpflichtet, Preise "leicht erkennbar und deutlich lesbar oder sonst gut wahrnehmbar zu machen".

Da allerdings nicht eindeutig definiert ist, was "leicht erkennbar und deutlich lesbar" bedeutet, haben Kunden hier eigentlich keine Handhabe.

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Angriff auf Konkurrenz - Aldi senkt Preise für Fleisch dauerhaft

Aldi beansprucht für sich die Rolle als Preisführer bei den Lebensmittelhändlern in Deutschland.
Konkret bedeutet das, dass der Discounter oftmals Vorreiter am Markt ist, wenn es um Preissenkungen für Kunden geht.
Die meisten Einzelhändler machen es der Konkurrenz dann gleich und ziehen nach.


Nun haben Aldi Nord und Aldi Süd eine neue Preisrunde eingeläutet, wie das Branchenblatt "Lebensmittel Zeitung" berichtet.
Vor allem Schweinefleischprodukte werden bei den Discountern jetzt dauerhaft günstiger angeboten.
So kosten 800 Gramm Schweinehackfleisch der Eigenmarke nun 3,79 statt 3,99 Euro, 500 Gramm Gyros vom Schwein statt 4,29 nur 3,99 Euro.

Aber auch einige Rindfleischprodukte sind ab sofort günstiger.
Das halbe Kilo Rinderhack kostet bei Aldi Nord 6,19 Euro statt 6,49 Euro.
Auch das gemischte Hackfleisch in der 500-g-Packung wird günstiger und sinkt von 4,99 auf 4,79 Euro.

Aldi schwimmt gegen den Strom
Damit schwimmt Aldi gegen den Strom, denn die Rindfleischpreise sind in letzter Zeit stark angestiegen.
Im November 2025 mussten Produzenten 25,7 Prozent mehr für Rindfleisch zahlen als im Vorjahr, während die Schweinefleischpreise um 8,5 Prozent sanken.

Aldi Süd geht im aktuellen Handzettel mit der Aktion "Deutschlands wahrer Preisführer" in die Offensive und betont damit seine Spitzenstellung im Discountmarkt.
Diese Position wurde im vergangenen Jahr von Lidl scharf angegriffen, der versucht hatte, Aldi als Marktführer herauszufordern.

Bereits zu Jahresbeginn hat Aldi mit weiteren Preissenkungen, etwa bei Reis und Backwaren, auf den Wettbewerb reagiert.
Lidl bleibt jedoch seiner Linie treu und fordert in seinen aktuellen Prospekten zum "Sparen beim Preisführer" auf.

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Hohe Lebensmittelpreise: Wer macht sich hier „die Taschen voll“?

Die Kunden zahlen für viele Lebensmittel höhere Preise.
Aber die Landwirte profitieren kaum davon.
Wie kann das sein?


Bauernpräsident Joachim Rukwied blickt mit großer Sorge auf die Erzeugerpreise der Landwirtschaft.
„Mit jeder Tonne Weizen, die der Landwirt derzeit verkauft, verliert er und fährt Verluste ein“, beklagte er zu Jahresbeginn.

Zugleich schlagen die Verbraucherschützer Alarm: Immer mehr Menschen müssten sich wegen der gestiegenen Lebensmittelpreise einschränken.
Gleichwohl reiche das Geld zum Teil nicht aus.
Mehr als ein Viertel der Erwachsenen, die sich im vergangenen Jahr Beträge von Familienmitgliedern oder Banken liehen, machten Schulden, um alltägliche Kosten, wie für den Kauf von Lebensmitteln, zu decken.
„Das ist dramatisch“, fasste Ramona Pop, die Chefin des Verbraucherzentrale Bundesverbandes, die Stimmungslage diese Woche zusammen.

Verbraucherschützerin Pop: Wer macht sich die Taschen voll?
Aber wie kann es sein, dass die Bürger immer mehr Geld für Lebensmittel ausgeben und der Bauernverband zugleich über die schlechte Marktlage für viele landwirtschaftliche Erzeugnisse klagt?
Wer also macht sich auf Kosten von Verbrauchern und Landwirten „die Taschen voll“, wie Verbraucherschützerin Pop monierte?

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Experten rechnen aus - Lidl und Aldi: Welche Artikel 2026 preiswerter werden

Bei Aldi und Lidl kommen deutsche Verbraucher günstiger zu Lebensmitteln als anderswo.
Teurer als je zuvor ist es laut Experten dennoch
.

Der Preiskampf zwischen Aldi und Lidl geht auch 2026 weiter. Beide Discounter wollen als günstigste Adresse für den Wocheneinkauf gelten.
Für viele Kunden bedeutet das jedoch in diesem Jahr nur wenig Entlastung.
Denn günstig bleiben vor allem Eigenmarken - Markenartikel bleiben teuer oder legen sogar weiter zu, wie das Branchenblatt "Lebensmittel Zeitung" berichtet.

Aldi startet demnach mit neuen Preissenkungen ins Jahr und macht rund 40 Produkte billiger. Darunter sind Alltagswaren wie Reis, Brötchen oder Schweinefleisch.
Der Rivale Lidl halte dagegen und werbe offensiv mit seiner Rolle als Preisführer.
Als Argumente nennt das Unternehmen effiziente Abläufe und eine gezielte Sortimentsauswahl.

Eigenmarken von Aldi und Lidl so teuer wie Markenartikel Anfang 2025
Wie eine regelmäßige Preiserhebung von Discount-Artikeln der "Lebensmittel Zeitung" jetzt zeigt, kommen die Erleichterungen im Alltag der Verbraucher aber kaum an.
Kein einziger von dem Blatt erfasster Markenartikel sei heute günstiger als vor einem Jahr. Sinkende Preise gäbe es fast ausschließlich bei Eigenmarken, begünstigt durch niedrigere Rohstoffkosten.

Ein paar Beispiele: Olivenöl kostet im Discount zwar rund 80 Cent weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig wurden Eigenmarken bei Schokolade, Fleisch oder Kaffee teurer.
Das Glas Nutella (450 Gramm) kostete am 4. Januar 2025 laut der Marktexperten 3,49 Euro, ein halbes Jahr später war es auf 3,79 Euro gestiegen und verharrt bis heute auf diesem Preis.

Auffällig sei, dass Eigenmarken zwar im Vergleich zu Markenartikeln immer noch die günstigere Variante im Verkaufsregal sind.
Aber auch sie sind mittlerweile so teuer, wie noch vor Jahresfrist der vergleichbare Markenartikel.

Ein Beispiel dafür: Mit 7,59 Euro liegt Aldis Kaffee "Unser Bester" nur knapp unter dem Preis, den das Markenprodukt Jacobs Krönung Anfang 2025 pro Kilo (7,99 Euro) kostete.

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SPD erwägt Einführung von "Deutschland-Korb" mit wichtigen Lebensmitteln

Gegen hohe Lebensmittelpreise wird in der SPD die Einführung eines Deutschland-Korb mit bezahlbaren Lebensmitteln erwogen.
Handelsketten könnten auf freiwilliger Basis einen solchen Korb mit günstigen, preisstabilen, in Deutschland produzierten Grundnahrungsmitteln aus allen wichtigen Warengruppen anbieten, heißt es in Vorschlägen des stellvertretenden SPD-Fraktionsvorsitzenden Esra Limbacher, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen.
Andere Medien wie die Rheinische Post hatten zuerst darüber berichtet.
Von der SPD-Führung gab es Lob für das Konzept.


Ziel ist eine schnelle, spürbare Entlastung und die Sicherstellung einer bezahlbaren Grundversorgung für alle, so Limbacher weiter.
Vorbild sei ein ähnliches Modell in Griechenland. SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf kündigte an, bezahlbare Lebensmittelpreise und Mieten zu einem sozialdemokratischen Schwerpunkt der nächsten Zeit machen zu wollen.

Mogelpackungen im Visier
Vor dem Hintergrund der Ernährungsmesse Grüne Woche in Berlin forderte Limbacher auch weitere Maßnahmen gegen steigende Lebensmittelpreise.
So solle konsequenter gegen Mogelpackungen vorgegangen werden.
Denn: Weniger Müsli in der Packung oder Zuckerwasser statt Saft führen faktisch zu höheren Grundpreisen.
Nach dem Vorbild anderer EU-Länder könne zudem eine staatliche Preisbeobachtungsstelle geschaffen werden.
Sie soll die Mechanismen der Preisbildung vom Acker bis zum Supermarktregal transparenter machen und frühzeitig auf problematische Entwicklungen hinweisen.»

Lob und Kritik
Linke-Chefin Ines Schwerdtner warf der SPD vor, das Thema zu spät zu entdecken.
Ihr Modell sei zudem zu komplex, die Union werde einen Deutschland-Korb auch nicht mitmachen.
Es ist alles ganz einfach.
Man könnte die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel sofort streichen, forderte die Linke-Chefin stattdessen.

Ramona Pop, Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverbands, hingegen lobte die SPD für ihre Vorschläge.
Die Zeit drängt, denn die hohen Preise belasten die Privathaushalte, sagte Pop.
Es braucht endlich eine klare Kennzeichnung von Mogelpackungen.
Eine staatliche Preisbeobachtungsstelle wäre auch ein wichtiger Schritt.

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collo

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Deutliche Preissteigerung: Tchibo erhöht Kaffeepreise - schon wieder

Tchibo hat eine Erhöhung seiner Kaffeepreise angekündigt.
Die Preisanpassung wird zum 16. Februar wirksam, wie das Hamburger Handelsunternehmen mitteilte.
Pro Pfund müssen Verbraucher künftig bis zu einen Euro mehr bezahlen.


"In einem weiterhin angespannten Markt sind die Verkaufspreise für Kaffee im vergangenen Jahr deutlich angestiegen", sagte der Tchibo-Sprecher.
Der Kaffeeröster hatte seine Preise zuletzt vor rund einem Jahr erhöht.
Damals war eine Preissteigerung um 50 Cent bis 1 Euro je Pfund angekündigt worden.

Tchibo kann Endpreise selbst festlegen
Das Hamburger Unternehmen gilt als Signalgeber in der Kaffeebranche.
Tchibo verkauft seine Produkte in eigenen Filialen, auf Flächen in Supermärkten und online an Verbraucher.
Dadurch kann der Röster Endpreise selbst festlegen.

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collo

Oldie aus dem Ruhrpott
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Untersuchung zum Lebensmitteleinkauf - Discounter und Supermärkte preislich gleichauf

Verbraucher schauen beim Lebensmitteleinkauf immer stärker auf die Preise.
Doch ob sie beim Discounter oder im normalen Supermarkt einkaufen, macht offenbar praktisch keinen Unterschied.


Ob Butter, Kaffee oder Wurst: Die Discounter ALDI und Lidl liefern sich derzeit einen besonders intensiven Wettbewerb.
Mal senkt der eine die Preise zuerst, mal reagiert der andere mit einem noch günstigeren Angebot - zuletzt etwa bei Schokoladenprodukten.

Der Preiskampf ist auch eine Reaktion auf das veränderte Kaufverhalten: Laut einer Umfrage des Handelsforschungsinstituts IFH Köln vergleichen mehr als 70 Prozent der Verbraucher beim Lebensmitteleinkauf stärker die Preise und greifen häufiger zu Sonderangeboten.

"Bis auf den Cent gleich"
Ob Discounter tatsächlich günstiger sind, hat die Vergleichsapp Smhaggle im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur analysiert.
Untersucht wurden die Kernsortimente, etwa 2.000 Produkte, die bei allen Anbietern verfügbar und damit gut vergleichbar sind.
Sonderangebote wurden nicht berücksichtigt.
Das Ergebnis: Die Preise sind über alle Anbieter hinweg nahezu identisch.

"Egal ob Milch, Joghurt, Nudeln, Butter oder Salatgurke: Die Preise dieser Produkte sind bis auf wenige Ausnahmen auf den Cent gleich", sagt Smhaggle-Geschäftsführer Sven Reuter. Dies gelte sowohl für Eigenmarken als auch für Markenprodukte - unabhängig davon, ob es sich um Discounter oder Supermarkt handelt.

Regionale Abweichungen seien möglich, etwa in von selbstständigen Kaufleuten geführten Märkten.
Grundlage der Auswertung sind laut Reuter täglich mehr als 10.000 Kassenbons, die Nutzer über die App hochladen.

Preise gleichen sich an
Typischerweise senken die Discounter zuerst die Preise.
Andere Händler wie Rewe, Edeka oder Kaufland ziehen dann rasch nach.
Reuter zufolge reagieren sie häufig innerhalb weniger Stunden oder von ein bis zwei Tagen. Da sich die Preise anschließend wieder angleichen, könne von einer dauerhaften Preisführerschaft eines einzelnen Händlers keine Rede sein.

Rewe wirbt inzwischen offen damit, mehrere Tausend Produkte dauerhaft auf Discounter-Niveau anzubieten und gleicht die Preise regelmäßig mit ALDI und Lidl ab.
Auch Edeka verfolgt ein ähnliches Vorgehen.

Wo sind noch die Unterschiede?
Handelsexperten sehen die Unterschiede zwischen Discountern und Supermärkten insgesamt schwinden.
Discounter investieren stärker in Ambiente und Markenprodukte.
"Die Qualität der Ware ist auch hoch", sagt Michael Gerling, Geschäftsführer des Handelsforschungsinstituts EHI.
Supermärkte müssten sich stärker anstrengen und zusätzlichen Erlebniswert bieten, etwa durch Gastronomie, Bedientheken, Veranstaltungen oder regionale Sortimente.

Ein klarer Unterschied ist jedoch geblieben: Discounter führen deutlich weniger Artikel.
Aus Sicht von Carsten Kortum, Handelsprofessor an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Heilbronn, ist das nicht zwingend ein Nachteil.
"Auswahl ist grundsätzlich gut, zu viel kann aber auch überfordern", sagt er.
Eine übersichtlichere Auswahl erleichtere vielen Kunden die Kaufentscheidung.

Verschiebung zugunsten der Discounter
Beim Umsatz liegen die Discounter insgesamt vorn.
Ihr Marktanteil im Handel mit Produkten des täglichen Bedarfs beträgt gut 38 Prozent, während Supermärkte wie Rewe und Edeka auf rund 28,5 Prozent kommen.
Experten erklären die seit Jahren anhaltende Verschiebung zugunsten der Discounter vor allem mit dem gestiegenen Preisbewusstsein infolge der hohen Inflation.

Wer wirklich sparen will, kann dies nach Einschätzung von Smhaggle-Chef Reuter vor allem durch gezielte Käufe von Aktionsprodukten - unabhängig davon, ob diese bei Discountern oder in Supermärkten getätigt werden.

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collo

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Aldi wirft Kaffeeprodukt aus dem Sortiment

Die Kaffeekapseln der Marke Expressi werden ab April dieses Jahres nicht mehr bei Aldi Süd erhältlich sein.
Damit verliert die herstellende Krüger-Gruppe aus Bergisch Gladbach einen bedeutenden Abnehmer.
Das berichtete das Branchenblatt "Lebensmittel Zeitung".


Wie Aldi Süd auf Anfrage der Zeitung mitteilte, wolle man künftig vor allem die Eigenmarke Barissimo ausbauen und so stärker auf Kapseln setzen, die dieselbe Form und Größe wie Original-Nespresso-Kapseln haben und somit problemlos in Nespresso-Maschinen funktionieren.

"Die Kooperation mit Expressi wird schrittweise bis Ende März 2026 eingestellt, sodass auch die Expressi-Kaffeekapseln nach und nach aus dem Standardsortiment genommen werden", wird ein Aldi-Sprecher zitiert.
Krüger erklärt seinen Kunden im Internet: "Der Vertrieb der Expressi-Kapseln obliegt alleine der Firma Aldi Süd.
Wir können also keine Aussage treffen, warum die Kapseln nicht mehr durch Aldi Süd vertrieben werden oder ob diese noch einmal ins Sortiment zurückkommen werden."

Bereits seit Oktober vergangenen Jahres verkauft Aldi Süd keine Expressi-Maschinen mehr. Die dazu passenden Kapseln sind nach Aussage des Herstellers ab April in Deutschland dann nur noch über Amazon sowie über den K-Fee-Onlineshop von Krüger erhältlich.

Im Zuge der Umstellung hat Krüger seinen Produkten zudem einen neuen Namen gegeben.
Im eigenen Shop werden die Kapseln nun unter der Bezeichnung "Espresto" angeboten.
Offenbar bedeutet das Aus bei Aldi auch das Aus für den alten Namen, unter dem das Produkt beim Discounter gelistet war.

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Für den Röster Krüber dürfte der Verlust von Aldi Süd als Abnehmer spürbare Folgen haben, denn das Unternehmen ist mit einem Marktanteil von 1,1 Prozent ein kleiner Anbieter im deutschen Kaffee-Gesamtmarkt.
Aldi Süd selbst verzeichnete laut Marktforschungsdaten im vergangenen Jahr einen Rückgang der verkauften Kaffeemenge um 18,5 Prozent.

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collo

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Streit mit großem Hersteller: Rewe-Kunden stehen vor leeren Regalen

Derzeit kann es sein, dass Kundinnen und Kunden auf leere Regale bei Rewe treffen - zumindest Produkte des Markenherstellers Kühne können rar werden.
Hintergrund ist, dass beide Parteien bei den Jahresgesprächen aneinandergeraten seien.


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Die "Lebensmittel Zeitung" (LZ) informiert, dass Rewe behauptet, Kühne würde mehr Geld für die Produkte fordern.
Eine Einigung auf einen "angemessenen Einkaufspreis" sei trotz "langer Verhandlungen" nicht möglich gewesen.

Preisstreit mit Kühne: Rewe-Zentrale rät zu anderen Produkten
Die Rewe Zentrale soll den Kaufleuten empfohlen haben, derzeit auf Produkte von Ja, Rewe beste Wahl und Rewe bio zu setzen, so die "LZ".
Die Verhandlungen laufen, die Unternehmen haben sich weiter nicht geäußert.

Allerdings zeigt sich eine Sprecherin von Kühne gegenüber der "LZ" optimistisch.
Es soll sich zeitnah etwas an der Situation ändern, heißt es.

Familienunternehmen in zehnter Generation - das ist Kühne wichtig
Das Unternehmen Kühne bietet beispielsweise Gewürzgurken, Rotkohl, weiteres Gemüse im Glas oder verschiedene Dressings an.
Kühne ist nach eigenen Angaben ein Familienunternehmen, das bereits in zehnter Generation erfolgreich auf dem Markt ist.
Sie übernehmen "Verantwortung für die Menschen, die dort arbeiten, die Welt, in der wir leben und für den langfristig wirtschaftlichen Erfolg", heißt es.

Dass es zwischen Lebensmittelhändlern und Herstellern zu Streitigkeiten kommt, ist normal. In der Regel entspanne sich die Lage nach kurzer Zeit wieder, so "LZ".

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collo

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Mehr Koffein als ein Energydrink: Verbraucherschützer kritisieren neues Aldi-Produkt

Pünktlich zum nächtlichen Super Bowl legt Aldi Nord ein "Energy Popcorn" als Football-Snack in die Regale.
Auf der Tüte treffen die Eigenmarken "Sun Snacks" und "Golden Power" aufeinander, abseits von Zucker und Fructosesirup steckt in 125 Gramm Popcorn ganze 187,5 Milligramm Koffein.


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Zum Vergleich: Eine 250-ml-Dose des gleichnamigen Energy-Drinks bringt nur rund 80 Milligramm auf die Waage.
Das Popcorn ist also eher Wachmacher als Leckerei für nebenbei, wie die "Lebensmittel Zeitung" meint.

Koffeinkick als Snack: Aldi-Produkt international vertreten

Optisch orientiert sich die Verpackung am Energydrink: Grün, Rot, Gold, Silberstreifen und Blitzsymbol.
Preislich liegt eine 125-Gramm-Tüte mit 1,29 Euro deutlich über klassischem Karamell-Popcorn, das Aldi im selben Prospekt mit 200 Gramm für 99 Cent anbietet.

Der Wachmacher ist als internationales Aktionsprodukt angelegt.
Der englische Produktname und mehrsprachige Angaben ermöglichen parallele Promo-Aktionen bei dem Discounter in mehreren Ländern.
In Deutschland und Frankreich ist er am günstigsten.

Foodwatch kritisiert Aldi für das neue Angebot insbesondere wegen der Platzierung des Produkts.
Im Sortiment soll es zwischen vielen anderen Popcorn-Sorten einsortiert worden sein.
Ohne besondere Kennzeichnung könnten Kinder zu dem Produkt greifen ohne zu wissen, dass es sich um ein Produkt mit hohem Koffeingehalt handelt.

Zu viel des Guten: Wann Koffein problematisch wird
Während Koffein in Kaffee, Cola, Energydrinks oder eben Energy-Popcorn vielen als belebender Muntermacher dient, warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): In hohen Dosen kann es nicht nur zu Unruhe, Angst oder Herzrhythmusstörungen führen, sondern bereits geringe Mengen hochkonzentrierter Nahrungsergänzungsmittel gefährlich werden.

Erwachsene gelten bis etwa 200 mg pro Dosis beziehungsweise bis 400 mg über den Tag verteilt als unbedenklich, doch die individuelle Empfindlichkeit variiert stark.
Bewusster Konsum statt unreflektierter Energiemaximierung schützt vor gesundheitlichen Risiken.

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