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Rewe sperrt SB-Kassen zeitweise ab: Selbstbedienung nur noch mit Aufpasser
Die Selbstbedienungskassen in Plettenberg sind stark eingeschränkt.
Rewe dementiert den Verdacht erhöhter Diebstahlquoten nicht eindeutig.
Plettenberg – Wer morgens schnell noch ein Brötchen oder abends eine vergessene Zutat holen will, steht in den Plettenberger Rewe-Märkten neuerdings oft vor verschlossenen Terminals.
Die Selbstbedienungskassen (SB-Kassen) sind seit einigen Wochen zeitlich deutlich eingeschränkt nutzbar.
Zumeist sind die Scanner nur noch in der Kernzeit zwischen 9 und 18 Uhr in Betrieb - und das auch nur unter strenger Bewachung.
Auf Nachfrage bestätigt die Dortmunder Zentrale die Beobachtungen indirekt, legt aber Wert auf eine differenzierte Darstellung.
Die Nutzungszeiten der Selbstbedienungskassen seien bei Rewe „grundsätzlich nicht pauschal oder flächendeckend eingeschränkt", betont Sprecherin Isa-Maja Kötter.
Vielmehr könne sich die konkrete Ausgestaltung „je nach Standort und betrieblichen Erfordernissen unterscheiden". Im Fall von Plettenberg handele es sich laut Unternehmensangaben daher nicht um eine generelle Einschränkung des Angebots, sondern um eine „standortspezifische Organisation des Kassenbereichs".
Im Klartext: Die Plettenberger Marktleitung hat entschieden, den freien Zugang zu den Scannern an die Verfügbarkeit von Personal zu koppeln.
Terminals nur unter Mitarbeiter-Beobachtung möglich
Dass Kunden die Terminals fast nur noch nutzen können, wenn ein Mitarbeiter direkt daneben steht, verkauft das Unternehmen als Service-Maßnahme.
Es sei bei Selbstbedienungskassen „üblich, dass der Bereich durch Mitarbeitende begleitet wird".
Diese stünden den Kundinnen und Kunden als Ansprechpartner zur Verfügung und sollten vor Ort für einen „reibungslosen Ablauf" sorgen.
Auf die explizite Nachfrage, ob eine erhöhte Diebstahlquote - gerade in den wenig frequentierten Randzeiten - der eigentliche Auslöser für die Verschärfung sei, ging die Pressestelle indes nicht konkret ein.
Stattdessen verwies man lediglich allgemein auf die bereits genannten „betrieblichen Erfordernisse".
Ein klares Dementi zu Problemen mit Ladendiebstahl oder Inventurdifferenzen blieb damit aus - was den Verdacht vieler ehrlicher Kunden, dass die „schwarzen Schafe" für die Einschränkungen verantwortlich sind, zumindest nicht entkräftet.
Trotz der aktuellen Hürden zieht die Zentrale nach mehr als einem Jahr Praxis ein positives Fazit für den Standort Plettenberg.
Die Selbstbedienungskassen würden von den Kunden „insgesamt gut angenommen".
Viele schätzten laut Rewe insbesondere die „zusätzliche Wahlmöglichkeit und die schnelle Abwicklung ihrer Einkäufe" - zumindest in den Zeiten, in denen die Terminals dann auch geöffnet sind.
Das Angebot habe sich als „sinnvolle Ergänzung zum klassischen Kassenangebot" etabliert, teilt Rewe mit.
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