Warnstreik NEWS

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Oldie aus dem Ruhrpott
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Gewerkschaft macht Ernst: 40-Stunden-Streik bei Lidls Großbäckerei

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) setzt den Druck auf die Arbeitgeber in diesen Wochen fort: Ab Freitag, 22. August, 6 Uhr, streiken die rund 800 Beschäftigten der Großbäckerei Bonback in Übach-Palenberg für 40 Stunden.


Erst am Samstagabend soll dort nach dem Willen der Gewerkschaft wieder gearbeitet werden.
Es ist bereits der dritte Warnstreik dieses Jahr.
Ob der Streik Auswirkungen auf das Angebot in den Filialen haben wird, war am Donnerstag nicht abzusehen.

Bonback produziert an seinem Standort im Kreis Heinsberg jährlich 1,5 Milliarden Backwaren für den Discounter Lidl, die europaweit und in die USA geliefert werden.
Die Arbeitgeber bieten drei Prozent Lohnerhöhung für 2025 und 2,4 Prozent für 2026 sowie eine Einmalzahlung von 600 Euro.
Die NGG lehnt das Angebot ab und brach die vierte Verhandlungsrunde am 6. August ab.

Nächste Gesprächsrunde soll in Münster stattfinden
"Wir sind bis an unsere Schmerzgrenzen gegangen", erklärt NGG-Geschäftsführer Tim Lösch.
Die nächste Verhandlung findet am 27. August in Münster statt.
Der Konflikt betrifft laut der Gewerkschaft über 4.000 Beschäftigte in 15 Betriebsstätten des größten Tarifgebiets der deutschen Brotindustrie.
Neben Bonback sind Harry Brot, Lieken, FSB (Aryzta Gruppe), WBack und Mestemacher betroffen.

Die NGG kündigt bis zur nächsten Verhandlungsrunde "längere und intensivere Streiks" an. Bereits die Warnstreiks im Juni und Juli hätten zu erheblichen Produktionsausfällen geführt, so der NGG-Sprecher. In anderen Tarifgebieten in Ostdeutschland, Bayern und Baden-Württemberg wurden die Verhandlungen bereits abgeschlossen.

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Trotz Austritt aus Tarifvertrag - Gewerkschaft droht Adidas mit Erzwingungsstreik

Im August verabschiedet sich Adidas aus dem Branchentarifvertrag.
Die Gewerkschaft will für die Beschäftigten des Sportartikelriesen trotzdem höhere Gehälter durchsetzen und droht mit Streiks.
Bisherige übertarifliche Angebote reichen den Arbeitnehmervertretern nicht aus.


Die Gewerkschaft IG BCE will bei Adidas höhere Gehälter durchsetzen, obwohl der Konzern im August den Tarifvertrag der Branche verlassen hat.
"Wir haben den Vorstand aufgefordert, mit uns in Haustarifverhandlungen einzutreten", heißt es in einem Schreiben an Gewerkschafter bei Adidas, das der "Süddeutschen Zeitung" vorliegt.
Darin verlangt die IG BCE unter anderem sieben Prozent mehr Gehalt und einen zusätzlichen freien Tag für Gewerkschaftsmitglieder.
Man habe zunächst für die Standorte Uffenheim und Scheinfeld eine Tarifkommission gebildet.

Für eine Reaktion auf die Forderungen setzt die Gewerkschaft eine Frist bis 24. November. "Sollte der Vorstand die Frist verstreichen lassen, werden wir gemeinsam Schritt für Schritt den Druck erhöhen - falls nötig, bis hin zum Erzwingungsstreik", heißt es in dem Schreiben weiter.

Ein Sprecher von Adidas erklärte auf Anfrage: "Wir werden gegenüber der IG BCE dazu Stellung nehmen".
Das Unternehmen habe stets betont, sich zu fairer Bezahlung zu verpflichten und die Lohnerhöhungen, die Tarifmitarbeitende sowie Auszubildende betreffen, vollständig umzusetzen.
Adidas werde die Gehälter der rund 4600 bisher tariflich beschäftigten Mitarbeiter in Deutschland stärker und von einem höheren Ausgangswert erhöhen, als es der kürzlich verabschiedete Tarifabschluss zwischen dem Branchenverband HDSL und der Gewerkschaft IG BCE vorsehe: "Für alle Entgeltgruppen ist der Anstieg um 0,5 Prozentpunkte höher als im Tarifvertrag vorgesehen."
Dazu komme etwa eine Einmalzahlung in Höhe von 450 Euro für vier Monate.

Die Gewerkschaft ist damit aber nicht zufrieden: "Für einen Konzern, der zuletzt eine Brutto-Gewinnmarge von mehr als 50 Prozent erwirtschaftet hat, ist das eine reichlich kümmerliche Ausrede."
Viele Beschäftigte in Logistik und Musterproduktion seien in niedrigen Lohngruppen gefangen und hätten kaum Möglichkeiten der Weiterentwicklung. "
Wer für Fußball-Millionäre produziert und für eine reibungslose Versorgung der Kundschaft ackert, verdient mehr Wertschätzung."
Die IG BCE fordert im Haustarif zunächst für zwei Standorte sieben Prozent mehr Gehalt, deutlich mehr als im neuen Tarifvertrag für die ganze Branche vereinbart ist.

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Kabinenpersonal der Lufthansa streikt am Freitag

Der Lufthansa steht der nächste Streik ins Haus: Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo hat die Beschäftigten der Kernmarke Lufthansa und ihrer Zubringergesellschaft Cityline für Freitag zu einem eintägigen Arbeitskampf aufgerufen.
Am 10. April sollen von 0.01 Uhr bis 22.00 Uhr alle Abflüge der Lufthansa von Frankfurt am Main und München bestreikt werden, wie die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (Ufo) ankündigte.
Bestreikt werden außerdem, "alle Abflüge der Lufthansa CityLine von den Flughäfen Frankfurt, München, Hamburg, Bremen, Stuttgart, Köln, Düsseldorf, Berlin und Hannover", wie die Gewerkschaft ankündigte.

In einer Urabstimmung hatten die Kabinenbeschäftigten der Kerngesellschaft Lufthansa und der Regionaltochter Cityline Ende März mit großer Mehrheit für einen Arbeitskampf gestimmt.
Bei der Kerngesellschaft stimmten rund 94 Prozent für Streiks, bei der Cityline knapp 99 Prozent.

"Wir haben die Osterfeiertage bewusst von Arbeitskampfmaßnahmen ausgenommen, um die Auswirkungen für Reisende so gering wie möglich zu halten.
Dass es nun dennoch zu Beeinträchtigungen bei der Rückkehr aus den Ferien kommen kann, ist uns sehr bewusst und wir bedauern das ausdrücklich", hieß es in einer Stellungnahme des Ufo-Vorsitzenden Joachim Vázquez Bürger.
Der Streik wäre aus seiner Sicht vermeidbar gewesen - "die Verantwortung liegt bei der Lufthansa, die es bislang nicht einmal geschafft hat, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen".

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Verdi macht Ernst - Warnstreik bei Ikea am Mittwoch

Die Gewerkschaft Verdi ruft die Beschäftigten der beiden Kölner Ikea-Standorte in Godorf und Butzweilerhof für Mittwoch, den 6. Mai, zum Warnstreik auf.
Um 8.30 Uhr soll dann eine Kundgebung an der Filiale am Butzweilerhof stattfinden.
Ein Verdi-Vertreter sagte, dass er mit rund 80 Teilnehmern bei der Kundgebung rechne.

Auslöser ist laut der Gewerkschaft das Scheitern der ersten Verhandlungsrunde in der laufenden Tarifrunde für den Einzelhandel in Nordrhein-Westfalen.
Die Arbeitgeberseite legte dabei kein Angebot vor - für Verdi der Anlass, nun den Druck zu erhöhen.

Verdi-Sekretär Viktor Efa kritisierte am Dienstag das Verhalten der Arbeitgeber scharf: "Das Verhalten der Arbeitgeber hat Wut und Enttäuschung bei den Beschäftigten hervorgerufen. Die Beschäftigten stehen jeden Tag im Geschäft und halten den Laden am Laufen.
Statt Wertschätzung sollen sie weitere Reallohnverluste hinnehmen."

Welche Auswirkungen der Warnstreik auf den Betrieb der beiden Kölner Ikea-Filialen haben wird, ist ungewiss.

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