Gas und Strompreise

collo

Oldie aus dem Ruhrpott
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Streit ums neue Heizungsgesetz: Vermieter könnten Millionen Wohnungen aufgeben

Verbände warnen vor drastischen Folgen der geplanten Heizungsreform.
Bis zu drei Millionen Mietwohnungen könnten demnach vom Markt verschwinden.
Bauministerin Hubertz weist die Kritik zurück.


Das geplante neue Heizungsgesetz könnte nach Einschätzung von Verbänden die Zahl der verfügbaren Mietwohnungen in Deutschland deutlich verringern.
Der Eigentümerverband Haus & Grund rechne mit einem Rückgang auf dem Mietmarkt um bis zu drei Millionen Wohnungen, berichtet die „Bild"-Zeitung.
Grund dafür sei, dass Millionen Wohnungen mit Gasetagenheizungen betrieben werden und der Einbau einer Wärmepumpe vielfach nicht möglich sei, sagte Verbandspräsident Kai Warnecke demnach.

Die Vermieter seien daher gezwungen, neue Gasheizungen einzubauen und müssten sich in der Folge an den Heizkosten der Mieter beteiligen, fuhr Warnecke fort.
„Die Kostenrisiken werden mit der neuen Regelung unkalkulierbar", sagte er weiter.
„Wir werden vielen Vermietern deshalb nicht empfehlen können, ihre Wohnungen weiter zu vermieten."

Auch die Vorstandsvorsitzende des Sozialverbands SoVD, Michaela Engelmeier, warnte vor einem spürbaren Rückgang der verfügbaren Mietwohnungen.
Sie sagte der Zeitung, es bestehe „die Gefahr, dass Eigentümer aufgrund des Kostendrucks ihre Immobilien eher verkaufen, statt zu vermieten.
Das würde die Lage am Wohnungsmarkt weiter verschärfen, die Mieten weiter nach oben treiben.
Das wäre absolut kontraproduktiv für rund drei Millionen Betroffene."

Das Kabinett hat eine Reform des Gebäudeenergiegesetzes beschlossen, mit der ein Weiterbetrieb und Neueinbau von Öl- und Gasheizungen langfristig möglich bleibt.
Dafür sollen neu eingebaute Gas- und Ölheizungen ab 2029 zu steigenden Anteilen mit Biogas oder Bioöl betrieben werden.
Um Heizungen im Bestand klimafreundlicher zu betreiben, sollen die Brennstoffhändler zunehmend biogene Stoffe beimischen.

Streitpunkt in den Verhandlungen der Koalition war zunächst aber der Schutz von Mieterinnen und Mietern vor hohen Nebenkosten durch den Einbau von Heizungen mit fossilen Brennstoffen gewesen.
Die Koalitionäre einigten sich letztlich auf eine Kostenbremse für Mieter im neuen Heizungsgesetz, wonach Vermieter sich künftig an den laufenden Heizkosten beteiligen müssen, wenn sie sich für den Einbau einer neuen fossilen Heizung in bestehenden Wohngebäuden entscheiden.

Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) wies die Warnungen der Verbände zurück.
„Die Kritik ist für uns nicht nachvollziehbar, da der Entwurf eine notwendige Flexibilität bei der Heizungswahl schafft", sagte ein Sprecher zu „Bild".
Im parlamentarischen Verfahren könnten sich noch Änderungen ergeben.

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xNecromindx

Namhafter Pirat
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Blödsinn. Habe jetzt schon mehrfach gesehen wie schlicht Luft-Luft-Wärmepumpen eingebaut werden. Oder wie man allgemein dazu sagt: Klimaanlagen.
In anderen Ländern, mal mehr mal weniger, der Standard.
Am Ende profitiert der Mieter dadurch auch noch, dass er nicht nur im Winter heizen, sondern im Sommer auch noch kühlen kann. Und einen Mieter der profitiert, den will der gute Kai doch gar nicht haben...

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Haben die ihr eigenes Statement mal selber gelesen?
Wenn eine Wohnung verkauft wird, dann ist sie nicht weg, dann besitzt sie nur wer anders.
Was eben auch die ganze Aufregung von Beginn an ist: Die "armen" Vermieter, die sich nichts leisten können und ihre Immobilie verkaufen müssen. Ohhh... - lasst uns für sie sammeln gehen. Die +/- 1 Mio. je nach Stadt und Lage, die sie für ihr 6-Parteien Haus kassieren können, tja, da hat sich der Kai doch glatt morgens an seinem Kaviar verschluckt, als er davon bei Bild gelesen hat.

Die Debatte ist so verlogen und dumm. Am Ende gehts nur darum "so weiter wie bisher" machen zu können, scheiß egal wie. Am Ende den Mieter mit explodierenden Gas-Rechnungen im Regen stehen lassen, sich aber über seine Mieteinnahmen freuen, die man als Reingewinn einkassiert, denn man lässt die Bude einfach stur im Zustand "Onkel Adolf's Zeiten".

Dann sollen sie eben ihre Häuse verkaufen. Findet sich schon wer der sie nimmt und die nötigen Schritte einleitet. Da sollten sie doch eigentlich der FDP anhängen: Das regelt der Markt.
 
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level9

Pirate of the 777-Seas
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Die Problematik ist die, wenn ein Zwangs-Umbau erfolgen muss.
Nicht alle Vermieter sind Miethaihe mit massiver Kohle. Und wenn Du dann so ein Gebäude umrüsten musst, um es weiter vermieten zu können/zu dürfen, die Kosten aber jenseits einer möglichen Amortisation liegen... oder man muss die Miete satt erhöhen...

Und unter solchen Voraussetzungen verkaufen? Mieses Geschäft, drückt arg den Preis, weil der Käufer dann gezwungen ist zur Modernisierung.

Ergebnis könnte ein besagter Leerstand sein. Oder eine Zwangsenteignung durch die Hintertür, wenn man außer dem Gebäude nichts hat, aber eine Hypothek nicht genug bringt und man es sich einfach nicht leisten kann.

Ist sicher hier nicht in allen Fällen die Situation... Aber völlig von der Hand zu weisen ist es auch nicht bei all den tollen Refomen, die aktuell mit jeder 'Regierung' katastrophaler werden. Die Lösung heisst immer auf die ein oder andere Weise: Es kostet den Bürger mehr oder er hat Einschnitte anderer Art, um den irren Wahn der "ist-ja-nicht-mein-Geld"-Steuerverschleuderer zu finanzieren.
 
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Master_3

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Ich glaub du hast da aber einen Punkt vergessen, wenn ein neuer Investor die Immobilien aufkauft, dann gibt es nach meiner mehrfachen Erfahrung nur zwei Optionen:
Entweder es werden Sozial Wohnungen daraus gemacht oder es werden gehobene bzw. Luxus Appartments daraus.
Beides führt dazu, dass der normale durchschnitts Bürger diese Wohnungen aus seinem Wohnungspool streichen kann - entweder weil er die Anforderungen nicht erfüllt oder weil er es sich schlicht nicht leisten kann.

Es ist schon eine Kunst den entsprechenden Vermietern die wirklich nicht wollen passend auf die Finger zu klopfen und denen die nicht können, Möglichkeiten zu bieten. Da bietet sich nunmal das Gießkannenprinzip nicht an.

Und ich kenne genug Vermieter die jetzt schon die Schnautze voll vom Vermieten haben, gerade die Älteren Vermieter deren Mietshäuser schon lange abbezahlt sind.
Wenn es denen noch ein wenig mehr zu bunt wird, dann - Zitat, "schieb ich das Ding mit dem Bulldozer platt und setze mir da ein Gästehaus hin."
Und genauso wirds kommen, 2 von 8 Wohnungen in dem Haus stehen bereits leer und die restlichen 6 sind eigentlich nur noch abwarten bis die Altmieter altersbedingt (alle um/über 70) ausziehen und dann wars das - die sind quasi nur noch deswegen vermietet weil die Bewohner quasi zum Inventar gehören.
 
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xNecromindx

Namhafter Pirat
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Dann solltet ihr euch damit mal genauer befassen. Wenn wir es nur mal rein aufs heizen beziehen, so ist es seit Jahrzehnten nie anders gewesen.
Gut, ihr habt vielleicht kein Eigentum oder wisst es nicht. Aber "Zwangsmaßnahmen" wie die, Dächer zu dämmen bei Häusern die keine Mindestanforderungen erfüllen (Pauschal alles vor der DIN Norm 1977) gibt es. Öl-Heizungen vor einem bestimmten Baujahr müssen raus. Kamine müssen seit geraumer Zeit einen Mindeststandard erfüllen (Feinstaubemission), ansonsten sie stillzulegen oder zu modernisieren.
Der Staat maßt sich nun einmal an dort einzugreifen, um eben den Wohnungsbestand auf einem leidlich angemessenen Niveau zu halten. Wer in das Vermietungsgeschäft einsteigt, kann doch da jetzt nicht angewackelt kommen und das große Jammern anfangen. Das gehört eben zu seinen Risiken die er tragen muss. Dafür bekommt er ja auch ansonsten fürs Nichtstun Geld.

Wer also nicht die Kohle hat, sein Mietobjekt in Schuss zu halten: Sorry, der soll es abgehen. Denn das ist sonst genau das Resultat was man in so manchen Schmuddelecken diverse Städte sehen kann: Runtergekommen Bruchbuden, um die sich niemand kümmert, bis die Stadt da irgendwann den Schlussstrich zieht.

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Das funktioniert nur so lange, wie es "schlechtere" gibt.
Zumal du zu vergessen scheinst, dass man die Mieten nicht beliebig setzen kann als Vermieter. Deben kommt auch noch, dass es in einem jeweiligen Markt überhaupt nicht funktioniert. In München kannst du auch für ein tapeziertes Wohnklo 4-Stellig verlangen. Das liegt an den dort explodierten Durchschnittsmieten aka Mietspiegeln, die geklettert sind, weil die Märkte dort überhitzt sind. Es will halt "jeder" da wohnen. Das ist dann das Problem der Leute, die meinen da hinziehen zu müssen.
Auf der andern Seite trifft besagte Maßnahme aber gleichsam das 4-Parteien Haus auf dem Land in Hintertupfingen. Meinst du ernsthaft, mal völlig außen vor bis wohin die Miete überhaupt dort gehen darf, das ein Vermieter dort den Luxustempel kreiert und den für Fantastillionen vermietet!? Wer will das dort denn nehmen?

Was ihr hier stattdessen macht, ist den Jammerlappen, denen ihr das Wasser tragt, auch noch nach dem Mund zu reden, als gäbe es für euch dabei irgendwas zu gewissen. Sorry, nein. Die ficken euch beim Schuhe zubinden.
Also lass deinen Bekannten doch die Bude abreißen. Es ist nicht nur seine Entscheidung, sondern auch seine Verantwortung. Wenn er meint das trägt sich wirtschaftlich, muss er das eben an der Realität austesten.
Das ist genau so eine merkwürdige Diskussion wie mit der Erbschaftsteuer bei Firmenvermögen. Da wird auch immer gejammert, dass dann Firmen dicht machen würden. Nicht nur finden sich Gegenbeispiele, sondern irgendwie hat bei so einer Jammerei auch nie jemand die simple Frage gestellt: Okay, du willst den Bumms nicht erben? Okay. Finger hoch wer möchte? .... als ob da niemand aufzeigen würde. Kommt da mal etwas in der Realität an.
 
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Master_3

Namhafter Pirat
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Ich wohne nicht zur Miete, ich habe mein eigenes alleinstehendes Häuschen, das mir gehört ^^ Also ich brauche hier keinem das Wasser tragen ;)
Ich sag dir nur wie die realität aussieht und das nicht nur in irgendwelchen Metropolen, sondern auch in den Städten mit unter 100.000 Einwohnern.

Wo fang ich beim Rest an? Mal sehen:
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Klar, wenn die Bude vorher ehr ein Nischen-Nachfrage-dasein gefristet hat, dann wird das dort nicht passieren - aber das sind dann 1. nicht der Löwenanteil an Wohnungen und 2. ist deren Nachfrage allgemein garnicht so groß, weil die halt entweder mitten im Nichts liegen o.ä..
Ich komme ursprünglich aus einem >2000 Einwohner Dorf - da gibt es gefühlt 5 Wohnungen, der Rest sind Einfamilienhäuser. Jetzt hat man dort in einem Wohngebäude 6 neue Wohnungen gebaut - die hatten arge Probleme überhaupt Interessenten zu finden....und das für 670€ warm und 60m2.

Während dessen sieht es hier in einer ~50.000 Einwohner Stadt folgendermaßen aus:
Die Wohnungen werden minimalistisch renoviert (Laminat, Farbe, evtl neues Bad) und dann steigt die Miete der Wohnung von 750 auf 1100-1300€ kalt an oder haust sie direkt als Sozialwohnung raus.

Das ist ja nicht Theorie, das ist Fakt. Und das passiert nicht nur mit ein oder zwei Wohnungen, das geht hier Reihenweise.

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Da gibt es genug Tricks das zu umgehen - nimm die Küche aus den Grundmietkosten raus und mach daraus eine seperate Abrechnung z.B. und so weiter. Klar kannste da jetzt nicht 4000€ dran schreiben.

Nun stehen wir aber da und ich kann dir berichten: Aus meinem Umfeld kenne ich alleine 9 jüngere Personen im Alter 20-30, die sich hier schlicht keine Wohnung mehr leisten können und haben somit nicht mal die CHANCE aus ihrem Elterhaushalt auszuziehen und sitzen defacto fest. Wenn du jetzt die letzten günstigen Wohnungen bzw. deren Eigentümer dazu zwingst zu renovieren werden auch die letzten paar bezahlbaren Wohnungen weg sein.

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Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was du damit genau meinst, aber nur mal so als Hint - das sind Leute die juckt das nicht ob die im Alter noch monatlich die letzten 6000€ Mieteinnahmen bekommen oder nicht - die haben ausgesort und das nicht erst seit gestern...
Die haben mehrere Mietshäuser, das Haus wovon ich rede haben die keine Ahnung, in den 70ern bauen lassen - das Ding ist tausend und einmal amortisiert...

Und nebenbei: Wenn du nicht nur Geld sondern auch Kontakte hast, ist so ziemlich alles möglich - in dem Dorf wo ich aufgewachsen bin hat vor zwei Jahren einer ein Einfamilienhaus für seinen Sohn gebaut - auf die verwunderte Frage der umliegenden Firmen wie das geht, in dem Gewerbe-Bereich darf kein Wohngebäude gebaut werden und wie er das genehmigt bekommen hat kam irgendwie durch, dass der garkeine Baugenehmigung hat.
Als die Firmen dann geklagt hatten lag in der zweiten Runde vor Gericht auf einmal doch eine Baugenehmigung auf dem Tisch, kackendreist sogar ausgestellt auf ein Datum wo der Bau schon fertig war.

Und die Mietshäuser gehören selten Peter dem Maler Gesellen, sondern ehr den etwas besser betuchten die nunmal gerne auch kuscheln und wenn die Stadt da auch noch was von hat kuschelt sie gerne gleich mit...
 
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xNecromindx

Namhafter Pirat
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Ich weiß, es war allgemein gesprochen. ihr != du

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Nein, du sagst, was du in deinem Umfeld siehst. Du siehst einen Ausschnitt. Das ist deine subjektive Wahrnehmung, nicht DIE Realität. Das muss man trennen lernen, sonst sitzt man ganz schnell einem Irrglauben auf.

Ich selbst bin in der glücklichen Lage, im Umkreis alles in gemütlicher Fahrrad-Reichweite zu haben: Eine 600.000-Einwohner-Stadt, eine mit 90.000, eine mit 25.000 und ein 5.000-Seelen-Dörfchen. Die Marktsituation hier bildet auf Datenbasis ziemlich genau den Bundesdurchschnitt ab, insofern lässt sich das durchaus auf andere Orte extrapolieren.

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Anekdotische Evidenz ist halt keine statistische Grundlage.
Gegenbeispiel: 2,5 km von meinem Haus entfernt wurde vor kurzem ein Mehrfamilienhaus aus den End-60ern kernsaniert. Ein anderes direkt daneben ist gerade an der Reihe. Die haben die komplette Fassade runtergerissen, alte Balkone entfernt, die Wohnungen drinnen mit neuer Elektrik und Wasser-Installation kernsaniert, die Fassade gedämmt und moderne, geräumige Balkone vorgesetzt. Das Ganze wurde von einem Investor gekauft, der die Sanierung nach dem Kauf durchgezogen hat. Weil mich das Thema interessiert, stöbere ich sporadisch in den Immobilienportalen und habe gesehen: Die sanierten Wohnungen wurden zu absoluten Durchschnittspreisen am Markt angeboten, viele der Mieter sind augenscheinlich verblieben.

Was du beschreibst, ist also weder ein Naturgesetz noch eine feste Regel. Es ist eine individuelle Entscheidung des Besitzers. Wenn ein Eigentümer beim Gedanken an Gewinnmaximierung den moralischen Kompass verliert, ist er vielleicht einfach nicht der richtige Verwalter für Miet-Immobilien. Nötigt man den zur Abstoßung: Umso besser!

Daneben gibt es einen ganz anderen Grund, warum in den vergangenen Jahren die Zitrone oft bis aufs Letzte ausgepresst wurde - und der liegt in der naiven Finanzierung der vergangenen Nullzins-Dekade.
Da lief folgendes Spiel: Leute haben auf Kredit größere Mietimmobilien gekauft und extrem spitz auf Knopf kalkuliert. Die Rechnung war: Das Haus kostet X, meine monatliche Kreditrate ist Y. Da wohnen 6 Familien, die bringen mir Mieteinnahmen in Höhe von Z. Das ging auf, solange die Zinsen im Keller waren.
Dumm nur, dass viele eine kurze Zinsbindung (z. B. 5 oder 10 Jahre) gewählt haben, weil die Raten da noch billiger waren, und naiv glaubten, das ginge ewig so weiter. Als ab 2022 die Zinsen drastisch stiegen und die Zinsbindungen ausliefen, kam das böse Erwachen bei der Anschlussfinanzierung. Aus diesem Grund haben in den letzten Jahren überdurchschnittlich viele dieser Wohngebäude den Besitzer gewechselt. Die Leute mussten Notverkäufe starten. Der einzige andere Ausweg wäre gewesen, die Mieten massiv hochzuschrauben. Aber das funktioniert eben nur dort, wo extremer Mangel herrscht. Hier bei uns blieben die Wohnungen dann einfach leer, weil die Mieter weggingen. Ein Mitarbeiter aus meinem Team hat vor rund drei Jahren intensiv nach Immobilien gesucht - dem sind die massenhaften Zwangsversteigerungen von 4- bis 8-Parteien-Häusern in den Portalen sofort aufgefallen. Als ich ihm die Zins-Hintergründe erklärte, hat er bei den Besichtigungen mal genauer nachgebohrt. Und siehe da: Exakt das war nahezu immer der Grund, sofern er überhaupt Antworten bekam.

Conclusio:
Nicht Sanierungspflichten lassen Mieten primär in die Höhe schießen, sondern Wohnungsmangel. Das eine hat mit dem anderen erst einmal wenig zu tun. Die Annahme, dass Modernisierungen zwangsläufig zu einem dauerhaften Mangel an Wohnraum führen, entbehrt jeder statistischen Evidenz. Wohnraum verringert sich real nur dann, wenn Gebäude dauerhaft dem Markt entzogen werden.

Das passiert entweder durch Abriss/Umwidmung oder durch bewussten Leerstand.
Um mal weg von Meinungen hin zu Fakten zu kommen: Ersteres ist aufgrund einer Vielzahl von Rechtsgrundlagen, Satzungen und Verordnungen in Deutschland überhaupt nicht mal eben so möglich. Das schärfste Schwert der Kommunen ist hier die Zweckentfremdungssatzung. Die unterbindet im Grunde genau das: die willkürliche Vernichtung oder gewerbliche Umwandlung von Wohnraum.

Deswegen sind Aussagen wie: „Ich schieb das Ding mit dem Bulldozer platt und setze mir da ein Gästehaus hin“ schlicht Stammtisch-Parolen von Leuten, die die Rechtslage nicht kennen. Ein Gästehaus ist Gewerbe. Hier findet ein Abriss von Wohnraum und eine Umwidmung statt. Dafür sind so viele Genehmigungen von gut einem halben Dutzend Behörden einzuholen, dass es in Regionen mit angespanntem Wohnungsmarkt schlicht aussichtslos ist. Eine einfache erkaufte Baugenehmigung reicht da bei weitem nicht aus, bzw. kommt es so weit erst gar nicht.

Auf der anderen Seite ist ein dauerhafter Leerstand für einen privaten Vermieter vielleicht beim steuerlichen Verlustvortrag ganz nett, unterm Strich aber ein massives Verlustgeschäft. Die Grundbesitzabgaben, Versicherungen und kommunalen Kosten laufen schließlich weiter. Das kann sich wirtschaftlich keiner leisten - zumal die Immobilien durch den Sanierungsstau permanent an Wert verlieren. Wer so gegen die „Gesamtsituation“ protestieren will, schadet nur seinem eigenen Vermögen. Oder um es knackig zu formulieren: Der Typ kann nicht die hellste Kerze auf der Torte sein, wenn er ernsthaft dieser Ansicht ist. Deswegen: Lass ihn mal machen. Die Bemerkung, dass er ja wissen muss, ob sich das für ihn wirtschaftlich rechnet, habe ich ja nicht zum Spaß gemacht.

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Wie erklärt: Es geht nicht darum, ob sich das Ding in der Vergangenheit amortisiert hat. Es geht darum, ob es in der Zukunft zum unkalkulierbaren Groschengrab wird. Ein Eigentümer steht vor einer einfachen Entscheidung: Entweder er ficht utopische Umwandlungspläne jahrelang erfolglos vor Gerichten aus (und der scheint auch nicht mehr der jüngste zu sein...), oder er verkauft den Bumms an jemanden, der das Know-how und das Kapital für eine Sanierung hat. Wer wirtschaftlich klar denkt, wählt Letzteres. Genau so schließt sich der Kreis zu den zwei Häusern aus meinem Beispiel.

Diese wilde Annahme, dass die Gesetze zur punktuellen „Zwangsmodernisierungen“ zu einem Wohnungsmangel führen, ist ohnehin ein Mythos - mir widerstrebt es, das allein nur These zu nennen. Zumal selbst beim alten Gebäudeenergiegesetz (GEG) gilt: Wenn die Heizung läuft, läuft sie. Wenn sie kaputtgeht, darf sie repariert werden. Erst wenn nichts mehr zu retten ist und ein kompletter Neukauf ansteht, greifen die neuen Vorgaben. Und selbst da gibt es lange Übergangsfristen. Wer vorausschauend agiert, besorgt sich - so wie ich es vor Jahren gemacht habe - eine baugleiche Gastherme als Ersatzteillager auf Kleinanzeigen (hat mich nicht einmal 100 Euro gekostet).

Man kann eben permanent jammern oder einfach sein Hirn benutzen. Die Behauptung, dass Modernisierungsgesetze den Wohnraum kollabieren lassen, ist eine wilde Hypothese, die versucht wird, mit Einzelfällen zu belegen. Sie besitzt jedoch keinerlei verlässliche statistische Evidenz. Nicht einmal würde ich diesen Fall als mittelbar naheliegend, ganz zu schweigen von wahrscheinlich definieren.
In erster Linie ist es ein Argumentationsfaden von "Betroffenen" die ihren Status Quo unangetastet sehen wollen, damit sie schlicht so weiter machen können wie bisher. Und was bisher Sachstand ist, ganz ohne ominöse Zwänge, sollte über viele Jahre nun schon jeder mitbekommen haben. Es geht hier also nicht um "arme Vermieter", es geht um eine Gefährdung deren lukrativen Geschäftsmodells, zu dessen Schutz sie Argumente streuen, die oberflächlich zunächst plausibel klingen, in dem Wissen darum, dass sich der absolute Großteil er Leute, die die Message erreicht, einen Dreck um die weitere Recherche kümmern.
Das ist das selber wie mit den Argumenten gegen den Klimawandel, die zu einem irrsinnig hohen Anteil aus dem Geschäftsfeld der Petro-Industrie in die Diskussion gestreut wurden. Um so wichtiger immer genau hinzusehen von wo das Argument kommt, schließlich erkennt man so die Interessenskonflikte hinter manchen Aussagen.
 
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Master_3

Namhafter Pirat
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Hab ich auch nicht behauptet, die Wohnungen sind ja nicht weg, es kann sich nur der Ottonormalverbraucher diese nicht mehr leisten xD
Mein Beispiel mit dem Vermieter der sein Mietshaus dann dem Erdboden gleichmacht wollte ich nur signalisieren, dass du dadurch noch langsamer aus dem Wohnungsmangel den wir JETZT haben, rauskommst - weil dann mitunter in dem Dorf keine neuen Wohnungen dazu kommen und diese 8 Wohnungen in den Nachbardörfern gesucht werden - wo dann wieder der entsprechende Wohnraum vergriffen wird.

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Auch das hast du noch nicht ganz erfasst.
Hier gibt es ganze Siedlungen (!) die gehören einer (!) Familie
jt3e6er2.png

Das Haus was du oben siehst (das mit der leicht übertriebenen Hofeinfahrt und dem Pool neben dem Haus - denen gehört jedes einzelne verfickte Haus auf dem Bild.
SOLLTE die Stadt nicht parieren mit deren Bauwünschen dieser Familie, dann weißt man freundlich darauf hin, dass sich das in Zukunft mit den Spendengeldern aus deren Richtung bald ändern könnte...und schwups geht ALLES.
Mal abgesehen davon sitzen die logischerweise mit in den Stadträten - somit kommt sowieso schon vom Start weg wenig Gegenwehr.
Der Plan auf Dauer in dem Bild ist: In der Mitte einen Park anzulegen, die Häuser abzureißen und dort "angemessene" Wohnmöglichkeiten für die Enkel zu schaffen - es wird drüber disktutiert ob man unten im Bild die Zufahrt zur Siedlung mit einem Tor absperrt.

So wurden in weiteren Städten zu denen ich einen Bezug habe:
Eine Mitternachts-Sperrstunde der Stadt verhindert (es war EINER dagegen, dem zufällig eine Disco und noch ein paar andere Sachen gehört).
Im Nachbardorf hat eine Familie einen verfickten Tunnel unter einer Hauptstraße zwischen zwei privat Grundstücken genehmigt bekommen - damit die Enkelkinder entspannt zu den Großeltern zum Spielen können.
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(oben am Rand erkennbar der private Fußballplatz :) )
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(Ja, alles auf dem Bild...)

Ich zieh mir das ja nicht aus der Nase....klar ist das irgendwo eine anekdotische Evidenz - ändert aber nix an der Tatsache, dass ich dir damit schon eine Handvoll Städte aufzählen kann wo es nicht funktioniert genauso wie du mir deine aufgezählt hast wo es funktioniert...
Das Problem sit aber eben, dass aus deiner Erwähnung keine NEUEN Wohnungen entstehen, aber aus meinen Erwähnungen Wohnraum verloren geht. Wenn dafür in Köln ein neues 20 Parteien Wohnhaus gebaut wird, nice, das hilft nur leider hier sehr wenig und dann:
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kannste ja mal schätzen wer das bei uns aufkauft....

Das mag sicher nicht in jeder Stadt so sein und es ist auch nicht nur die Renovierungspflicht die dann evtl. kommt - aber das Problem ist nicht von der Hand zu weisen.
Denn nebenher geben auch viele Kleinvermieter das Vermieten auf, weil man halt Ärger mit Mietern hat oder hatte und als Mieter biste in Deutschland ERSTMAL besser geschützt als der Vermieter abgesichtert ist.
Da die dann aber wiederrum mit dem Geld "geplant" haben verticken die es an Investoren und dann haste nachher lokale "Monopole" und rate was dann passiert...

Und wo kein Kläger da kein Richter, welcher normalsterbliche wäre dumm genug dagegen zu klagen - die kommen vor kichern nicht in den Schlaf und du kannst vor Anwalts und Gerichtskosten nicht schlafen xD
 
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tastebin

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Wollt ihr euch ein Zimmer nehmen?🤣🤣🥳
 
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collo

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Verbraucherzentrale warnt vor schnelleren Stromsperren

Immer mehr Haushalten droht eine Strom- oder Gassperre.
Schon bei 100 Euro Schulden kann der Anschluss gekappt werden.


Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg verzeichnet seit mehreren Monaten einen Anstieg an Klagen wegen angedrohter oder bereits vollzogener Unterbrechungen der Strom- und Gaszufuhr.
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Ursächlich hierfür ist eine Novelle im „Energiewirtschaftsgesetz".
Demnach sind seit Dezember 2025 nicht mehr nur Grundversorger, sondern ebenso sogenannte Sondervertragsanbieter berechtigt, Energieanschlüsse zu unterbrechen.
Dies hat nach Ansicht der Konsumentenschützer zur Folge, dass eine größere Anzahl an Haushalten von dieser Maßnahme tangiert wird.

hier weiter lesen ...
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xNecromindx

Namhafter Pirat
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Das habe ich sehr gut erfasst, du erkennst aber nicht den Fehler in deiner eigenen Argumentation.
Da ich aktuell wenig Zeit habe dem Blinden Farben zu erklären, hier zwei Denkanstöße zum Nachdenken:

1) Dein Argument ist, die halten sich eh nicht an Regeln und Gesetze, trotzdem liegt es an Regeln und Gesetze, die ihnen nun das Vermieterdarsein vermiesen.
Das ergibt überhaupt gar keinen Sinn.

2) Ist ja schön, dass der Familie ein Wohnblock gehört... Es gibt Städte, da gehört die halbe Stadt einer Vermietergesellschaft. Mal als Begriff eingestreut: Vonovia.
Da ist es jetzt so, dass die in diesen Städten machen können, was sie wollen!?

Was du beschreibst ist Filz. Das ist das Problem der Stadt und der Leute die da wohnen.
Jeder kann in die Politik gehen - also ändere es, wenn es dich stört!
Dieser Filz fällt den Leuten aber irgendwann auf die Füße. Denn Recht ended nicht an den Stadtgrenzen. Treibt jemand Verfahren darüber hinaus, ist es egal wer sich da mit wem einigt und dann rollen idR. Köpfe.

Gerne noch einmal: Anekdotische Beweisführung ist kein Ersatz für einen empirische Beleg. Noch weniger ist es ein Beleg, Rechtsbeugung heranzuziehen, um damit zu argumentieren, dass geltendes Recht für irgend eine Entscheidung verantwortlich zu machen ist. Das ist offensichtlicher Unsinn.
 
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Master_3

Namhafter Pirat
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zu 1.: Da müssen wir etwas differenzieren, dann ergibt es sehr wohl einen Sinn: Es gibt einmal die Mieter die sich die Renovierung/Modernisierung nicht leisten können/wollen und von dem neuen Gesetz betroffen sein werden...und diese Verkaufen dann an oben genannte Familien die die Dinger garnicht wollen, sondern nur den Grund darunter. Daher meine Bedenken, weil hier schon mehrfach so geschehen.

zu 2.: Der Unterschied zu Vonovia ist, dass die dich höchstens mit einem Anwalt lange hinhalten.
Gerichtliche Auseinandersetzungen hier sorgen dafür, dass du evtl. keinen KiGa Platz bekommst, oder deine Kinder nicht zu der Privatschule schicken kannst, oder diese nicht in die örtlichen Sportvereine kommen, oder einfach mal öfter wer bei dir Zuhause vorbei kommt um zu kontrollieren ob bei dir alles seine Richtigkeit hat. Über Konsequenzen solltest du in einem der lokalen Betriebe arbeiten kannste dir selber eine Idee ausmalen.

Klar wenn du vor hast hier wegzuziehen (und zwar weit) dann kannste gefahrlos Klagen - haste aber vor hier noch ein weilchen zu bleiben (wenn du z.B. wie ich Eigenheim hast) ist das nicht nur sägen am eigenen Ast, sondern effektiv dein persönlicher Untergang in dem Städtchen.
 
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xNecromindx

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Ein Mieter modernisiert gar nicht. Darf er überhaupt nicht. Außer in Absprache mit dem Vermieter. Folglich verkauft ein Mieter auch nichts. Gehört ihm ja gar nicht.
Hat am Ende auch nichts mit dem Argument zu tun, sondern ist einfach ein völlig neues, abermals eine anekdotische Argumentation.

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Das ist Unsinn. Ob man mit irgendwem einen Rechtsstreit hat, ändert nichts an sonstigen Rahmenbedingungen. Außer da herrscht auch Vetternwirtschaft und jemand möchte da gerne seine ganz persönliche Rechtsstreitbeteiligung. Da kann man ja immer offen für Optionen sein...

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Ich komme selber aus einer Kleinstadt - 13.000 Einwohner. Da gabs den Stadt-Status nur, weil ein paar abgelegene Dörfchen in den 70ern zum Stadtgebiet dazugerechnet wurden, um signifikant über die 20k Marke zu hüpfen.
Meinem ersten Vermieter dort gehörten auch zahlreiche Häuser. Örtlicher Gas-Wasser-Scheiße Installateur. Schützenverein-Kasperle usw...
Den habe ich mal so in Grund und Boden geklagt, der hätte mir am Ende noch goldene Wasserhähne ins Bad gebaut, hätte ichs drauf angelegt. Fand der nicht so witzig. Aber was juckt es mich wie er das fand!? Hat für mich keinen Belang.
Wer jetzt meinen hätte können, mir gegenüber deswegen negativ zu stehen, hätte das ja machen können. Ist belanglos. Tatsächlich tat es aber niemand, von dem ich weiß. Hinter vorgehaltener Hand konnte man von dem ein oder anderen stattdessen sogar hören: Endlich hat der mal aufs Maul bekommen!

Wer sein faires Recht in Abhängigkeit der Gunst anderer setzt, der hat weder Haltung noch verstanden was genau das Problem ist. Und glaub mir... im Laufe meines Lebens habe ich mich mit so manchem gefetzt... Ob es der Oberbürgermeister der besagten 600.000 Einwohnerstadt war, einen Richter am LG oder auch mal einem Klinik-Chefarzt... Ach, und die Bürgermeisterin des besagten Kleinstädchens hatte ich mal aus dem Betrieb rausgeschmissen, in dem ich damals gearbeitet hatte. Das resultierte sogar damals in einem hämischen Bericht in der Kreiszeitung "Bürgermeisterin des Grundstücks verwiesen" oder so ähnlich. Die wollte sich dann nämlich Medial echauffieren, dumm nur für sie, dass der Journalist - wie die das halt so machen - bei den andern Beteiligten halt mal Zusatzinfos geholt hat - da ist der Papa doch gern behilflich...
Zumindest mir ist völlig gleichgültig wer mir da vor die Flinte kommt. Du würdest dich wundern wie wenig es dir zum Nachteil ist, mehr sogar noch umgekehrt ausgehen kann.
Deswegen, nein, sehe ich deine Befürchtung da überhaupt nicht. Sie tritt nur ein, wenn man das mit sich machen lässt. Denn all diese jämmerlichen Pisser spekulieren darauf, dass sie mit ihrer Art durchkommen. Einfach kackdreist agieren und darauf setzen, das alle um einen herum einfach nur nicken und den Schwanz einziehen. Bestes Beispiel dafür ist so ein Würstchen wie Trump - der spielt diese Karte bis zum Erbrechen. Dem sein Kartenhaus bricht nun auch Stück um Stück zusammen. Einfach noch dreister sein. Kommen die überhaupt nicht mit klar.

Die ganze Argumentation "oh, besser nichts sagen" ist demnach keine sachliche Auseinandersetzung mit dem Thema, sonder einzig und allein angstgetrieben. Angst ist aber nie ein guter Berater.
 
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Master_3

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Sorry, das war natürlich ein Fehler, Vermieter sollte es auch heißten - dann ergibt das geschriebene auch einen Sinn.

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Jetzt hast du es verstanden. Kannst ja gerne an 5 oder 6 Ecken der Stadt gleichzeitig klagen, möchte sehen wie lange du das A) Finanziell und B) deine Familie Stressmäßig mitmacht.
Über Monate, weil die Justiz so schnell ist, während deine Frau Zuhause auf das Kind aufpasst, weil du keinen KiTa Platz bekommst und kein Geld verdient, weder jetzt noch für die Rente, weil da die Punkte später fehlen.
Das kannst du machen wenn du Single oder höchstens in einer Partnerschaft bist - sobald du Kinder hast bist du easy angreifbar.
Und selbst ohne Kinder hängen wie erwähnt Job und/oder ggf. deine Wohnung oder Wohnsituation daran.
 
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xNecromindx

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Wie kommst du darauf, ich hätte es bisher nicht? Ich habe das mehrfach erwähnt...

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Du denkst zu unkreativ.
Klagen dauert oft zu lange, klar. Es gibt doch einen viel einfacheren Weg: Stell Strafanzeige!

Man bedrängt dich in irgend einer Weise von jeweiligen Personen? -> Strafanzeige wegen Nötigung §240 StGB
Du hast Grund zur Annahme, dass deinen Kindern ein Kita-Platz verwehrt wird, weil du "unbequem" bist? -> Strafanzeige wegen Vorteilsname (§331 StGB), Bestechlichkeit (§332 StGB) und/oder Artikel 3 GG (Gleichbehandlungsgebot)
Du bist der Auffassung, dass bei Entscheidungen krumme Dinger laufen? -> Strafanzeige wegen Rechtsbeugung (§339 StGB)

Dann hetzt man denen schon einmal unangenehmen Besuch außerhalb deren Dunstkreises auf den Hals. Die sind es doch, die sich erklären müssen. Und einer Strafanzeige (die jetzt nicht offenkundiger Nonensens ist) muss die Polizei nachgehen bzw. es bei hinreichenden Verdachtsmomenten an die Staatsanwaltschaft geben.
Kommt es zum Verfahren (sofern es dich überhaupt persönlich involviert abseits von Aussagen), dauert das lange? In keinster Weise. Denn insbesondere bei der Frage zu Kitaplätzen und damit beruflich bedingten Einschränkungen sind Eilanträge gemäß §123 VwGO quasi ein Selbstläufer.
Nicht zuletzt existiert nach §24 SGB VIII ein Rechtsanspruch auf Kitaplätze. Und dann fährt man Schlitten mit der Stadt: Ihr habt keinen Kita-Platz? Achso... Dann erklärt euch das mein Anwalt jetzt mal näher... Der kann die so auf links drehen, dass, wenn es wirklich nur darum geht dir eins auszuwischen, die sich mit jedweder Aussagen nur weiter belasten können.

Sich da hin zu stellen mimimi zu machen "ist ja alles doof" und dann die Schultern zu zucken mit "kann man ja eh nix machen" nenne ich einfach mal ganz verächtlich: Schwanz einziehen.
Wenn du anstelle der kreativen Leistung dir alle möglichen Befürchtungen auszudenken, die selbe Kreativität in die Suche nach Wegen und Mitteln dagegen steckst, tust du nicht nur etwas sinnvolles, sondern du beginnst auch Dinge zu ändern.
Du tust ja so, als wärst allein du, in deinem aufgemachten Beispiel, betroffen von all diesen Rahmenbedingungen. Nein, sorry. Ich habe auch Kinder... Ich hab auch nen Job - man glaubt es kaum. Ich habe sogar ein Eigenheim, kann also nicht "einfach mal" umziehen... Ja und!?
Trotzdem ducke ich mich nicht weg und bin da unbequem. Was ist denn schon ne Stadtverwaltung!? Mit denen habe ich mich schon so oft gestritten... Die Stadtverwaltung, spezifisch Ordnungsamt, einer etwas weiter entfernten Stadt hier, habe ich auch schon mal eine Anzeige wegen Falschbeurkundung im Amt (§348 StGB), allgemeinsprachlich "Urkundenfälschung", reingedrückt. Na da war was los...
Aktuell streite ich mich mit meinem örtlichen Zahnarzt, über eine abgerechnete Position, die nicht geleistet wurde. Meinst du, jetzt bekomme ich da keine Termine mehr? Das kann er ja gerne versuchen...

Es heißt ja nicht, dass man gedankenlos ohne Konsequenzen zu bedenken einfach mal macht, nein. Es geht darum, dass man sich ansieht welche Spielzüge der Gegner machen kann und wie man sich darauf vorbereitet. Wenn da jemand im Unrecht ist, muss man einfach nur seine Spielzüge machen, weil der andere, wenn er sein Ding weiter fährt, mit jedem Zug noch mehr unumkehrbare Fehler begeht. Wie in dem Beispiel oben mit der Anzeige. Als mein Telefon damals klingelte und ein erboster Amtsleiter am andern Ende war, war meine erste Antwort dann nicht der Beginn einer endlose Diskussionsschleife um das Anliegen, sondern die schlichte Aussage: Bevor wir über die Sache reden, beginnen wie mal damit: Woher haben Sie überhaupt meine Nummer? Hoppala... wurde es auf einmal still am andern Ende.
Wenn da dann Leute sitzen, die, in dem Moment wo sie deine Nummer im Display sehen, einen spontanen Schweißausbruch bekommen, hast du alles richtig gemacht. Das ist die Strategie Cäsar: Oderint, dum metuant! -> Mögen sie mich hassen, wenn sie mich nur fürchten! Denn warum vor Leuten den Kniefall proben, die es doch eh nicht gut mit dir meinen!? Ich würde dir ja zustimmen, würden wir von der Stadtverwaltung von Moskau oder Pjöngjang reden. Aber Deutschland!? Hier fällt man doch nicht spontan beim Fenster putzen aus dem 37. Stock.
Klar, machen wir uns nichts vor: Ist jetzt nichts für jedermann und muss man schon irgendwie "bock" drauf haben. Nicht zuletzt auch grob wissen wie man solche Auseinandersetzungen führt und wo die dann in Fallen laufen (also diese erkennen oder gezielt stellen), um so richtig schön den Finger in die Wunde zu bohren. Nur halte ich mich in keinster Weise für so "genial", dass ich da jetzt er einzige wäre, der das hinbekommt.
Nur ist es eben nicht so, dass man dem einfach ausgeliefert wäre. Das ist eine absolut falsche Darstellung der Umstände.
 
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tastebin

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Jetzt muss ich aber mal da auch was geiles einwerfen. Habe heute 730€ zurück bekommen. Hammer. Das kommt so gut mit dem neuen Job. Keine Sorge bis zum ersten Lohn.😍
Hab aber auch wegen dem Grasanbau ein Jahr 170/Monat gezahlt.🤷
Das nur als Warnung das solche Lampen ordentlich fressen und ihr eine smarte Steckdose nutzen solltet um rechtzeitige Kalkulationen überhaupt möglich zu machen.😎✌️
 
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Master_3

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Auch dazu kann ich dir vermelden, dass in der Stadt hier vor zwei Jahren rund 100 Kinder keinen KiTa Platz oder Tagesmutterbetreuung bekommen haben - die Stadt hat sogar darum gebeten verklagt zu werden, dadurch konnten die beim Bund eine Ausnahmegenehmigung erreichen, dass die Tagesmütter ein Kind mehr betreuen durften und die Kindergärten die Gruppen um bis zu 2 Kinder überziehen durften.

Waren dann nur noch etwa 50-60 Kinder die keinen Platz haben xD
Und jetzt? Die weitere Klage auf Betreuung läuft. Da passiert genau Null. Und wenn am Ende rauskommt dass du recht gehabt hättest hast du bis dahin keinen Job mehr und/oder der Haussegen hängt so schief das du alleine da sitzt.
Ob du einer von den 60 bist entscheidest du selber mit...wie wärs mit einer kleinen Spende Richtung Kindergarten oder dessen Förderverein?

Ich habe mich auch schon mit dem örtlichen Ämtern angelegt, Finanzamt, Ordnungsamt, der Bürgermeister bekommt regelmäßig sein Fett weg - auch wenn dieser eigentlich auch nur eine Gallionsfigur ist...
Ich bin keiner der sich wegduckt, aber ich weiß durchaus wann es besser ist mitzuspielen um nicht vorsätzlich die Zukunft der Kinder zu verbauen, wenn der Krieg schon verloren ist bevor du das Schlachtfeld betrittst.

Und du musst dann auch erstmal Hieb und Stichfest nachweisen wieso gerade du bzw. dein Kind abgelehnt wurdest und dass das voller Absicht war - die könnten dir eiskalt vor Gericht ins Gesicht sagen die haben gelost und du hättest nix in der Hand.
Und selber darfste auch keine Leichen im Keller haben, ansonsten machste dich auch direkt wieder angreifbar.
 
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xNecromindx

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Ja siehst du. Läuft doch.

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Auch hier fehlt die Kreativität:
Dann sucht man sich eine Tagesmutter. Sind Kita-Plätze nicht machbar, dann bekommt man da - das hängt von Stadt, Land und Situation ab - von kompletter Förderung bis zur Beihilfe sogar Geld erstattet.
Nicht zuletzt kann man, auch wenn ich mich jetzt nicht als Steuerberater hier betätigen will, bis zu 4000 Euro im Jahr in der Steuererklärung dafür geltend machen.

Für Probleme gibt es Lösungen. Sind sie immer optimal? Nein, eher nicht. Aber diese Schwarz/Weiß ultima ratio "Job weg" ist halt quatsch.
Ja, und bekanntlich gibt es in Deutschland für jede Lösung ein Problem, denn nun willst du mir sicher sagen: Tagesmütter sind bei uns überhaupt nicht zu bekommen und wenn nur für Trillitastillionen!
Auch dazu mal ein paar Infos, weil sich meine Frau damals mal dafür interessierte: Man kann das auch Quasi-Gewerblich selber aufziehen, indem man sich zur offiziellen Tagesmutter macht. Dann gibt es da ein paar Auflagen bzgl. der Wohnsituation - kann also nicht grundsätzlich jeder machen - und der Anzahl der Kinder die dort dann gleichzeitig betreut werden dürfen. Ich glaube ein Seminar musste man dann noch machen... bin ich mir nicht mehr sicher (weiß das nur über meine Frau, die da recherchiert hat). Sowas kann man also auch organisieren, wenn die Not in der Gemeinde so groß ist... Hier bei uns hatten das zur Hochzeit des Aufeinanderfalls so vieler Geflüchteter (Ukraine, Syrien, usw...) mehrere ältere Ehepaare so gemacht, und damit nebenher bissel was verdient. Heute sogar noch optimaler, dank gelockerter Regeln hinsichtlich Zusatzeinkünfte neben der Rente.
Das Leben ist halt da besser als die Mathematik: Denn das Leben bietet fast immer mehr als eine Lösung.

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Ähm, nein!? Du musst dort gar nichts beweisen. Die müssen ihr Verfahren offenlegen. Die müssen nachweisen wie die Vergabe passierte. Das müssen die ja dokumentieren.
Das ist da ein genereller Irrglaube hinsichtlich der Rechenschaftspflichten einer Behörde. Deswegen sind die auch so unflexibel und Entscheidungsunfreundlich. Denn alles was die tun muss dokumentiert, gegengezeichnet, belegbar und abgestimmt sein. Die müssen also nachweisen, wie sie was gemacht haben. Also auch, wie so ein Losverfahren ablief, wer da anwesend war, usw. - so etwas erfordert dann z.B. mind. das 4-Augen-Prinzip ect...
Da können die also gar nichts "eiskalt" sagen. Denn tätigen sie in diesem Kontext bewusste Falschaussagen... tja... dann haben die ein ernstes Problem. Bei Verurteilung automatischer Verlust von Beamtenstatus, usw... Da haben die ganz persönlich so einiges zu verlieren und die Loyalität gegenüber Leuten in der Nahrungskette über ihnen schwindet da schnell.
Und Ungereimtheiten in solchen Dokumentationen sind allein schon wegen "menschlichem Versagen" schnell gefunden. Wenn ich zahl richtig im Kopf habe: Etwa 50% der Bußgeldverfahren für Verkehrsvergehen gehen zu Gunsten des Beschuldigten aus: Ein Großteil allein wegen Verfahrensfehler bei der Messung, der Dokumentation dessen oder what-ever. Will heißten: Ja, du warst zu schnell. Aber der Knipskasten stand halt nicht richtig oder die Filme sind nicht korrekt nummeriert... Das Verfahren hatte also Fehler und ist damit pauschal null und nichtig. Hieße auf die Kita übertragen: Dann muss eben neu gelost werden - diesmal aber korrekt!

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Das ist völlig Wurscht. Selbst wenn du die Frau vom Bürgermeister gebummst hast, ist das Belanglos in einem Hauptsachverfahren zu einem völlig anderen Thema.
Deutsches Recht verfolgt den Grundsatz der Relevanz. In einem Verfahren finden nur Aspekte Verwertung die eine Relevanz für die Sache haben. Ob du notorischer Falschparker bist und die Ordnungsamt-Tussi ne Kravatte bekommt, wenn die dich nur sieht, ist bei einem Verfahren bzgl. einer Auseinandersetzung hinsichtlich Kita-Plätzen so relevant wie der Sack Reis, der in Peking gerade umfällt.
Die Leichen im Keller müssen dann also schon extrem speziell sein.
 
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Master_3

Namhafter Pirat
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Also wenn du nach spätestens 2 Jahren Elternzeit nicht wiederkommst, dann kann ich dir als Betriebsratsmitglied versichern, hält kein AG dir deinen Platz warm, weil du in einem halben Jahr, Jahr, 1,5 oder 2 Jahren wiederkommst wenn du dann endlich dein Kind irgendwo unterbringen kannst, es sei denn du bist absolut unersetzbar oder hast ne Menge Vitamin B.
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1. Meinst du nicht, dass die verbleibenden 50-60 Kinder die keinen Platz bekommen haben ihre Möglichkeiten nicht ausgeschöpft haben und lieber im Ungewissen rumgeschommen sind?
2. Aber auch das ist nicht das selbe. Wenn die sich morgens krank meldet bist du wieder aufgeschmissen, weils halt ne One Man Show ist. Dann fängste an mit den "blauen Scheinen" zu jonglieren um das irgendwie zu überbrücken und und und.
Preislich ist das an sich egal, da KiTas und Tagesmütter hier gleiche Kurse verlangen müssen - ist durch die Stadt geregelt.
Aber glaubst du wirklich, dass jemand mit einem gut bezahlten, festen Job sich hinsetzt und sagt "Jo scheiß auf das Geld, ich mach jetzt Tagesmutter", weil das auch jeder einfach kann und möchte? Ich kann dir sagen, dass das für z.B. meine Frau keine Lösung wäre....

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Bei unserem Kindergarten entscheidet die KiGa Leitung aus einem Pool von Kindern welche sie aufnimmt - da geht es z.B. darum wer bereits Geschwisterkinder im KiGa hat/hatte, aber eben auch, wer sich in der Vergangenheit mit dem KiGa angelegt oder besonders eingebracht hat oder wer bereits lange auf einen Platz wartet.
Da gibt es kein 4 Augen Prinzip - auch nicht wenn sie losen würde...
Bedenke, dass die Regeln je nach Bundesland MASSIV unterschiedlich sind, wer da wo wieviel Entscheidungsgewalt (Stadt, Träger, KiGa Leitung) hat und wer evtl. als neutrale Person dabei sein muss etc..

Und stell dir vor, unsere Kindergarten-Leitung ist im sehr nahen Austausch mit der Elite der Stadt, schließlich fließen da auch die ein oder anderen Spenden in 4stelliger Höhe :)

Und genauso ist es mit den Vermietern (um darauf mal zurück zu kommen): Wenn du in dem Ort deine Bude an jemanden vermietest deren Nachname den Hohen Herren nicht gefällt, dann biste die längste Zeit in deren Kreisen unterwegs gewesen. Auch da wird nicht am eigenen Ast gesägt.

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Das habe ich auch nicht gesagt das das jenes Verfahren betrifft, aber man macht dir das Leben eben anders schwer, dann wird bei dir eben mal ganz genau hingeschaut, sei es Schwarzarbeit, wie dein Grundstück bebaut ist, du kannst dir sicher sein, dass du die nächste Zeit auf jedenfall zu tun haben wirst.
Und spätestens wenn du dein Kind hier auf eine Privatschule schicken willst ist dann so oder so Schluss, da kannst du dann noch so viel Klagen, wenn dein Name da auf der Schwarzen Liste steht.
 
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xNecromindx

Namhafter Pirat
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Wer hat davon geredet!? Das holst du jetzt aus dem Hut. Darum geht es doch gar nicht.

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Auf Grundlage meiner Menschenkenntnis: Ja, das halte ich für ziemlich realistisch.
Aber die anekdotischen Belege spare ich mir mal an dieser Stelle.

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Ähm, bist du dir ganz sicher, dass du Kinder hast und die in einen Kindergarten gehen!?
Unsere sind da ja nun schon etliche Jahre raus, aber dennoch kann ich mich lebhaft daran erinnern, wie alle paar Wochen der Kindergarten morgens mal anrief mit der Frage: Ähm, wäre es möglich, dass sie ihre Kinder heute nicht zu uns bringen? Bei uns sind jetzt 3 Mitarbeiterinnen krankheitsbedingt ausgefallen und wegen dem Betreuungsschlüssel... bla bla....

Dieses Argument ist offenkundig linke Tasche, rechte Tasche.

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Du hast schon gelesen, was ich geschrieben hab? Hier haben das seiner Zeit Rentner gemacht. Renter, das sind die, die 365 Tage im Jahr noch Resturlaub zur Verfügung haben.

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Der erste Teil ist rechtlicher Standard in Deutschland. Gilt übrigens auch für Schulen.
Ein Teil in dem Satz ist aber klar rechtswidrig:
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Das ist keine Entscheidung die die für sich treffen können. Das kann der örtliche Taubenzuchtverein für sich so entscheiden, wobei selbst der Vereinsrecht untersteht, aber ein öffentliche Einrichtung hat gewisse Pflichten, unter anderem Rechenschaftspflichten. Diese bedingen, dass für solche Tätigkeiten min. zwei Personen tätig werden müssen. Genau das soll nämlich Vetternwirtschaft oder allgemein gesprochen Korruption verhindern. Trifft auch privatwirtschaftliche Unternehmen, wenn die gewisse Standards auf ihr Aushängeschild schreiben.

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Krudes Argument. Das eine wäre: Will man in solche "Kreisen" unterwegs sein? Hätte ich ja mal so gar kein Interesse dran. Und zum anderen: Was machen sie dann? Nicht mehr grüßen? Klingelmännchen? Grimmig an der Netto-Kasse gucken? Mich schauert es ja jetzt schon...


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Du hast den Teil oben mit §240 StGB "Nötigung" gelesen?
Merke: Schlitten fahren ist am schönsten zu zweit...
 
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