Euer zuletzt gesehener Film - Eure Meinung/Bewertung

Shadowhead

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Americana (2023)

Cal Starr schaut manchmal vielleicht ein bisschen zu viel Fernsehen. Besonders Western haben es ihm angetan. Nun ist der Junge aus irgendeinem Grund felsenfest davon überzeugt, die Reinkarnation des Ende des 19. Jahrhunderts erschossenen Sitting Bull, dem Stammeshäuptling der indigenen Lakota, zu sein. Des Weiteren geht es um ein Ghost Shirt, das eng mit einem indigenen Glauben verbunden ist. Das ist eine saftige Million Dollar wert – und liegt jetzt im Auto von Cals Mutter Mandy, die sich damit aus dem Staub vor ihrem gewalttätigen Freund Dillon machen will. Aber Cal denkt gar nicht daran, sich mitnehmen zu lassen. Denn er ist immer noch im Glauben, als wiedergeborener Sitting Bull zurück zu "seinem" Volk finden zu müssen.
Hat mich positiv überrascht mit seinem kuriosen Plot und seiner Erzählweise. Dazu kommt ein toller Cast, der alle paar Minuten dezimiert wird! Doch alles bringt einen zum Ende, welches zu Tränen rührt.

7,5/10
 
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Shadowhead

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Red Sonja (2025)

Sonja ist eine äußerst talentierte junge Schwertkämpferin. Auf der rothaarigen Schönheit lastet aber ein schwerer Fluch. Sie kann niemals einen Mann lieben – außer er kann sie vorher im Kampf besiegen. Sonja lebt in ständigem Dauerclinch mit einem bösen Imperator, der es darauf anlegt, die Welt zu unterjochen – den dazu notwendigen Talisman in Form eines Buches hat er bereits in seinen Besitz gebracht. Sonja will ihm unbedingt das Handwerk legen.
Auch die Neuauflage der Geschichte kann man nicht als gelungen bezeichnen. Selbst für Hardcore-Fans wie mich kaum zu ertragen.

4/10
 
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KOLWE-X

...sucht das ONE PIECE
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Dracula – Die Auferstehung (2025)


Nach dem Tod seiner Frau schwört ein Graf aus dem 15. Jahrhundert Gott ab und wird zum Vampir. Jahrhunderte später, im London des 19. Jahrhunderts, sieht er eine Frau, die seiner verstorbenen Frau ähnelt, und verfolgt sie.

Fazit: Ich glaube langsam, dass Luc Besson seine besten Regiezeiten bereits hinter sich hat, denn das, was hier abgeliefert wurde, war gelinde gesagt ein Griff ins Klo.
Allein schon der deutsche Titel ist hanebüchener Schwachsinn, denn wie kommt man von „Dracula: A Love Tale" auf „Dracula – Die Auferstehung"? Beim Originaltitel hätte ich mir schon ungefähr denken können, was mich erwartet, doch beim deutschen Titel …

Der Film fängt noch recht gelungen an, denn wir sehen Dracula (noch als Mensch) im Kampf gegen das Osmanische Reich. Dabei verliert er seine Geliebte und gibt Gott die Schuld an ihrem Tod – prompt wird er bestraft, sodass er nicht mehr sterben kann.
Die Handlung geht dann im 18. Jahrhundert weiter, und Dracula sucht noch immer nach der Reinkarnation seiner Geliebten Elisabeta. Genau hier beginnen die Hauptprobleme des Films. Die Geschichte basiert sehr lose auf Dracula von Bram Stoker, sodass wir vereinzelt Figuren aus dem gleichnamigen Roman serviert bekommen, doch alles ist nun in eine Art Liebesgeschichte verpackt.

Klingt noch alles ganz nett, aber mein größtes Problem hierbei ist Dracula selbst, denn er ist nun offenbar nahezu unverwundbar. Selbst in der Sonne kann er problemlos herumlaufen, und ein richtiger Vampir ist er anfangs auch nicht. Erst später kommt dieses Thema stärker zur Geltung, indem er Gefolgschaft um sich schart, indem er Frauen beißt. Ach ja, und kleine Steingargoyles (grauenhaftes CGI) hat er ebenfalls am Start.
Der größte Blödsinn ist jedoch, dass er mit einem berauschenden Parfüm die Frauen auf sich aufmerksam macht und diese sogar wie Marionetten steuern kann – selbst bei manchen Männern scheint das zu funktionieren.

Dann haben wir noch Christoph Waltz als Dr. Van Helsing, und Waltz macht das, was er immer macht: Er spielt Hans Landa. Sorry, bei aller Liebe – ich fand ihn wirklich einmal gut, doch mittlerweile gehe ich sogar so weit zu sagen, dass er kein wirklich guter Schauspieler ist, denn er spielt gefühlt immer gleich: etwas verträumt, verpeilt, eingebildet und sehr trocken.

Lange Rede, kurzer Sinn: Hier wusste offenbar niemand so wirklich, was das am Ende für ein Film werden sollte, und ironischerweise wird er nicht einmal als Komödie gelistet – was bedeutet, er ist auch noch unfreiwillig komisch. Das Beste am gesamten Film ist noch der Score von Danny Elfman.

4/10 – „Dracula – A drama-love-comedy" wäre wohl der passendere Titel gewesen
 
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KOLWE-X

...sucht das ONE PIECE
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Marco (2024)


Ein Vorfall erschüttert die Familie Adattu. George, das Oberhaupt der Familie, macht sich auf, um die Wahrheit aufzudecken. Gleichzeitig begibt sich sein jüngerer Bruder Marco auf dieselbe Suche, jedoch auf einem anderen Weg.

Fazit: „Der brutalste indische Film, der je gedreht wurde" – so oder so ähnlich geistert dieser Film schon eine ganze Weile durchs Internet. Also musste ich mir dieses Machwerk ebenfalls einmal zur Gemüte führen.
Der Film warnt den Zuschauer bereits zu Beginn, dass er brutal ist und auch Gewalt gegen Frauen, Kinder und Schwangere zeigt. Okay … ich wüsste nicht, dass ich jemals zuvor eine solche Warnung gesehen habe. Danach bekommen wir einen fast zehnminütigen Vorspann, offenbar mit noch mehr Warnhinweisen (oder was auch immer – da ich die Schrift nicht lesen kann) und viel indischem Gesang, der dem Zuschauer wohl vermitteln soll, dass dieser Film „Marco" heißt.

Wenn der Film dann endlich die Güte besitzt zu starten, darf man sich über 140 Minuten (!!!) eine Story ansehen, die auf einen Bierdeckel gepasst hätte. Ohne auf jede einzelne Szene einzugehen, kann man eines festhalten: Der Film ist viel zu lang geworden.
Das liegt jedoch nicht an der Handlung – diese hätte man problemlos auf 90 Minuten kürzen können –, sondern an der Machart. Nahezu jede Szene läuft in einer Art Bullet-Time ab. Beim Kämpfen sieht das hin und wieder stylisch aus, aber doch bitte nicht, wenn sich jemand eine Zigarette anzündet oder seine Jacke anzieht.

Allgemein ist die Handlung mehr als fragwürdig, denn beide Seiten haben gefühlt in jeder Szene die Möglichkeit, ihren Kontrahenten umzubringen. Hat denn wirklich niemand mal eine Pistole in der Tasche versteckt? Auch Marco selbst wirkt anfangs wie der Hulk auf Steroiden, ist zwischendurch plötzlich schwach und verletzlich, nur um im nächsten Moment wieder nahezu unzerstörbar zu sein.
Alles ist permanent auf extrem cool getrimmt, in Zeitlupe und begleitet von teils nerviger Musik. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was man hier bieten wollte. Ein „John Wick" ist es jedenfalls nicht, denn auch die Kampfchoreografien sind eher mittelmäßig.

Doch um eine Besprechung der Gewalt kommen wir nicht herum. In den ersten zwei Dritteln des Films war ich noch kurz davor, mich zu fragen, weshalb man überhaupt eine solche Warnung ausspricht, denn vieles hat man schon einmal gesehen – nur besser und teils auch härter.
Im letzten Drittel jedoch, wird die Warnung mehr als deutlich.


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Ja, ich weiß, die Welt ist krank, doch ganz ehrlich: Braucht es so etwas? Übermäßige Gewaltdarstellung kaschiert keine dumme, flache Story, sondern zeigt eher, worauf hier wirklich Wert gelegt wurde – nämlich möglichst viel Aufmerksamkeit zu erzeugen. Und das ist mehr als schwach. Aber selbst ohne diese Gewaltspitze am Ende bleibt unterm Strich ein schwacher Rachefilm mit wenig Neuem und kaum nennenswerten Szenen oder Effekten.

2/10 – zu lang, unnötig brutal und grottenschlecht synchronisiert
 
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berscha

Namhafter Pirat
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The Witch Part 2 - The other one 2022

"Eine Teenagerin wird in einem mysteriösen Laborkomplex gefangen gehalten und leidet dort nach Experimenten unter unerklärlichen und bedrohlichen Flashbacks. Unter Einsatz ihrer telekinetischen Kräfte gelingt ihr die gewaltsame Flucht aus der Anlage. Sie lernt das Geschwisterpaar Kyung Hee und Dae Gil kennen, das sich ihrer annimmt. Bei ihnen erlebt sie erstmals so etwas wie menschliche Wärme und Geborgenheit und die beiden versuchen alles, sie vor ihren zahlreichen Verfolgern zu schützen."

Den esten Teil (2018) fand ich gut, also ran an den 2. Teil. Kennt man den ersten kann das helfen, es wird jedoch genügend erklärt, um ohne ihn auch zu erkennen, worum es geht. Eigentlich ist dieser 2. Teil genauso wie der erste, nur die Personen wurden ausgetauscht, genauso viel, dass man nicht denken müßte, es bräuchte ihn nicht. (Wieder mal: koreanisch, daher etwas anderes Schauspiel, aber nicht so sehr viel wie bei zb. K-Drama-Liebesschnulzen aber ansonsten) Überzeugende Darsteller, man weiß bei fast allen sofort ob gut, böse, Befehlsempfänger, Bösewicht usw, natürlich ist das CGI nicht so gut wie man es aus Hollywood erwarten würde, doch vieles spielt im Dunkeln, daher fällt das nicht schwer ins Gewicht. Generell ist das ganze doch ziemlich gut inszeniert, die Hauptdarsteller machen ihre Sache gut. Kommen wir zum Ende: Was soll ich sagen, es ist offen... Ich hoffe, dass die Gerüchte aus Moviehooker stimmen und ein 3. Teil gedreht werden soll, ich wäre dabei. Dieser 2. Teil ist zwar teils richtig übertrieben, doch hier möchte man einfach, dass das ganze gut ausgeht, dann war mir das zu übertriebene auch nicht soooo wichtig. Wer SF mit symphatischen Cast und einer Story als Mittel zum Zweck mag sollte mal reinschauen.

6,5/10
 
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KOLWE-X

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Hell House LLC II: The Abaddon Hotel (2018)


Acht Jahre nach der tragischen Eröffnung ist eine investigative Journalistin davon überzeugt, dass in dem verlassenen Hotel noch wichtige Beweise vorhanden sind. Sie stellt ein Team zusammen, das ihr helfen soll, in das Gebäude einzubrechen.

Fazit: Für den Erstling und das Prequel konnte ich noch Sympathien aufbringen, aber ab diesem Teil geht die Reihe leider steil bergab. Dabei ist für Found Footage durchaus einiges an gutem Material vorhanden: gruselige Aufnahmen von Geistern, einige unheimliche Geräusche und vereinzelte Jumpscares.

Storytechnisch wirkt jedoch vieles arg an den Haaren herbeigezogen. So bleibt unterm Strich ein müder Aufguss des Vorgängers mit eher verzweifelten Versuchen, zu erklären, wieso und weshalb es zur Katastrophe in der Halloween-Nacht kam.

4/10 – kann man sich ansehen, aber man verpasst auch nichts Großes
 
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KOLWE-X

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Hell House LLC III: Lake of Fire (2019)


Nach Jahren der Schließung wird das mysteriöse Abaddon Hotel von Russell Wynn für seine Show "Insomnia" wieder zugänglich gemacht. Bald kommt es zu unerklärlichen Phänomenen und die Gäste der Show erleben eine unvergessliche Nacht.

Fazit: Au weia, was für ein hausgemachter Blödsinn. Nach so vielen Toten und vermissten Personen würde man doch annehmen, dass die Gemeinde dieses Gebäude einfach abreißen lässt. Aber nein – da kommt ein Millionär vorbei, kauft das Teil und will dort eine Live-Show seiner eigenen „Faust"-Interpretation aufführen.
Man hätte so viel aus dieser Idee machen können, doch die Macher haben offenbar vergessen, dass es sich hier um einen Horrorfilm handeln soll. Grusel? Fehlanzeige! Jumpscares? Praktisch keine vorhanden! Handlung? Konnte ich ebenfalls kaum erkennen – außer dass man mit dem Schluss die Reihe wohl endgültig abschließen wollte, was jedoch eher noch mehr Fragen aufgeworfen hat.

1/10 – knapp 90 Minuten vergeudete Lebenszeit
 
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Knolan

Namhafter Pirat
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Keeper (2025)

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Inhalt:
Malcolm verbringt ein paar Tage mit seiner Freundin Liz in einer Hütte, um ihren Jahrestag zu feiern. Malcolm muss jedoch zurück in die Stadt, um einen Patienten zu besuchen. Liz bleibt im Haus zurück, wo sie unter beängstigenden Visionen leidet.

Kritik:
Keeper ist der neue Film von Osgood Perkins, der mit Longlegs bereits einen spannenden und stimmungsvollen Horrorfilm abgeliefert hat. Ein zweiter Longlegs ist Keeper zwar nicht geworden, aber immerhin ein atmosphärischer und für mich audiovisuell ansprechender Film. Das war es dann allerdings auch schon.

Die Story ist wohl im Subgenre des Folklore-Horrors anzusiedeln. Leider passiert im gesamten Film nicht viel. Wenn nicht viel passiert, kann man auch nicht viel zeigen – und so plätschert der Film vor sich hin. Bis zum Ende gibt es wenig bis gar keine Überraschungen, und der Film bleibt vorhersehbar.

Kann man aushalten, muss man aber nicht.

Und so sind es für mich lediglich …

4 von 10 Schokoladentörtchen.
 
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