Das grauenvolle Tagebuch des Grauens

Shadowhead

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»Melody sagt, du darfst Aoki nicht küssen, wenn du uns verlassen willst, und ich sage das auch!«, rief Banny und flog dicht vor PJs Gesicht, um ihm zu zeigen, dass sie es ernst meinte.
»Wer sagt denn, dass ich euch verlassen will? Ich war nur sehr traurig, weil ich dachte, ihr hasst mich, warum auch immer. Ich kenne mich, denn wenn Banny mich weiter provoziert hätte, dann wären mir irgendwann auch hässliche Wörter in den Mund gerutscht, deshalb ging ich nach unten, um etwas zu trinken. Da ich mir nicht vorstellen konnte, dass ihr mit mir in einem Bett schlafen wollt nach dem, was Banny sagte, schlief ich woanders.«
»Niemand von uns hasst dich, im Gegenteil. Melody und ich lieben dich, nur bei Banny weiß ich nicht, ob du einen Platz in ihrem Herzen hast«, klärte Aoki den Deutschen auf und wartete nun darauf, dass die Fee sich äußerte, was diese dann auch tat.
»Ich liebe ihn auch, aber ich hatte Angst, dass er bei seiner Größe Melody und mich übersieht, denn wir können ihn nicht küssen.«
»Wer behauptet denn so was? Natürlich unterscheiden sich eure Küsse, aber ich bin mir sicher, sie sind genauso intensiv und liebevoll. Nicht Küsse entscheiden, wie stark das Band der Liebe zwischen uns ist, das muss allen klar sein.«
Das hatten jetzt alle verstanden.
Die Suche nach einem Waffenhändler dauerte nicht lange, denn es gab in dieser Stadt nur einen.
 
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PJ ließ Aoki zunächst die Wahl, beobachtete nur ihren Umgang mit den verschiedenen Waffen. Vor allem bei Klingenwaffen war ihre Handhabung, als sei sie mit diesen sehr vertraut, was eigentlich unmöglich war. Sogar mit zwei Kurzschwertern kam sie sehr gut zurecht.
»Nun, junge Dame, was gefällt euch am besten?«, fragte der Händler, welcher ihre Übungen lächelnd verfolgt hatte.
»Ich hätte gern dieses Kurzschwert und diesen Langdolch. Was sollen die kosten?«
»Dafür müsste ich 40 Silbermünzen verlangen, da das Schwert aus den Windbergen kommt.«
»Was ist daran so besonders?«, wollte PJ wissen, der sich mit den Preisen nicht auskannte.
»Zwergenqualität hat ihren Preis, mein Herr.«
»Verstehe. Nun gut, dann will ich nicht lange feilschen.«
Schnell wechselte der Geldbetrag den Besitzer und auf dem Rückweg zahlte PJ noch weitere fünf Silbermünzen für eine Hose und ein Hemd aus Wildleder und einen Gürtel, an dem Aoki ihre Waffen befestigen konnte. Außerdem kaufte er bei dem ihm bekannten Händler zehn Kristallfrüchte und drei Stände weiter zwei frische Brote.
Zurück im Gasthaus erstand PJ beim Wirt zusätzlich einen kleinen Laib Käse, eine geräucherte Wurst und einen Krug vom besten Wein.
Auf dem Zimmer verstaute er alles in seinem Bunker, bewunderte anschließend Aoki in ihrem neuen Outfit, lobte die hervorragende Beratung durch Banny und Melody, da beide die Zwergenarbeit erkannt hatten.
»Jetzt sind wir bereit«, stellte er zufrieden fest.
 
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»Warum hast du eigentlich für dich keine Waffe gekauft?«, fragte Aoki den Mann mit den goldenen Haaren, als sie sich auszog, und bemerkte die Blicke des Deutschen, denn dieser drehte sich ihr zu, um die Frage zu beantworten.
Er bewunderte ihren Körper, der nicht nur ausgesprochen fraulich wirkte, sondern durchtrainiert und perfekt proportioniert war, als würde sie jeden Tag Stunden damit verbringen, ihn zu stählen.
»Mir geht es wie dir, denn mein Körper ist meine beste Waffe. Sollte ich jedoch in der Zukunft eine magische Waffe finden, würde ich diese sicherlich behalten.«
»Ich würde gern wissen, ob du in deiner Welt eine Familie hattest.«
»Natürlich. Da waren meine Eltern, eine jüngere Schwester und ein noch jüngerer Bruder.«
»Nein, diese Art von Familie meinte ich nicht.«
PJ, der wie immer auf Nackt-Modus war, schlüpfte rasch unter die Bettdecke, denn sein Körper reagierte auf Aokis Reize, was ihm peinlich war, besonders unter den Blicken der grinsenden Fee, die auf dem anderen Kissen lag.
»Jetzt weiß ich, was wir vergessen haben. Gleich morgen früh sollten wir noch dicke Decken und zwei Kissen besorgen.«
Diese kurze Ablenkung wirkte sich entspannend auf seine unteren Regionen aus, bis sich die Fee einmischte.
»Sie meint sicher, ob du schon mal mit einer Frau probeweise das Kopfkissen geteilt hast«, und zwinkerte ihm zu.
»Ja, sicher, aber das führte nicht zur Gründung einer Familie.«
Während er sprach, ging Aoki aufreizend langsam zur anderen Seite des Bettes, lag Sekunden später neben ihm und drehte sich auf die Seite, um sich an PJs Körper zu kuscheln.
 
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PJ war natürlich klar, dass Aoki vollkommen unerfahren sein musste, außer die Fee hatte sie im theoretischen Bereich aufgeklärt, doch er wollte diesen Zustand weder ausnutzen noch ändern.
Unter diesem Aspekt ließ er zu, dass sie ihn küsste und seinen Oberkörper streichelte, was er nur zu gern erwiderte.
Schließlich sagte er, sie solle schlafen, was sie nach kurzem Widerstand auch tat.
Nach einem letzten Frühstück im Gasthaus kaufte PJ wie geplant zwei Decken aus Bärenfell sowie zwei Federkissen, da nach dem Verstauen in den Bunkern der Start ins Abenteuer anstand.
Da weder eine Karte noch ein Kompass zur Verfügung stand, musste PJ sich auf den Orientierungssinn der Fee verlassen, doch auch die große Ringstraße war hilfreich, da sie bis zu einem gewissen Punkt Richtung Süden verlief.
Da der Wind trotz Sonnenscheins Aoki frieren ließ, machten sie am See in der Nähe des Schädelturms die erste Pause und Aoki holte ihre Felldecke aus dem Bunker, um sich vor dem Weiterflug darin einzuwickeln.
Doch zunächst machte es sich Banny darauf bequem, denn die beiden Menschen nutzten die Gelegenheit für ein Bad, da das Wasser nicht zu kalt war.
Es war Melody, die eine Gruppe bewaffneter Männer bemerkte und Banny rechtzeitig warnen konnte.
 
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Die Fee flog sofort zum Seeufer und warnte die menschlichen Mitglieder der Gruppe, welche ohne Rücksicht auf ihren nackten Zustand das Wasser verließen.
Für PJ war das nicht wirklich ein Problem, denn kaum betrat er das Ufer, aktivierte er sein Kostüm und ging zu Aokis Fell, wo Banny bereits wartete.
»Ihr beide bleibt bitte hier«, war seine kurze Anweisung, danach ging er zügig dem Quartett entgegen, welches er in die Sparte Räuber einsortierte.
Mit etwas Abstand blieb er stehen und gab den vier Männern mit einem Handzeichen zu verstehen, es ihm gleichzutun.
Ihre Vorwärtsbewegung stockte für einen Moment, was PJ für ein paar warnende Worte nutzte.
»Hört gut zu, denn ich warne euch nur dieses eine Mal. Kommt ihr näher und verpestet mit eurem Gestank die Luft, die ich atme, werde ich euch töten. Hofft nicht auf Gnade, denn die habe ich euch mit meiner Warnung gewährt.«
Es überraschte PJ nicht, dass die Räuber nun in ein typisches Gebaren verfielen.
Sie lachten über den unbewaffneten Kerl, machten abfällige Bemerkungen und verlangten schließlich als Preis für ihr Wohlwollen das schwarze Mädchen.
Kaum machte einer von ihnen eine obszöne Bewegung mit seinem Unterkörper, um letzte Unklarheiten zu beseitigen, stand PJ wie von Zauberhand vor ihm und schlug ihm nach dem Vorbild von Bud Spencer wuchtig mit der Faust auf den ungeschützten Kopf, nur mit dem Unterschied, dass der Kerl nicht einfach zu Boden ging, sondern sein Schädel wie eine reife Melone platzte.
Das Ganze, inklusive der entstandenen Sauerei, schockte sogar diese abgebrühten Männer, doch da platzte schon dem Zweiten der Bereich hinter seiner hässlichen Visage und PJ stand vor dem dritten Opfer, dem er allerdings nur einen leichten Schubs mit der Rechten gab und mit der linken Hand dessen Schwert zog.
Kaum berührte der Kerl den Boden, da er sich nicht auf den Beinen halten konnte, rammte PJ ihm die schartige Klinge durch die Brust und nagelte ihn damit fest.
 
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Sein schriller Schrei erstarb relativ schnell, als sich sein Mund mit Blut füllte, doch da stand PJ bereits hinter dem vierten Mann.
»Na, immer noch scharf auf das schwarze Mädchen?«, fragte er mit ruhiger Stimme, als stünde er in der Schlange einer für ihren überteuerten Kaffee in Plastikbechern bekannten Firma und zweifelte an seinem gesunden Menschenverstand, weil auch er einer dieser Idioten war, die dieser Firma unnötig viel Geld in den Rachen warfen.
Der angesprochene Mann wirbelte in seiner Wahrnehmung schnell herum und versuchte dabei, sein Schwert zu ziehen, denn er wusste ja, dass er nicht auf Gnade hoffen konnte.
Er sah den Faustschlag nicht kommen, welcher ihm den Unterkiefer nicht nur zertrümmerte, sondern zum größten Teil abriss.
Auch er stürzte zu Boden, gab Blut spuckend undefinierbare Geräusche von sich, bis PJ ihn mit einem Tritt auf den Kopf erlöste.
Danach hielt der Deutsche einen flüchtigen Moment inne, bevor er begann, die Kleidung der Leichen nach Wertgegenständen zu durchsuchen.
Die Ausbeute umfasste ein paar Kupfer- und Silbermünzen, zwei silberne Ringe und einen kleinen Brocken Gold.
»Jetzt ist mir klar, warum du keine Waffe brauchst«, resümierte Aoki abgeklärt und ließ ihre Waffe wieder im Bunker verschwinden.
»Sagte ich doch. Banny, schau dir doch bitte die Ringe an, ob uns zufällig etwas Magisches in die Finger fiel«, bat er die Fee, als diese auf seiner Schulter landete.
 
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Und tatsächlich strahlte einer eine magische Aura ab.
»Siehst du diesen schmalen Goldrand? Wenn du den Ring anziehst und der Goldrand zeigt zur Fingerspitze, erscheint ein Krieger und dient dir für einen Tag. Muss er länger bleiben, zieht er Lebensenergie aus dem Träger. Ziehst du den Ring an und der Goldrand zeigt zur Hand, passiert nichts, aber er schützt dich wie eine Lederrüstung«, erklärte die Fee die Funktionsweise.
PJ nickte, rief dann Aoki zu sich, gab ihr den Ring und erklärte seine Magie.
»Wenn du noch Fragen hast, wende dich an Banny, aber ruf den Krieger möglichst nur im Notfall.«
Das versprach Aoki, die sich sehr über das Geschenk freute, weshalb sie ihre Arme um seinen Hals schlang und ihn küsste.
Danach setzten sie ihre Reise fort, bis sie nahe der Brücke bei der Kleinstadt Rotdorn landeten.
Der Fluss, über den die stabile Holzbrücke führte, war nicht sehr breit, doch er schien tief und das Wasser hatte eine hohe Fließgeschwindigkeit.
Um nicht aufzufallen, entschied sich PJ dazu, am Zollhaus die fällige Gebühr von einem Klik (Kupfermünze) pro Person zu zahlen. Auf seine Nachfrage erklärte ihm die freundliche Frau am Kassenschalter, welche Bezeichnung und gegenseitigen Wert die Münzarten hatten. So erfuhr er, dass man ihn in Klagon sehr wahrscheinlich betrogen hatte, denn seine Goldmünzen mit einem runden Loch in der Mitte (Kobo) waren die wertvollsten und 30 Goldmünzen mit viereckigem Loch (Dogo) wert.
Er verbuchte diesen Verlust unter Lehrgeld und trat mit seiner weiblichen Begleitung durch das Stadttor, um ein annehmbares Gasthaus zu suchen.
 
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Den ländlichen Charme, den die Fachwerkhäuser ausstrahlten, kannte PJ noch aus seiner Welt, doch um nicht stundenlang ziellos durch die Stadt zu latschen, sprach er eine ältere Dame an, ob sie ihm ein Gasthaus mit Unterkunft empfehlen könne.
Sie lächelte nach einem Blick in seine himmelblauen Augen und beschrieb ihm im Anschluss den Weg zum ROTEN DRACHEN, dem besten Gasthaus der Stadt.
PJ bedankte sich artig, machte sich mit Aoki im Schlepptau auf den Weg und fand eines der größten Häuser ohne Probleme.
Die Dämmerung setzte langsam ein, weshalb PJ froh war, dass sie noch ein freies Zimmer ergattern konnten, doch vorher aßen sie ausgiebig zu Abend.
Er lehnte sich anschließend zufrieden zurück, bestellte zwei Becher Traubensaft und ignorierte die Blicke der anderen Gäste, die sich vermutlich an Aokis Hautfarbe nicht sattsehen konnten.
Solange keiner sie beleidigte oder etwas ähnlich Dummes unternahm, genoss er den Abend, das gelegentliche Kichern seiner Freundinnen und die bewundernden Blicke der weiblichen Gäste und der drei Mägde, die für das Verteilen von Speis und Trank zuständig waren.
Er bemerkte auch, dass Aoki immer wieder mit ihrem Ring spielte, um sich wahrscheinlich zu versichern, dass er echt war und dabei nicht überlegte, wie der Krieger wohl aussah.
Da betrat ein bunt gekleideter junger Mann den Schankraum, der auf dem Rücken eine Laute trug und von allen freundlich begrüßt wurde. Er redete kurz mit dem Wirt und ging dann zu einem kleinen Podest, auf dem ein Hocker und ein Beistelltisch standen. Dort nahm er Platz, bekam ein Getränk gebracht, um nach anfänglichem Geklimper die Ballade der gefangenen Prinzessin vorzutragen.
 
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Aoki schien fasziniert von dem Jüngling, der mit einer Art Sprechgesang die Geschichte einer geraubten Prinzessin vortrug, die nun in einer Höhle gefangen gehalten wurde, um einer Räuberbande in jedweder Hinsicht zu dienen.
Am Ende der Geschichte fand der Held das To-Nari-Tang, das Buch der Fragen. Mit seiner Hilfe, da er die richtigen Fragen stellte, konnte er die Prinzessin finden und befreien. Doch sie war seelisch und körperlich ein Wrack. Das Happy End bestand aus einer prall gefüllten Geldbörse des Helden, der mit einem fröhlichen Lied auf den Lippen von dannen zog.
In PJs Augen gab es überraschend viel Applaus für den Künstler, der die Stimmung noch weiter anheizte durch das vortragen einiger Trinklieder, weshalb auch die Wirtin einen zufriedenen Eindruck machte.
Während PJ dieses Buch der Fragen nicht aus dem Kopf ging, sammelte der Barde an allen Tischen durch das hinhalten seines Hutes ein sogenanntes Trinkgeld ein.
Auch der Deutsche warf ein paar Klik in den Hut und fragte den Besitzer, ob er wisse, was mit dem Buch der Fragen passierte oder wo man es finden könnte. Doch darauf hatte der Barde keine Antworten.
Später, als er neben der bereits selig schlummernden Aoki im Bett lag, dachte er noch immer über das magische Buch nach, und nachdem er eingeschlafen war, träumte er davon, es zu finden.
Am nächsten Tag erreichten sie die Stadt Derbusen, wo er beim Kauf mehrerer Wasserschläuche in Erfahrung brachte, dass es von hier nur noch ein Tagesmarsch bis zum Geisterwald war.
Sie füllten die Schläuche am Brunnen auf dem Marktplatz, wo sie mit verschiedenen Menschen ins Gespräch kamen und nebenbei erfuhren, dass es nur zwei Gasthäuser in dieser Stadt gab.
 
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Zum weißen Einhorn war ihre erste Wahl, suggerierte der Name Reinheit und Ehrlichkeit, doch das Publikum machte einen höchst zwielichtigen Eindruck, weshalb man die andere Unterkunft für Gäste aufsuchte.
Bei Jo machte einen gemütlichen Eindruck, was wohl daran lag, das Jo für Josefine stand, welche hier nicht nur die Wirtin, sondern auch die Chefin des Familienclans war, der dieses Gasthaus betrieb.
Die Begrüßung was freundlich, die ausgehängten Preise akzeptabel, das Zimmer mit zwei schmalen Betten sauber.
PJ akzeptierte auch für zwei Übernachtungen Vorkasse leisten zu müssen, dafür war das Frühstück im Preis inbegriffen.
Begeistert war er von den beiden großen Hirtenhunden, welche Aoki nicht von der Seite wichen, sobald diese den Schankraum betrat, was bei der Wirtin großes Erstaunen hervorrief, denn Fremden gegenüber waren die Tiere eher misstrauisch und abgeneigt.
Selbst PJ wurde ignoriert, durfte sie höchstens kurz streicheln. Banny stupsten sie flüchtig mit der Nase an, als sie in Aokis Haaren erschnüffelt wurde. Sogar Melody entging ihren scharfen Sinnen nicht, doch sie wurde nicht angebellt, sondern ihre Gegenwart akzeptiert.
Hier könnte man es länger aushalten, dachte PJ und nahm sich vor, auf dem Rückweg hier ein paar Tage zu verbringen.
Nach dem Abendessen fragte PJ die Wirtin, ob in der Stadt oder im nahen Umland ein Magier leben würde, was ihm einen prüfenden Blick einbrachte. Doch der schien positiv ausgefallen zu sein.
»Nein, nur eine Magierin«, antwortete sie und lächelte verschmitzt.
 
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#111 (erste Schnapszahl)
Sie fertigte mit Hilfe ihrer Tochter eine kleine Skizze an, die ihm als Orientierungshilfe dienen sollte, wofür er äußerst dankbar war. Deshalb bat er sie, am nächsten Tag auf seine Schützlinge zu achten, was Jo ihm versprach, nachdem er ihr auf Nachfrage erklärt hatte, weshalb er von mehreren sprach.
Um seiner Freude Ausdruck zu verleihen, schmiss er für die Anwesenden eine Lokalrunde und weihte anschließend seine drei Freundinnen in seinen Plan ein, am nächsten Tag die Magierin zu besuchen. Des Weiteren bat er sie, hier auf ihn zu warten, da er kein Risiko eingehen wollte.
»Bitte verlasst nicht das Gasthaus. Wenn es ein Problem gibt, wendet euch an Jo. Sie wird euch bei allem helfen, denn sie weiß, dass ihr zu dritt seid. Ansonsten bleibt möglichst in der Nähe der Hunde.«
Die Mädchen versprachen artig zu sein. Er solle sich keine Sorgen machen und möglichst schnell zu ihnen zurückkehren.
Als alle in ihren Betten lagen, dachte PJ darüber nach, wie wunderbar es sich anfühlte, von netten und hilfsbereiten Wesen umgeben zu sein. In seiner alten Welt war das meist nicht der Fall gewesen, da fast jeder nur auf den eigenen Vorteil aus war. Wahre Freundschaft schien ausgestorben zu sein. Verlor man in den Augen der anderen seinen Nutzen, brachen alle Kontakte sofort ab. Manchmal reicht dafür ein falsches Wort wie Nein. Er dachte an seine Rollenspielgruppe, aber auch an einen gewissen Typen aus Dortmund, dem er in einer harten Zeit finanziell geholfen hatte und der plötzlich nicht mehr mit ihm sprechen wollte, weil PJ dummerweise eine Befürchtung ausgesprochen hatte. Alle Hilfe davor zählte nicht mehr. Deshalb kamen ihm früher immer die Tränen, wenn er sah, wie Freunde in erfundenen Geschichten zusammenhielten. Trotzdem hatte er sich deshalb gerne Anime-Serie angesehen.
 
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Nach dem Frühstück hieß es Abschied nehmen, kurz darauf folgte er bereits im leichten Trab der Ringstraße Richtung Westen. An einer markanten Stelle bog er nach Süden ab, lief nun direkt auf den Geisterwald zu.
Es dauert nicht lange, da bemerkte PJ eine schwache Rauchfahne und hielt auf sie zu.
Der etwa zehn Meter hohe Turm stand versteckt zwischen den Bäumen nahe der Waldgrenze und war dicht mit Ranken bewachsen, die ihm optisch eine zusätzliche Tarnung verliehen.
PJ näherte sich langsam dem Turm, wobei er ihn gleichzeitig umrundete, bis er eine Tür entdeckte. Er atmete noch einmal tief durch und hob gerade die rechte Faust, um anzuklopfen, als eine Stimme aus dem Nichts ihn fragte: »Wer wagt es, mich zu stören?«
»Verzeiht, wenn ich euch bei etwas Wichtigem störe. Ich heiße PJ und würde mich gern mit euch unterhalten.«
»Und worüber?«
»Einerseits über den Wald, aber auch über den Tempel der Erinnerung.«
»Nun, PJ, siehst du gut aus? Bist du verheiratet?«
»Äh, ich glaub schon und nein.«
»Was bietest du als Gegenleistung für mein Wissen an?«
»Keine Ahnung. Nennt mir euren Preis und ich sage euch, ob ich ihn bezahlen kann, außer es bringt mir den Tod.«
»Dein Tod hilft mir nicht weiter. Also gut, tritt ein, damit ich dich begutachten kann.«
Kaum waren die letzten Worte verklungen, öffnete sich die Tür wie von Geisterhand und gab dabei ebenso schaurige Geräusche von sich. Von solchen Dingen ließ sich der Deutsche nicht einschüchtern, doch die vorherrschende Dunkelheit mahnte ihn zur Vorsicht. Da entzündete sich eine Fackel selbstständig und beleuchtete die ersten Stufen einer nach oben führenden Treppe.
 
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Es gab keine Zwischenetagen, doch als PJ oben ankam, wurde ihm klar, warum die nicht nötig waren. Er kannte das aus seinen Fantasyspielen, dass ein von außen betrachtet kleiner Raum durch Magie riesige Ausmaße haben konnte.
Er betrat eine Mischung aus Küche und Wohnzimmer, gemütlich mit einer Vielzahl an Gerüchen, mittendrin ein großer Ohrensessel, der die kleine Person zu verschlucken schien.
»Ich dachte, du kommst allein, doch ich spüre eine zweite Person. Habt ihr etwa einen Mordanschlag geplant, denn wofür sollte man sonst einen unsichtbaren Partner mitbringen?«
»Seid ihr sicher?«
»Natürlich bin ich mir sicher, sieh doch.« Während sie sprach, wedelte sie mit einem ausgestreckten Finger durch die Luft und neben PJ glitzerte es und nahm die Gestalt eines kleinen Mädchens an.
»Oh nein, bist du das, Melody?«
»Tut mir leid, PJ, ich wollte niemanden erschrecken, aber Aoki bat mich, auf dich aufzupassen
Für einen Moment existierte die Magierin für PJ nicht, er war einfach zu überwältigt von dem Eindruck, Melody nicht nur zu sehen, sondern auch ihre Stimme zu vernehmen.
»Schau an, ein kleines Mädchen hat sich in mein Haus geschlichen. Was soll…?«
»Verzeiht uns bitte, ich wusste nichts davon«, unterbrach er die Gastgeberin und erklärte ihr umständlich, warum er entsetzt und gleichzeitig glücklich war.
Überraschend ruhig hörte die Magierin zu, ließ ihn irgendwann auf einer Couch Platz nehmen und wies Melody an, sich neben ihn zu setzen.
»Ich habe schon vieles erlebt in meinem Leben, aber ihr zwei seid etwas Besonderes, da gibt es keinen Zweifel. Da ihr nicht lügt, verzeihe ich euch, doch seid euch bewusst, diese Geschichte hätte auch ein böses Ende nehmen können.«
»Ich danke euch von Herzen, werte Dame. Bitte verzeiht mir, aber ich bin sehr aufgewühlt und alles in mir schreit danach, euch zu fragen, ob ihr Melodys Zustand eventuell dauerhaft machen könnt. Ich…«
Diesmal unterbrach sie seinen Redeschwall.
»Beruhige dich und erzähl mir, warum dir ein Geist so am Herzen liegt.«
 
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Also erzählte er ihr die ganze Geschichte, wie die Gruppe entstand, ließ allerdings sein Treffen mit den Elfen aus, erwähnte jedoch den Auftrag von Kaorih.
Am Ende seines Vortrags sah die Magierin ihn nachdenklich an. Schließlich lächelte sie.
»Nun, ich kann euch helfen, allerdings könntet ihr sie nur sehen, wenn Melody es möchte.«
»Das wäre super, denn wäre sie ständig sichtbar, könnte sie jeder sehen, was nicht so günstig wäre«, ergänzte PJ und zwinkerte Melodys Erscheinungsbild, welches ihn an die Darstellungen der Geister in The Frighteners erinnerte, zu.
»Melodys Stimme wäre jedoch immer hörbar, da sie die Lautstärke nicht beeinflussen könnte. Wärst du damit einverstanden?«, wandte sie sich direkt an das Kind, welches seine Freude schon jetzt kaum verbergen konnte.
»Das wäre die Erfüllung all meiner Wünsche«, stammelte sie glücklich und sah aus, als würde sie gleich weinen (was Geister aber nicht können wegen der fehlenden Flüssigkeit).
»Bevor wir zu meiner Bezahlung kommen, denn du bist doch wohl wegen eines anderen Problems hier, also erzähl mir schnell, worum es geht, denn ich verspüre nicht nur Hunger.«
»Ich habe mir Informationen über den Tempel der Erinnerung und den Geisterwald erhofft, da mein Auftrag lautet, das goldene Schwert von König Schattenmond zu finden.«
»Nun, da gäbe es einiges zu erzählen. Deshalb schlage ich vor, dass ich meinen Zauber auf Melody lege und sie uns dann verlässt. Danach würde ich mit dir zu Mittag essen, damit du genug Energie hast, um deinen Preis zu bezahlen. Bist du damit einverstanden?«
PJ wandte sich Melody zu.
»Du hast gehört, was die edle Dame fordert, wenn sie dich verzaubert hat. Versprichst du mir, so schnell wie möglich ins Gasthaus zurückkehren, wenn sie mit dir fertig ist?«
»Ja, das verspreche ich«, sagte sie rasch und strahlte ihn voller Vorfreude an.
 
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Innerhalb weniger Minuten wurde die nötige Magie in Melodys Geist gepflanzt.
Obwohl die Magierin mochte, drängte sie nun zum Abschied, denn das Rumpeln in ihrem Bauch empfand sie als äußerst unangenehm. Kaum spürte sie, dass Melody sich nicht mehr im Turm aufhielt, erschien ein runder Tisch in der Mitte des Raumes, gedeckt mit verschiedenen Speisen, dazu passenden Getränken und allem, was sonst noch an Utensilien benötigt wurde.
»So nimm denn Platz, schöner Mann, und genieße mit mir zunächst diese edlen Speisen. Dabei kannst du mir etwas über dich und deine Welt erzählen, denn dein Körper strahlt eine mir unbekannte Kraft aus, weshalb ich mir den Rest des Tages und die ganze Nacht nehmen werde, um ihn näher zu erforschen.«
Ihre Worte überraschten PJ, doch er zögerte nicht, den freien Stuhl zu okkupieren und sich Wein einzuschenken, derweil er von einer Welt ohne Magie zu erzählen begann.
Sie lauschte verzückt seiner Stimme, stellte ab und zu eine Frage zur faszinierenden Technik seiner Welt, welche sie als eine Art spezieller Magie begriff.
Nach dem Dessert aus süßen Fruchtstücken erhob sie sich, nahm ihn bei der Hand und wechselte mit ihm den Raum, ohne mehr als zwei Schritte zu tun.
Sie zog ihn sanft zu einer Couch aus rotem Leder, setzte sich dicht neben ihn und hielt weiter seine Hand.
»Möchtest du denn nichts über mich wissen?«, wisperte sie in sein Ohr.
»Ich wollte nicht aufdringlich sein. Da vertraue ich euren Instinkten als Gastgeberin, wann ihr es für angebracht haltet, mir euren Namen zu verraten, der, da bin ich sicher, so wunderschön ist wie euer Gesicht.«
»Du schmeichelst mir. Immerhin habe ich das Alter von 107 erreicht, und wenn du mir noch ein Gedicht widmest, könnte es passieren, dass ich dir verfalle«, säuselte sie entzückt und schenkte ihm ein betörendes Lächeln.
»Nun, so lasst es mich versuchen. Ein Hauch eurer Lippen versüßt mir den Tag – Ihr scheint es zu wissen, was ich gern mag – Meine Brust will zerreißen, mein Herz zu euch eilen – Nur in euren Händen will es ewig verweilen.«
Stumm versank sie in seinen blauen Augen, schien vergessen zu haben, wie man atmet. Dann beugte sie sich vor und küsste sanft seinen Mund.
 
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»Mein lieber PJ, ich danke dir für diese schönen Worte, obwohl du nicht wusstest, wer ich eigentlich bin.«
»Es ist für mich nicht entscheidend, wer ihr seid. Für mich zählte nur eure Großzügigkeit und Güte, denn ihr habt Melodys sehnlichste Wünsche ohne Zögern erfüllt.«
»Dann wisse, ich bin die Erzmagierin Sharia. Ich werde auch deine Wünsche erfüllen, wenn du die Nacht mit mir verbringst, denn ich wünsche mir eine Tochter.«
»Ich werde alles tun, um euren Wunsch zu erfüllen, doch ich kann nicht garantieren, dass ich euch befruchte oder aus der Verbindung ein Mädchen erwächst.«
Seine mit Inbrunst vorgetragenen Worte ließen Sharia lächeln.
»Sorge dich nicht, denn um die Feinheiten werde ich mich kümmern. Du müsstest allerdings diesen Ring ausziehen, bis die Sonne aufgeht.«
PJ nickte und entfernte den Ring von seiner Hand.
»Du solltest diesen Ring ansonsten ständig tragen. Daher möchte ich dir als Ergänzung ein dauerhaftes Geschenk machen, noch bevor wir zu Bett gehen, denn es wird auch das Gelingen meines Wunsches unterstützen.«
»Jetzt habt ihr doch noch Neugier in mir erweckt. An was dachtet ihr denn?«
»Du hast mehr verdient, als dass ich dir nur Glück wünsche, deshalb werde ich dich mit dauerhaftem Glück ausstatten. Jedoch darfst du dich nicht blind darauf verlassen, denn dieser Zauber beinhaltet auch eine winzige Portion Pech.«
»Damit könnte ich leben, denn im Normalfall hat man selten Glück, und wenn doch, ist es flüchtig wie der Rauch aus einer Pfeife.«
»Bist du sicher, dass in dir kein Barde steckt? Eine wundervolle Singstimme kann auch viel bewirken, besonders eine magische.«
PJ schüttelte den Kopf.
»Ich will eure Großzügigkeit nicht ausnutzen. Wenn ihr mir morgen früh noch erzählt, was ihr über den Tempel und das Schwert wisst, bin ich rundum zufrieden.«
 
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»Also gut, dann zeige ich dir mal mein Schlafgemach.«
»Wäre es möglich, dass ich vorher euere Toilette aufsuche, denn der Wein will zurück in die Natur?«, fragte PJ mit einem Grinsen.
»Natürlich. Gehe anschließend durch die rote Tür.« Sie schnipste mit den Fingern und schon stand er in der Räumlichkeit, in welcher er bequem seine Notdurft verrichten konnte und danach den Nackt-Modus aktivierte.
Hinter der roten Tür erwartete ihn ein luxuriöses Doppelbett mit Baldachin, dessen vier Säulen mit erotischen Figuren verziert waren. Allerdings stand es mitten in einem Raum mit den Ausmaßen eines Ballsaals, zudem waren ringsum riesige Spiegel angebracht, was ihn irritierte, aber auch in einem gewissen Maß einschüchterte.
»Erwarten wir noch eine Legion Zuschauer? Wäre mir unangenehm, denn ich mag es nicht, wenn ich vorgeführt werde.«
»Keine Sorge, niemand schaut zu.« Erneut schnipste sie und war so nackt wie PJ. »Und? Gefällt dir, was du siehst?«
»Egal, wie ihr das geschafft habt, doch für eine Frau eures Alters seht ihr fantastisch aus und euer Körper ist perfekt proportioniert.« Seine Worte klangen nicht nur überzeugend, denn sein Körper unterstrich sie mit einem stramm stehenden Glied. Er spürte ein übermächtiges Verlangen, sie in jeder Hinsicht zufriedenzustellen.
Und so begann eine Nacht, in der beide ihr Bestes gaben, damit am Ende ein gottgleiches Kind entstand.
 
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»Für jemand in jungen Jahren hast du erstaunliches Wissen, wie man eine Frau beglückt. Gepaart mit deinem Stehvermögen bist du der Traum jeder Frau«, lobte Sharia ihren Liebhaber, in dessen Armen sie irgendwann erschöpft eingeschlafen war.
»Nun, es gibt zwei kleine Geheimnisse hinter dieser Leistung, gepaart mit Einfühlungsvermögen. Das erste nennt sich Pornofilme, das zweite sind die kleinen Roboter in meinem Blut, von denen ich eurer Tochter sicher welche mitgegeben habe«, erklärte er stolz und erzählte ihr dann, was die kleinen Maschinen für seinen Körper leisteten.
»Das ist unglaublich. Ich danke dir für dieses große Geschenk, mit dem du nicht nur mich glücklich machst. So werde ich nun deine Belohnung aufstocken.« Ein prall gefüllter Lederbeutel lag plötzlich vor PJ auf dem Tisch. »Diese 100 Kobo werden dir das Leben etwas angenehmer machen. Was nun die Informationen betrifft, um die du gebeten hast, so rate ich dir davon ab, dieses Schwert zu suchen, denn es würde dir nicht nützlich sein, weil es ein Elfenschwert ist, dass dich betrogen hätte, da du kein Elf bist. Jeder Elf hätte versucht, dich zu töten, um selbst zu versuchen, die Welt zu unterjochen. Doch wahrscheinlicher ist, dass du vorher dem Wahnsinn anheimgefallen wärst, denn du hättest überall Verrat gewittert und selbst deinen Freunden misstraut. Und wenn es dann einem hochrangigen Elfen in die Finger gefallen wäre, hätte erneut ein ewiger Krieg unsere Welt erschüttert. Deshalb lass ab von deiner Suche, zumal der Tempel voller Todesfallen ist und ich nicht mit der Schuld leben könnte, den Vater meiner Tochter einem solchen Schicksal ausgeliefert zu haben. Deshalb habe ich für dich ein anderes Geschenk vorbereitet.«
 
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Shadowhead

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»Zumindest weiß ich jetzt, warum die Elfen so versessen darauf waren, dass ich ihren Auftrag übernehme, obwohl ich ihre Königin schon beim ersten Treffen brüskierte und einer mich töten wollte.«
»Dann sieh dich vor, denn die Herrin des Waldes ist bekannt für ihre Rachsucht.«
Da gestand Sharia grinsend, dass sie nicht die erste Herrscherin wäre, die seinem Gerechtigkeitssinn zum Opfer fallen würde.
»Wie meinst du das?«
»Es war einmal ein Herrscher über das angeblich mächtigste Land meiner Welt, der sich für klug hielt, aber sein Verhalten war dumm und egoistisch. Er versprach seinem Volk alles mögliche, doch er hatte nie vor, dass es allen gut gehen sollte. Selbst die Arschkriecher in seinem Umfeld bekamen das zu spüren. Da er ein alter Drecksack war, entführte ich ihn und ließ ihn verschwinden. Das könnte ich auch mit der Königin machen, sollte sie es darauf anlegen, meine Wut zu entfachen.«
»Deine Einstellung gefällt mir. Gerade die Mächtigen, die sich für unangreifbar halten, sind meist ein Fluch für den Rest der Welt. Mein Geschenk wird dir sicher in vielerlei Hinsicht gute Dienste leisten.«
Gespannt wartete er auf ihr Schnipsen und wurde rasch erlöst. Doch die nun auf dem Tisch liegende Handaxt entfachte in seinem Hirn keinen Jubelsturm. Der würde noch kommen.
»Dies ist die Axt des Jägers. Sie verleiht ihrem Besitzer einige Fertigkeiten wie Spurenlesen, Fallen stellen, Pflanzen- und Kräuterkunde, aber auch das Verarbeiten der Beute zu einem einfachen, doch schmackhaften Essen.«
»Hört sich gut an, das kann ich unterwegs sehr gut brauchen.«
»Das ist noch nicht alles. Die Klinge kann alles durchtrennen, wenn es nicht magisch geschützt ist. Außerdem trifft sie immer, wenn du sie wirfst, und mit meinem magischen Zeichen auf deiner Hand kehrt sie stets zu dir zurück.«
»Das ist extrem cool«, freute PJ sich und reichte ihr seine rechte Hand, als sie ihn dazu aufforderte.
Eine kurze Beschwörung später und auf seinem Handrücken erkannte man eine Faust mit einer Axt.
 
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