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Ruf nach Gaskrisengipfel - "Jetzt müssen wir uns durch den Winter zittern"
Die Bundesregierung wird ihre Vorgaben für die Befüllung mehrerer deutscher Gasspeicher vor dem Winter verfehlen.
Das geht aus der Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor.
Bei mehreren Speichern sei ein Erreichen der vorgeschriebenen Füllstände aufgrund des niedrigen Füllstands "technisch nicht mehr möglich", räumt die Bundesregierung darin ein.
"Dies betrifft insbesondere Porenspeicher, da diese nur langsam befüllt werden können, wie die Speicher Wolfersberg, Frankenthal, Inzenham-West und Breitbrunn."
Für die drei bayerischen Speicher Wolfersberg, Breitbrunn und Inzenham-West stellt die Bundesregierung ausdrücklich fest, dass sie ihre Vorgaben zum 1. November nicht mehr erreichen werden.
Ende August waren sie erst zu 1,1, 10,48 beziehungsweise 12,1 Prozent gefüllt.
Der Grünen-Energiepolitiker Michael Kellner wirft Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) deshalb schwere Versäumnisse vor.
"Die Bundesregierung verfehlt ihre eigenen Speicherziele, das gibt sie jetzt erstmals zu.
Sie hat viel zu lange gezögert", sagte er.
"Jetzt müssen wir uns durch den Winter zittern und darauf hoffen, dass er nicht zu kalt wird.
Für eines der höchstentwickelten Industrieländer der Welt ist das doch absurd."
Kellner warnt zugleich vor den wirtschaftlichen Folgen niedriger Speicherstände.
"Hier geht es nicht um irgendeine verfehlte Zielmarke", so Kellner.
"Die Bundesregierung rüttelt mit ihrem Nichtstun an den Grundfesten unserer Volkswirtschaft. Hohe Gaspreise treffen die Industrie, drosseln im Zweifel die Produktion und landen mit Verzögerung bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern.
Volle Speicher wären unser Sicherheitspuffer.
Dieser Puffer fehlt uns jetzt."
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