Neue Richtlinien bei MS ab 30.09.2026

Punx

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Hab gerade ne Mail bekommen das MS mal wieder seine Nutzungsrichtlinien anpasst

Und mir ne Zusammenfassung mit AI bauen lassen in bezug auf Datenschutz / AI / Privatsphäre und nein Die AI ist nicht von BILD ;)

Hier der Offizielle Link
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Was ist neu? (Stand August 2026)

1. Update vom 30. September 2025 (bereits in Kraft)

Quelle: Offizielle Microsoft-Zusammenfassung und FAQ

BereichWichtigste Änderungen
KI-DiensteNeuer Abschnitt „Nutzungsbeschränkungen": Verbot von Falschinformationen, diskriminierenden Inhalten, Reverse Engineering, Datenextraktion, Training anderer KI-Modelle; Haftung bei Urheberrechtsverletzungen liegt beim Nutzer; Microsoft speichert Ein- und Ausgaben zur Kontrolle
Datenexport / PortabilitätNeuer Abschnitt „c." unter „Ihre Inhalte": Expliziter Hinweis auf exportierbare Daten und das Datenschutz-Dashboard (Daten herunterladen, Wechsel zu Konkurrenten erleichtert)
Xbox / Family SafetyKlarstellungen: Xbox-spezifische Family-Safety-Einstellungen funktionieren ggf. nicht auf Drittgeräten/Plattformen
Skype / Teams / GroupMeAnpassungen wegen Skype-Einstellung
Microsoft RewardsPunkte verfallen nach 12 Monaten Inaktivität; Konto kann bei 12 Monaten ohne Anmeldung gekündigt werden
KommunikationsdiensteNeuer Abschnitt mit Verweis auf zusätzliche Nutzungsbedingungen für Skype, Teams, Outlook
TestzeiträumeKlarstellung: Manche Testangebote erfordern Aktivierung der automatischen Verlängerung
AllgemeinViele redaktionelle Klarstellungen, Korrektur von Links, Grammatik, Rechtschreibung

2. Update zum 30. September 2026 (kommend)

Quelle: Deskmodder-Vergleich der Vertragsversionen

ÄnderungDetail
CortanaBereich entfernt / als „nicht mehr unterstützt ab 2024" markiert
CopilotBereich „Erfahrungen mit Copilot KI" umbenannt in „Copilot" (Aufwertung)
Microsoft Store UpdatesAutomatische App-Updates können nicht mehr deaktiviert, nur noch pausiert werden – Microsoft prüft und lädt Updates im Hintergrund auch ohne angemeldetes Store-Konto
Rewards-PunkteJahreshöchstgrenze für Einlösung bei Microsoft-eigenen Produkten/Diensten von 550.000 auf 1.550.000 Punkte angehoben
GrooveBegriff entfernt (Dienst nicht mehr verfügbar)
Automatische ZustimmungWer nach dem 30.09.2026 ein Microsoft-Produkt startet, stimmt stillschweigend den neuen Bedingungen zu

Auswirkungen auf Ihre Rechte und Privatsphäre

DimensionAuswirkungWas Sie tun können
KI-NutzungStrenge Verbote (kein Reverse Engineering, kein Training anderer Modelle, keine Desinformation). Microsoft protokolliert Prompts & Outputs.Prüfen Sie, ob Ihre KI-Workflows (z. B. lokale Modelle, Feinabstimmung) gegen die neuen Regeln verstoßen.
Datenportabilität (Art. 20 DSGVO)Expliziter Hinweis auf Export-Funktion im Datenschutz-Dashboard – positiv für Wechselwille.Nutzen Sie
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zum Herunterladen Ihrer Daten.
Automatische Updates (Store)Verlust der Kontrolle: Apps aktualisieren sich zwangsläufig im Hintergrund; nur „Pausieren" möglich.In Store-Einstellungen „App-Updates pausieren" setzen; Firewall/Netzwerkregeln für Store-Prozesse prüfen.
Stillschweigende ZustimmungKein Opt-in-Dialog mehr – Nutzung ab Stichtag = Zustimmung.Wenn Sie nicht einverstanden sind: Konto vor dem 30.09.2026 schließen oder Nutzung einstellen.
Rewards / PunkteHöhere Einlösegrenze (1,55 Mio. Punkte/Jahr) – Vorteil für Vielnutzer; aber Verfall nach 12 Monaten Inaktivität bleibt.Regelmäßig Punkte einlösen / einloggen.
Familien-/KinderschutzXbox-Family-Safety-Einstellungen greifen nicht auf Drittplattformen (z. B. Steam Deck, ROG Ally).Separate Jugendschutzeinstellungen auf der jeweiligen Hardware/Plattform prüfen.
Unternehmens-/VolumenlizenzenNicht betroffen – der Servicevertrag gilt nur für Privatnutzer (Home). Für Microsoft 365 Business/Enterprise, Azure etc. gelten separate Vereinbarungen (MCA, MPA, DPA).Prüfen Sie Ihre Lizenzart (Admin Center → Abrechnung → Produkte).

Nächste Schritte für Sie

  1. Vertragstext lesen: Aktuelle Version bis 29.09.2026 unter microsoft.com/servicesagreement, künftige Version ab 30.09.2026 unter microsoft.com/servicesagreement/upcoming.
  2. Datenschutz-Dashboard prüfen: Welche Daten speichert Microsoft? Exportieren Sie regelmäßig.
  3. Store-Update-Verhalten in Windows-Einstellungen → Apps → Microsoft Store → „App-Updates pausieren" konfigurieren.
  4. KI-Nutzung intern dokumentieren, falls Sie Copilot / Azure OpenAI geschäftlich einsetzen – die neuen Verbote können Compliance-Relevanz haben.
  5. Widerspruch / Kündigung: Wenn Sie die Änderungen nicht akzeptieren, müssen Sie vor dem 30.09.2026 das Microsoft-Konto schließen oder die Dienste nicht mehr nutzen.





Zusammenfassung: Der neue „Nutzungsbeschränkungen"-Abschnitt im Microsoft-Servicevertrag (gültig ab 30.09.2026 für Privatnutzer) schafft weitreichende Überwachungs- und Kontrollrechte für Microsoft bei KI-Diensten (Copilot, Bing Chat, Designer etc.), während die Haftungsrisiken vollständig auf Sie als Nutzer abgewälzt werden. Für Ihre Privatsphäre bedeutet das: Jede Eingabe (Prompt) und jede Ausgabe wird gespeichert, analysiert und kann Microsoft-intern ausgewertet werden – ohne separate Einwilligung, ohne granularen Widerspruch, ohne Löschgarantie.


1. Was der Vertragstext konkret sagt (Quelle: Microsoft Service Agreement DE)[
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Wortlaut-Schlüsselpunkte:

Verbot / RegelungVertragliche BasisWas Microsoft damit darf
Keine Falschinformationen / Desinformation„Verhaltensregeln" + „Nutzungsbeschränkungen"Inhalte filtern, Accounts sperren, an Behörden melden
Keine diskriminierenden InhalteGleichesProfiling-Analysen Ihrer Prompts auf Bias/Hassrede
Kein Reverse EngineeringExplizites VerbotTechnische Gegenmaßnahmen (Rate-Limits, Modell-Verwirrung)
Keine Datenextraktion (Scraping, Harvesting)Explizites VerbotZugriffsprotokollierung, IP-Sperren, rechtliche Schritte
Kein Training anderer KI-Modelle mit OutputsExplizites VerbotKontrolle, ob Ihre Outputs in fremde Pipelines fließen (wasserzeichenartig)
Haftung bei Urheberrechtsverletzungen liegt beim Nutzer„Sie tragen die alleinige Verantwortung für Reaktionen auf Ansprüche Dritter"Microsoft stellt sich nicht hinter Sie (keine Freistellung wie bei gewerblichen Copilot-Kunden [
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])
Speicherung von Ein- & Ausgaben „zur Kontrolle"„Microsoft verarbeitet und speichert Ihre Eingaben … um missbräuchliche … Nutzungen … zu überwachen und zu verhindern"Dauerhaftes Protokollieren aller Prompts + Completions, Verknüpfung mit Ihrer Microsoft-Account-ID

2. Datenschutzrechtliche Einordnung (DSGVO / Schweizer DSG)

AspektBewertungBegründung
Rechtsgrundlage der SpeicherungBerechtigtes Interesse (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO) – Microsoft argumentiert mit Missbrauchsprävention.Keine Einwilligung (Art. 6 Abs. 1 lit. a), kein Vertragserfordernis (Art. 6 Abs. 1 lit. b) für diese Speichertiefe. Widerspruchsrecht (Art. 21) besteht theoretisch, wird aber im Vertrag nicht als Opt-out angeboten.
ZweckbindungWeit gefasst: „Missbrauchsverhinderung" deckt fast alles ab.Zweckänderung (z. B. Modelltraining, Produktverbesserung, Werbung) ist nicht explizit ausgeschlossen – nur „Training anderer KI-Modelle durch Nutzer" ist verboten. Microsoft selbst darf Daten nach eigener Datenschutzerklärung zur „Verbesserung der Dienste" nutzen
SpeicherdauerUnklar / unbegrenzt.Vertrag nennt keine Löschfrist. Datenschutzerklärung: „so lange erforderlich". In der Praxis: Monate bis Jahre (Telemetrie-Backups, Modelltraining-Logs).
DatenkategorienPrompts, Generierungen, Metadaten (Zeit, Gerät, IP, Account-ID), ggf. Datei-Uploads (Bilder, PDFs).Alles, was Sie in Copilot/Designer/Bing Chat eingeben, wird personenbeziehbar gespeichert.
Weitergabe an DritteNicht ausgeschlossen für Strafverfolgung, Rechtsdurchsetzung, „Schutz von Rechten".Microsoft-Datenschutzerklärung erlaubt Offenlegung bei rechtlicher Verpflichtung. Kein „Zero-Retention"-Modus für Privatnutzer (anders als Azure OpenAI Enterprise).
Betroffenenrechte (Auskunft, Löschung, Widerspruch)Theoretisch ja, praktisch schwer.Dashboard account.microsoft.com/privacy zeigt nur Teilmengen; KI-Logs sind oft nicht einzeln löschbar . Widerspruch gegen „berechtigtes Interesse" führt oft nur zu Deaktivierung des KI-Diensts, nicht zur Löschung der Logs.

3. Konkrete Privatsphäre-Risiken für Sie

RisikoSzenarioWarum es relevant ist
Profiling Ihrer Denk- / ArbeitsweiseSie nutzen Copilot täglich für Code, Texte, Analysen.Microsoft baut ein Verhaltensprofil: Themen, Sprachmuster, Fehler, Wissenslücken. Kann für personalisierte Werbung, Produktentwicklung, ggf. Scoring genutzt werden.
Sensible Daten in PromptsSie fügen Patientenbriefe, Verträge, Quellcode, private Nachrichten ein.Keine vertragliche Vertraulichkeit für Privatnutzer. Daten liegen im Klartext auf MS-Servern, durchsuchbar für Microsoft-Mitarbeiter (Security, Abuse, Legal).
Urheberrechts-HaftungCopilot generiert Code/Text, der geschütztes Material wiedergibt.Sie haften allein – Microsoft stellt keine Freistellung (indemnification) wie bei Business-Kunden. Abmahnung / Klage trifft Sie persönlich.
Behördlicher ZugriffStrafverfolgung fordert „alle Prompts von Nutzer X".Microsoft muss herausgeben (US CLOUD Act, EU e-Evidence). Keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, die Microsoft den Zugriff verwehren würde.
Modell-Inversion / Membership InferenceForscher/Angreifer extrahieren Trainingsdaten aus Modell-Ausgaben.Ihre Prompts/Outputs sind Teile des Trainingskorpus für zukünftige Microsoft-Modelle (sofern nicht Enterprise-Opt-out).
Kein „Vergessen"Sie wollen einen Prompt mit Passwort / Geheimnis löschen.Dashboard löscht Aktivitätsverlauf, aber Backend-Logs (Abuse, Security, Training) bleiben.

4. Was Sie nicht tun können (Vertraglich blockiert)

AktionVertragliche SperreTechnische Umgehung & Risiko
Eigene KI mit Copilot-Outputs trainieren„Datenbeschränkung: KI-Dienste oder die daraus gewonnenen Daten dürfen nicht verwendet werden, um andere KI-Systeme zu entwickeln oder zu optimieren."Verstoß = Vertragsbruch → Account-Sperre, Schadensersatz.
Prompts/Outputs massenhaft exportieren (Scraping)„Datenextraktion … verboten"API-Zugriff für Privatnutzer nicht dokumentiert; Selenium/Playwright → IP-Bann, rechtl. Schritte.
Modell-Architektur / Gewichte rekonstruieren„Reverse Engineering … tabu"Wissenschaftliche Publikation darüber → DMCA / Vertragsstrafe.
„Opt-out" von der ProtokollierungNicht vorgesehenNur Ausweg: Dienst nicht nutzen oder Enterprise-Lizenz (Azure OpenAI / M365 Copilot Business) mit DPA & Zero-Retention buchen.

5. Vergleich: Privatnutzer vs. Gewerbekunde (Enterprise)[
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SchutzgutPrivatnutzer (Service Agreement)Enterprise (DPA / Product Terms)
Speicherung Prompts/OutputsJa, unbegrenzt, zur „Kontrolle"Konfigurierbar: Zero-Retention (keine Speicherung) möglich
Nutzung zum ModelltrainingNicht explizit ausgeschlossenVertraglich verboten („Your data is not used to train foundation models")
Urheberrechts-FreistellungNein – Nutzer haftet alleinJa – Microsoft verteidigt & zahlt (Customer Copyright Commitment)
Vertraulichkeit / GeheimhaltungKeine KlauselStarke Vertraulichkeitsverpflichtung (DPA Art. 28 DSGVO)
Betroffenenrechte (Löschung, Export)Teilweise über DashboardVolle DSGVO-Compliance, Data Subject Request Prozesse
RechtsgrundlageBerechtigtes Interesse / VertragAuftragsverarbeitung (Art. 28 DSGVO) – Kunde ist Verantwortlicher

6. Handlungsempfehlungen für Ihre Privatsphäre

MassnahmeWirksamkeitAufwand
Keine sensiblen Daten in Copilot/Bing Chat/Designer eingebenHoch – verhindert Datenabfluss an QuelleGering (Verhaltensänderung)
Lokale / Open-Source-Modelle nutzen (Ollama, LM Studio, LocalAI)Sehr hoch – Daten verlassen Gerät nichtMittel (Hardware, Setup)
Microsoft-Konto auf „Minimal-Daten" trimmen: Activity History aus, Diagnostic Data „Required only", Personalisierung ausMittel – reduziert Telemetrie, nicht KI-LogsGering (Windows/Privacy Settings)
Regelmäßig Datenschutz-Dashboard prüfen & „Aktivitätsdaten löschen"Gering-Mittel – löscht Frontend-Logs, nicht Backend-Abuse-LogsGering (monatlich 5 Min)
Bei geschäftlicher Nutzung: Enterprise-Lizenz (M365 Copilot Business / Azure OpenAI) fordernSehr hoch – vertragliche Garantien, DPA, Zero-RetentionHoch (Kosten, Admin)
Widerspruch nach Art. 21 DSGVO gegen „berechtigtes Interesse" einreichen (Formular im Trust Center)Unsicher – Microsoft kann ablehnen, wenn „zwingende schutzwürdige Gründe" vorliegenGering (einmalig)
Alternativen prüfen: SwissGPT (Infomaniak), Aleph Alpha, Mistral (EU-Hosting, DSGVO-fokussiert)Hoch – andere Rechtsgrundlage, oft keine ProtokollierungMittel (Evaluation, Migration)

7. Fazit

Der „Nutzungsbeschränkungen"-Abschnitt ist kein reines Verhaltensregelwerk, sondern die rechtliche Legitimation für Microsoft, Ihre KI-Interaktionen lückenlos zu protokollieren, auszuwerten und bei Bedarf offenzulegen – während Sie für alle rechtlichen Risiken (Urheberrecht, Persönlichkeitsrechte, Regulierung) allein gerade stehen.

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Wenn Sie Datenschutz, Vertraulichkeit oder rechtliche Sicherheit benötigen, sind Privatnutzer-Copilot & Co. das falsche Werkzeug. Wechseln Sie auf lokale Modelle oder Enterprise-Verträge mit DPA.


 
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