Das grauenvolle Tagebuch des Grauens

Shadowhead

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»Ich hoffe, das ist kein Blob, der den Eingang bewacht und Unbefugte konsumiert, was ich persönlich ziemlich ätzend finden würde«, kommentierte PJ die scheinbare Konsistenz der grünen Masse und grinste dabei ob seines Wortspiels.
»Sei beruhigt, denn es ist nur ein Transportfeld, wobei die Farbe anzeigt, dass man jetzt gefahrlos reinspringen kann.«
»Und wo landet man hoffentlich weich?«
»Lass dich überraschen oder hast du Angst, weil du mir misstraust?«
Ohne zu antworten, hüpfte PJ in das Loch und hatte das Gefühl, etwas hätte ihn erst an den Füßen und dann am Genick gepackt, um seinen Körper auf die doppelte Länge zu strecken.

Als er merkte, dass er sanft auf festem Untergrund landete, öffnete er seine Augen, die er reflexartig geschlossen hatte, und sah... nichts, denn es herrschte absolute Dunkelheit am Zielort.
»Willkommen im geheimen Gefängnis des dunklen Herrschers!«, sagte jemand und lachte dann hämisch, bis eine andere Stimme den Sprecher der ersten Worte zurechtwies, dass es nicht gerade höflich sei, einen Gast so zu verunsichern.
 
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»Macht dann mal jemand das Licht an?«, fragte PJ leicht genervt ins Dunkel, welches nicht den geringsten Orientierungspunkt bot.
Prompt erschien eine große Lichtkugel und verbreitete grünes Licht, was bei PJ den Eindruck erweckte, er würde durch einen Restlichtverstärker blicken.
Da landete auch schon Kaorih neben ihm und schob ihn sanft durch den leeren Raum zur einzigen Tür, welche allerdings, wie auch die Wände, extrem mit Schnitzereien verziert war und sich nun öffnete.
PJ durchschritt sie und befand sich auf einer kleinen Lichtung, auf der eine größere Anzahl von Waldbewohnern die Ankömmlinge erwartete.
Kaorih wurde überschwänglich und mit lautem Lachen begrüßt, während PJ nur von Neugier bis Misstrauen geprägte Blicke erntete.
PJ bemerkte sofort in den Bäumen, welche die Lichtung begrenzten, mehrere Bogenschützen, doch dieser Umstand beunruhigte ihn nicht.
Schließlich beruhigte sich die Menge und Kaorih fordert PJ auf, ihr zu folgen.
 
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Sie verließen die Lichtung und erreichten wenig später einen alten und mächtigen Baum, um den sich eine schmale, doch reich verzierte Treppe wand.
PJ bewunderte die aufwändige Arbeit, denn das Geländer bestand aus unzähligen und sehr detaillierten Bewohnern des Waldes, wirkte jedoch gleichzeitig zart und zerbrechlich.
Die Treppe endete an einer sehr stabilen Galerie mit vielen Ausläufern, die den vielen Elfen genug Platz boten, um die Ankunft des Menschen zu beobachten.
Unterwegs hatte Kaorih den unmaskierten PJ kurz über die Verhaltensweisen am Hof der Königin unterrichtet und steuerte nun mit ihm ein großes und breites Tor an, dessen zwei Flügel sich in diesem Moment für sie öffneten.
Der Glanz und die schiere Größe der dahinter liegenden Räumlichkeit waren unbeschreiblich, denn man durfte nicht vergessen, dass man sich hier in der Krone eines Baumes befand, doch PJ war klar, dass dies alles nur durch Magie möglich war.
Auch im Thronsaal hielten sich eine Menge Elfen auf, aber dazwischen entdeckte PJ auch kleinere Feen und verschiedenartige Tiermenschen, die ihn alle mit durchdringenden Blicken musterten.
Plötzlich wurde es schlagartig still und man hörte nur noch das Summen der Feenflügel, als zum ersten Mal ein Mensch vor die Königin des Waldes trat.
 
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Als sie den Punkt der maximalen Annäherung erreichten, blieb Kaorih stehen und PJ tat es ihr gleich, da sie es so abgesprochen hatten.
Nun verneigten sich beide leicht und richteten sich auf, als die Königin sie ansprach.
»Willkommen, Auserwählter, der du dich bereit erklärt hast, meinem Volk in diesen Zeiten der Not beizustehen.«
»Danke für den netten Empfang, Majestät, allerdings wurde mir noch nichts über diesen Notfall mitgeteilt, weshalb ich meine endgültige Zustimmung erst geben kann, wenn ich mehr darüber weiß.«
Die wortlose, aber nicht geräuschlose Reaktion der anwesenden Personen klang wie eine Mischung aus Erschrecken, Entsetzen und Enttäuschung über die unerwartete Ablehnung des Auserwählten, welche scheinbar von den meisten als Majestätsbeleidigung empfunden wurde.
Für einen schien das dreiste Gebaren nicht länger ertragbar zu sein, denn er näherte sich PJ raschen Schrittes von hinten, zog dabei einen Dolch mit leicht gekrümmter Klinge und stach mit dieser zu, bevor ihn jemand aufhalten konnte, da niemand mit einer solchen Reaktion im Angesicht der Herrscherin gerechnet hatte.
Ein Aufschrei des Schreckens wechselte zu einem Geräusch der Überraschung.
 
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PJ ließ sich seine Überraschung nicht anmerken, während mehrere Krieger den Attentäter überwältigten und auf Anweisung der Königin zum Gefängnis brachten, wo er gebrandmarkt werden sollte.
Danach drückte die Gastgeberin ihr Bedauern über den Vorfall aus, um anschließend ihre Hoffnung in Worte zu fassen, was die Hilfe durch den offensichtlich verhassten Menschen betraf.
»Es tut mir leid, Majestät, aber euer Volk hätte wohl lieber einen hübschen Waldbewohner mit magischen Wunderkräften anstellen eines hässlichen Menschen für die Mission erwählt, weshalb ich wohl besser keine weitere eurer wertvollen Zeit vergeude und mich nun verabschiede.«
Nach diesen Worten verbeugte sich PJ erneut, drehte sich um und ging zum Ausgang, alle Proteste ignorierend, während er hörte, wie Kaorih sich bei der Königin entschuldigte und ihm dann folgte.
Auch als sie ihn erreichte, blieb er nicht stehen, denn er verspürte nicht die geringste Lust, sich in der Öffentlichkeit zu irgendwelchen Vorwürfen oder fadenscheinigen Entschuldigungen zu äußern.
Erst am Fuß des Baumes blieb PJ stehen und verspürte das Bedürfnis sich zu betrinken, um darüber nachzudenken, ob er in seine Welt zurückkehren sollte, da er noch immer das Bedürfnis hatte, Putin und andere Idioten zu töten.
Andererseits, wenn er schon mal hier war, verspürte er schon den Reiz, eine Welt, die er nur aus Filmen und Serien "kannte", wie in einem Rollenspiel zu erkunden.
 
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Also fragte er Kaorih, wo sich die nächste menschliche Siedlung befand, doch die Elfe versuchte ihn zum Bleiben zu bewegen, aber PJ lehnte dies rigoros ab.
Letztendlich zeigte sie ihm, in welcher Richtung er ein größeres Dorf finden würde, worauf der Deutsche davonflog, um weitere Kontakte mit Elfen zu vermeiden.
Es dauerte nicht lange, da entdeckte er die Siedlung und landete, um seine äußere Erscheinung etwas anzupassen.
Er legte die letzten Mailen entspannt zu Fuß zurück, bis ihm einfiel, dass er über keinerlei Zahlungsmittel in der hiesigen Währung verfügte.
Also suchte er die örtliche Taverne auf, doch statt ein Getränk zu bestellen fragte er den Wirt, ob es im näheren Umkreis ein Monster gäbe, welches er erlegen könnte, um damit etwas Geld zu verdienen.
Leider konnte ihm der Wirt in diesem Fall nicht weiterhelfen, aber auf die Räuberbande des Elon Musk war ein hohes Kopfgeld ausgesetzt, welches man in der Hauptstadt kassieren konnte, wenn man in der Lage war, Mitglieder zu fangen oder endgültig zur Strecke zu bringen.
PJ erfuhr noch, wo man den Unterschlupf der Bande vermutete, dann startete er seine Suche in der Nähe einer nicht weit entfernten Bergformation.
 
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Langsam wurde PJ klar, wie schlecht er für ein Leben in dieser Welt ausgerüstet war, was hauptsächlich an den fehlenden Finanzen lag.
Er dachte sogar kurz darüber nach, hier eine kriminelle Karriere zu starten, denn das würde vieles einfacher machen, da er immerhin sein Äußeres beliebig verändern konnte.
Da kam ihm der Zufall zu Hilfe, denn er registrierte ein kurzes Aufblitzen in einem kahlen Gebüsch am Fuße eines Hügels, dessen Flanke von einer Geröllhalde bedeckt wurde.
Schon bei der Annäherung sah PJ, dass an einem der unteren Zweige etwas Goldenes hing, was sich als einfacher Fingerring entpuppte.
Misstrauisch scannte PJ den Busch und das Erdreich nach einer Falle, entdeckte aber nichts Verdächtiges.
Also zog er ihn von dem Ast, auf dem er hing, und betrachtete ihn genauer, als sein Ohr Stimmen vernahm, die offenbar miteinander stritten.
Rasch steckte er den Ring in eine Tasche und versuchte zu lokalisieren, aus welcher Richtung sich die Stimmen näherten, denn das taten sie zweifelsfrei.
 
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PJ hörte zwei männliche Stimmen, deren Besitzer darüber stritten, wer einige Teile der letzten Beute verloren hatte.
Besonders dieser goldene Ring, der für ihren Boss besonders wichtig war, denn er war extrem notwendig, wenn sie in den Turm des Magiers einbrechen wollten.
»Wenn wir den nicht finden, sind wir tot, da war die Ansage vom Boss eindeutig.«
Als die zwei heruntergekommenen Gestalten, die PJ als der Räuberbande zugehörig einstufte, in das Blickfeld des Deutschen gerieten, hielt er den Ring hoch und fragte, ob dies das gesuchte Objekt sei.
»Selbst wenn nicht werden wir ihn vorsichtshalber an uns nehmen«, antwortete der Größere und hielt die Hand auf, während sein Kollege einen langen Dolch zog.
»Und wenn nicht, werdet ihr sicher so nett sein und mich von meinem Elend namens Leben erlösen, richtig?«
Der kleinere Räuber lachte dreckig und entblößte dabei schlecht gepflegte Zähne.
 
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»Was für ein schlaues Kerlchen du bist.«
»Obwohl ich erst vor kurzem den großen Trump getötet habe, habt ihr tatsächlich vor, mir nicht nur den Finderlohn vorzuenthalten, sondern auch meinen toten Körper auszurauben?«
PJ versuchte seine Worte mit einem Gesichtsausdruck des Unglaubens zu untermalen, aber die dümmlichen Gesichter der Räuber provozierten ihn zu einem Grinsen, dass nichts Gutes verhieß.
Die beiden hielten kurz innen, dann fragte einer, wer dieser Trump sei.
PJ erklärte ihnen höflich, dass dieser Trump nur der Boss der stärksten Armee der Welt war, aber die konnte ihn nicht retten.
»Aber wenn ihr ihm in der Hölle begegnet, könnt ihr ihn ja fragen, wie ich das geschafft habe.«
Dann stand PJ plötzlich vor ihnen, brach ihnen mit zwei schnellen Faustschlägen ihre Adamsäpfel und sah ihnen beim Ersticken zu.
 
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Schon kurz nach seiner unüberlegten Aktion bereute er, die beiden nicht verhört zu haben.
Also steckte er den Ring in die Tasche und machte sich anschließend Gedanken, wo die Bande ihren Unterschlupf haben könnte.
Er vermutete, dass er nicht allzu weit entfernt war, denn er konnte sich nicht vorstellen, dass die zwei Hohlkörper sich schnell bewegt hatten, also keine riesige Strecke hinter ihnen lag.
Da fiel ihm ein, dass die Räuber nicht nur den Ring gesucht hatten, weshalb er sie filzte und ein paar Kupfermünzen, zwei Silbermünzen und eine silberne Halskette mit Anhänger fand.
Auf ihre Waffen verzichtete er, da er sie als billigen "Ramsch" einstufte, der ihn nur belasten würde.
Dann scannte er den Boden in der Hoffnung, so ihren Spuren zumindest ein Stück folgen zu können, was zu seiner Überraschung funktionierte.
So dauerte es nicht lange, bis er erneut Stimmen hörte und kurz darauf einen schmalen Felsspalt entdeckte, aus dem die Stimmen kamen.
 
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PJ dachte kurz, wie geil es wäre, jetzt einen kleinen Stick zu rauchen, bevor er den Unterschlupf der Räuber betrat und ihnen nicht nur in den Arsch trat, aber in der Stadt würde er sicher etwas Rauchware kaufen können, da war er sich sicher.
Wenige Schritt vor dem Eingang hörte es sich so an, als würde im Inneren ein heftiger Streit entbrannt sein, weshalb er nicht darauf achtete, besonders leise zu sein.
Die Höhle war flächenmäßig kleiner als erwartet, was wohl auch an der relativ niedrigen Decke lag, und mit den vier Streitenden waren wohl alle lebenden Verbrecher anwesend, denn PJ konnte sechs Schlafplätze zählen, bevor man auf ihn aufmerksam wurde.
»He, wer bist du denn?«, fragte ein grobschlächtiger Kerl mit Vollbart, der offensichtlich vor dem verteilen der Intelligenz eingeschlafen war und daher leer ausging.
»Lasst euch nicht stören, denn ich bin nur hier, um euch zu töten und meine finanziellen Möglichkeiten zu erweitern«, antwortete PJ höflich und erwartete tänzelnd wie ein Boxer den ersten Angriff, doch seine zukünftigen Opfer waren perplex um so schnell wie erwartet zu reagieren.
»Wer ist eigentlich der sogenannte Räuberhauptmann von euch Waschlappen?«, schob er deshalb eine wichtige Frage hinterher, und tatsächlich antwortete ihm der Kerl mit dem Bart.
»Ich natürlich, aber dieses Wissen wird dir nichts nutzen, denn gleich bist du so tot wie meine Großmutter!«
 
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