Das grauenvolle Tagebuch des Grauens

Shadowhead

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Er litt unter permanenter Todesangst, doch er ließ es sich äußerlich nicht anmerken, denn er wusste etwas, dass andere nicht wussten.
Dieses Etwas ängstigte ihn jedoch nicht, warum auch.
Im Gegenteil, es erregte ihn sogar, wenn er darüber nachdachte, wie komplex sein scheinbares Wissen war.
Er hatte versucht, den Menschen zu helfen, doch niemand konnte sehen, was er sah.
Er kam sich vor, als wäre er Gast in Corner Office, denn dort konnte auch nur eine Person die Tür sehen, durch die man das Büro betreten konnte.
Aber an diesem Tag, einem Freitag, lag etwas in der Luft.
Als er es schließlich sah, weigerte sein Verstand sich, die veränderte Realität anzuerkennen.
 
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Sein erster Gedanke war, es sei ein aufwendig hergestelltes Spielzeug, bis es mit einem kaum vernehmlichen Summen vom Boden abhob und auf ihn zuflog.
Mit aufgerissenen Augen, die Hände zu einer abwehrenden Geste erhoben, starrte er auf das sich ihm nähernde Objekt.
Es hatte die Form einer alten Kaffeekanne ohne Henkel, die "rückwärts" flog, da der "vordere" Hals offensichtlich als Auspuff für den Antrieb diente, denn die austretende Hitze ließ die Luft flimmern.
Den bauchigen Korpus krönte eine kleine, durchsichtige Kuppel, die in einem unheilschwangeren Rhythmus blutrot aufleuchtete.
Der flache Boden des Fluggeräts war bestückt mit 6 winzigen Kopien der oberen Kuppel.
Sie waren kreisförmig angeordnet und jede blinkte in einer anderen Farbe.
Kurz bevor es zu einem körperlichen Kontakt kam, stoppte das mysteriöse Flugobjekt.
 
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PJ war wie gelähmt, selbst das Atmen fiel ihm schwer.
Das Objekt, welches etwa die Masse von 2 Köpfen hatte, wies an seiner Vorderseite plötzlich ein kleines Loch auf.
Noch bevor sich PJ in Gedanken damit befassen konnte, warum da ein Loch war und wozu es dienen könnte, traf ihn ein hellgrüner Lichtstrahl.
Sämtliche Muskeln seines Körpers schienen sich nun wechselweise anzuspannen und wieder zu lockern, was sich unangenehm anfühlte, aber nicht schmerzhaft war.
Gleichzeitig sah es so aus, als würde sich das Flugobjekt aufblähen.
Jetzt ergriff PJ die Angst, das Teil könnte jeden Moment wie ein überstrapazierter Luftballon platzen.
Hätte er einen anderen Blickwinkel auf die Situation gehabt, wäre ihm klar geworden, dass nicht das Objekt größer, sondern er kleiner wurde.
 
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Flucht kam nicht mehr infrage, denn er hatte jegliche Kontrolle über seinen Körper verloren.
Seine Gedanken rasten, versuchten zumindest eine Erklärung zusammenzuschustern, um seine beschissene Situation mit Logik aufzuwerten.
Und während sein Gehirn eine Mischung aus Lambada und Polka vollführte, wurde ihm schwarz vor Augen.
Als sein geschocktes Kontrollzentrum ihn endlich wieder mit der Realität verband, lag er auf einer relativ weichen Unterlage.
Er hob den Kopf etwas an und versuchte sich zu orientieren, aber der Raum, in dem er sich befand, bot mit seinen glatten, matt schimmernden Metallwänden keinerlei Bezugspunkte für seine Sinne.
Zudem war still, bis auf dieses Summen, das er schon kannte.
Auch zu riechen gab es nichts und schmecken konnte er nur den pelzigen Belag auf seiner Zunge.
 
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"Was ich wieder für eine Scheiße träume", dachte er und wunderte sich, wie langsam seine Gedanken durch seinen Kopf wehten.
Aber träumte er tatsächlich, denn einen solchen Mist setzte sein Hirn ihm nicht mal vor, wenn er einen Mix aus Dope und Alk konsumiert hatte.
Schon langweilte er sich und wollte aufstehen, um sich die Beine zu vertreten und, falls es hier nicht irgendwo ein Klo gab, eine Stange Wasser ins Eck zu stellen, denn seine Blase signalisierte einen hohen Pegel.
Doch sein Körper schien an dieser weichen Unterlage zu kleben, selbst seine Finger waren nicht zu bewegen, denn in seiner hochkochenden Wut wollte er mindestens eine Faust ballen, um mit ihr dem Erstbesten die Fresse zu verbeulen.
»Fuck!«, fluchte er und zerrte verzweifelt an seinen unsichtbaren Fesseln, was aber wie befürchtet nichts brachte.
»Wer auch immer für diese Scheiße verantwortlich ist, lass mich sofort frei oder du hast bald einen Knoten im Schwanz!«
Und zu seiner großen Überraschung entstand in einer Wand der Umriss einer Tür, die sich Sekunden später öffnete.
 
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Verwundert starrte PJ an, was langsam in den Raum rollte, denn in gewissen Grenzen sah die Maschine aus wie ein Dalek aus der TV-Serie Doctor Who, nur kleiner und schmaler.
MEIN MEISTER SCHICKT MICH, UM DICH ZU BERUHIGEN, kam es schnarrend aus einem nicht erkennbaren Lautsprecher.
»Ich soll mich beruhigen?«, schrie PJ die Maschine an, die mit ihren 2 "Armen", an deren Enden zangenartige Greifer saßen, herumfuchtelte wie ein Tyrannosaurus Rex mit seinen unnützen Stummelärmchen.
JA ODER ICH MUSS...
»Du musst gleich sterben, denn sobald ich wieder bewegen kann, nehme ich dich Stück für Stück auseinander, du hässlicher Blecheimer!«
ICH BIN NICHT HÄSSLICH, behauptete der "Roboter" und näherte sich bis auf Armlänge, öffnete die linke Schere und fuhr eine länger werdende Nadel aus.
»Das wagst du nicht, du Kochpot auf Rädern!«, schrie PJ die Maschine mit einer unverhohlenen Drohung in der Stimme an, doch in seinem Inneren manifestierte sich bereits ein Klumpen aus Angst und Verzweiflung aufgrund seiner Hilflosigkeit.
 
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»Ich hatte damit gerechnet, dass du neugieriger bist und gern gewusst hättest, warum du hier bist und wie dieser Umstand dein Leben verändern könnte«, fragte eine sanfte Stimme aus dem Nichts, deren Klang fast schon als hypnotisch eingestuft werden konnte.
Die Maschine blieb zudem stehen und die Nadel verschwand, die Schere schloss sich.
»Dann willst du keine Experimente an mir vornehmen, denn es heißt ja, dass ihr gern Analsonden bei Menschen einführt wie bei Cartman
»Ich kenne weder diesen Cartman, noch hatte ich vor, dich mit Sonden zu quälen.
Eigentlich wollte ich dir ein Geschenk machen, welches deine kühnsten Träume übertreffen würde, aber ich werde dich nicht zwingen, es anzunehmen.«
»Jetzt bin ich neugierig, doch ich unterhalte mich ungern mit jemand, der scheinbar etwas zu verbergen hat, denn sonst wäre die Situation eine andere und ich kein Gefangener.«
 
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»Es war eine Vorsichtsmaßnahme, denn die Menschen haben den Ruf, recht aggressiv zu sein.
Und wenn du ehrlich bist, warst du sofort aggressiv und dachtest, ich wäre ebenfalls männlichen Geschlechts.
So denken Männer scheinbar allgemein auf der Erde, doch während du auf dem Durchleuchter lagst, erfuhr ich mehr über dich und dein wahres Wesen.«
»Da ich mich immer noch nicht bewegen kann, ist dein Urteil über mich offensichtlich negativ ausgefallen, was bedeutet, dass ich mir in die Hose machen muss, weil sonst meine Blase platzt.«
»Das ist nicht nötig, aber lass dein Abwasser nicht in einer Ecke raus, sondern benutze das Loch in der Wand hinter dir.«
PJ spürte sofort, dass der "Durchleuchter" in freigab, und schwang sich von der weichen Unterlage, die, wie er nun feststellte, sich auf einem massiven Block befand, welcher langsam im Boden versank.
Rasch und gerade noch rechtzeitig erleichterte sich der Deutsche und fragte anschließend: »Und was machen wir jetzt?«
 
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»Ich denke, du hast viele Fragen betreffs meiner Person und warum ich eigentlich die Erde besuche, oder liege ich da falsch?«
»Ich frage mich tatsächlich, ob du eventuell eine Art Silver Surfer sein könntest, dessen Auftrag es ist, alles über die Menschen und diese Welt zu erfahren, damit die Invasion ohne größere Verluste über die Bühne geht.
Gleichzeitig würde mich brennend interessieren, wann wir uns treffen, denn ich würde zu gern wissen, wie du aussiehst.«
Da begann eine Wand zu flackern, bis ein Teil von ihr zum Bildschirm wurde, der das Bild vom Kopf einer Katze mit schwarz-weißem Fell übertrug.
Der Blick der grünen Augen hatte etwas Lauerndes, bis ein Auge ihm zuzwinkerte.
»Persönlich können wir uns nicht treffen, da wir beide nicht in der Atmosphäre des anderen überleben können.«
»Hast du denn keinen Raumanzug oder ähnliche Technik für solche Fälle?«
 
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»Das Schiff ist mein Schutz, denn es ist nicht vorgesehen, dass ich es aus irgendeinem Grund verlasse.«
»Verstehe.«
»Wenn du keine Fragen mehr hast, können wir zum eigentlichen Grund deines Hierseins kommen.«
»Nur noch eine, denn ich weiß noch immer nicht, wie du heißt.«
»Ich heiße Shaklamantera ai Popolatekx
.«
»Da ich mit etwas ähnlich komplizierten gerechnet habe, nenne ich dich Shakla, okay?«
»Da bei euch kurze Namen gebräuchlich sind, bin ich einverstanden«, stimmte die Kommandantin des Raumschiffs zu.
 
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Nun begann sie mit einem längeren Vortrag, in welchem sie PJ erklärte, welcher Art ihr Geschenk war und wozu er bereit sein musste.
Neben einer "Aufbau-Kur" für seinen Körper, die aus 3 Pillen bestand, sollte er auch speziell eingekleidet werden.
Außerdem würde Shakla ihn beraten, inwieweit er eine zusätzliche Waffe brauchen könnte, falls er eine solche überhaupt wollte.
»Bekomme ich auch eine coole Erkennungsmelodie, die ertönt, wenn ich erscheine?«, fragte er grinsend, obgleich er davon ausging, die Antwort zu kennen.
»Rein technisch wäre das möglich, aber ich rate davon ab, denn es wirkt albern und man würde dich höchstwahrscheinlich nicht ernst nehmen.«
»Wie sieht es mit einem Roboter aus, der mich begleitet und alles filmt, außerdem meinen Social-Media-Account und meine Termine managt?«
»Das ist kein Problem, wenn du ihm erklärst, was genau er für dich machen soll.«
 
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Wenig später war der Zeitpunkt gekommen für die erste der drei Pillen.
PJ war ein wenig enttäuscht, denn in seinem Hirn hatte er etwas wie bei Matrix erwartet, aber Pille war weder blau noch rot, sondern hatte die Farbe von gepresstem Kokain.
Kaum hatte er sie geschluckt, passierte nichts von dem, was er befürchtet hatte, denn er bemerkte keinerlei Veränderung, weder an sich noch an der Umgebung.
Also fragte er bei Shakla nach, ob die Pille eventuell vertauscht worden war oder einfach nicht in seinem Sinne funktionierte.
Doch sie versicherte ihm, dass es völlig normal war, denn seine Augenfarbe hatte wie erwartet gewechselt, ebenso seine Haarfarbe.
Auch in den Roboter, welcher die ganze Zeit wie hirntot herumgestanden hatte, kehrte das "Leben" zurück, denn er gab Töne von sich, die einen seiner Kollegen aus der Wand kommen ließ.
Dieser umkreiste PJ und scannte ihn mit einem rötlichen Strahlenfächer.
 
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Nach dieser Prozedur folgte die Einnahme der zweiten Pille.
Wieder eine kalkweiße, aber mit einem leichten Nachgeschmack, den PJ Richtung Erdbeere einstufte.
Ein dritter Roboter tauchte mit einem Ballen verschiedener Stoffe auf, die er auf einer aus dem Boden hochgefahrener Arbeitsplatte be- und verarbeitete.
Dabei unterstützte ihn derjenige, welcher PJ gescannt hatte.
Auf einer Art Stuhl sitzend, der ebenfalls aus dem Boden erschienen/entstanden/was auch immer war, und überlegte, was genau Shakla von ihm erwartete, wenn er die komplette Prozedur hinter ihm lag.
»Gibt es eigentlich irgendwelche Erwartungen oder Vorschriften, die mein Verhalten regeln oder einengen sollen, wenn ich bereit bin, in Aktion zu treten?«
»Nein, denn das Ganze ist ja ein Geschenk, über welches du in jeder Beziehung frei verfügen kannst, außer dein Gewissen hat Bedenken«, antwortete das Katzen-Alien.
 
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"Sehr gut", dachte der Kölner, "dann brauche ich in gewissen Situationen keine Rücksicht auf die Muschis zu nehmen."
Da auch der letzte Typ, den er fälschlicherweise für einen Freund gehalten hatte, ihn wegen einer Bemerkung, deren Ursache in der Vergangenheit verwurzelt war, denn PJ hatte kein Glück mit der Wahl seiner Freunde.
Irgendwann wurde er immer belogen, betrogen oder grundlos geghostet, was ihn jedes Mal erneut in Depressionen versinken ließ.
Doch seine Hilfe und Unterstützung nahmen sie gern in Anspruch, ebenso sein Geld.
Sein Vorbild würde der Held seines Romans sein, den er während seiner größten Krise geschrieben hatte, um zu verhindern, dass er sein Leben vorzeitig beendete.
Nun würde er der Welt zeigen, was wirklich in ihm steckte, ohne dass sie die Chance bekamen, seine Taten zu belächeln und kleinzureden.
Voller Vorfreunde nahm er die dritte Pille entgegen und schluckte sie mit einem Lächeln.
 
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Nachdem auch die Anprobe seiner Uniform zu seiner Zufriedenheit verlaufen war, betrachtete er sich bewundernd in einem "Spiegel".
Seine neue Arbeitskleidung war zum größten Teil schwarz, außer einem roten Totenkopf über die gesamte Brust, den roten "Stiefeln" und fünf kleinen gelben Sternen auf jeder Schulter.
Seine personifizierte Waffe steckte in einem Holster, welches eigentlich nur eine längliche Seitentasche seines Anzugs war.
Probeweise ließ er durch einen entsprechenden Gedanken seine Maske erscheinen, die daraufhin sein Gesicht komplett bedeckte.
"Sieh dich vor, Welt", dachte er bei seinem Anblick, "denn jetzt beginnt ein neues Zeitalter."
Dann streckte er die Hand aus und sofort ließ sich ein kleiner, aber brandgefährlicher Vogel auf ihr nieder, der sich auch unsichtbar machen konnte.
»Okay, Shakla, setz uns bitte in meiner Wohnung ab, damit ich noch meine Lieblingsmusik einspeichern kann, denn ohne musikalische Untermalung macht das Terrorisieren von Diktatoren nur halb soviel Spaß.«
 
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Natürlich war das für den (?) Außerirdischen kein Problem, sodass PJ Minuten später in seiner kleinen Wohnung stand und sich einen Joint drehte, während aus den Boxen ein Song der Revolting Cocks dröhnte.
Als die Tüte brannte und der erste Zug daran seine Lunge füllte, lehnte sich PJ entspannt zurück und versuchte die vor ihm liegende Zukunft planungstechnisch ein wenig zu ordnen, als es an der Tür klingelte.
"Das ist bestimmt diese Elefanten-Tusse aus der Wohnung über mir", dachte er und entschied das Klingeln zu ignorieren.
Doch wer immer ihn stören wollte, klingelte ein zweites und ein drittes Mal.
»Verfickte Hurenscheiße, da legt es jemand drauf an, dass ich meine Desintegrator an ihm teste«, fluchte PJ, während er den Weg zur Wohnungstür zurücklegte.
Als er die Tür aufriss, zuckte der Störenfried zusammen und machte zwei Schritte rückwärts, denn das wutverzerrte Gesicht des Mieters ängstigte ihn.
Es war der Nachbar aus der Wohnung nebenan, den PJ bei dessen Einzug wegen seines langen Barts als Terroristen oder zumindest Sympathisanten eingestuft hatte.
 
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PJ starrte sein Gegenüber einfach weiter mit zusammengekniffenen Augen an und wollte gerade anfangen zu knurren, da hob der Bart mit zwei Beinen beschwichtigend die Hände.
»Bitte entschuldigen Sie die Störung, aber wäre es möglich, dass Sie die Musik etwas leiser machen?«
»Ich soll die Musik lauter machen?«
Der Bart sah ihn irritiert an und wagte schließlich zu widersprechen, was PJ innerlich laut lachen ließ.
»Bitte, meine Kinder können nicht...«
Weiter kam er nicht, denn jetzt war PJ kurz davor, aus den fünf Kindern dieses Ungläubigen einen Haufen Halbwaisen zu machen.
»Sie meinen diese bei jeder Gelegenheit schreiende und randalierende Horde, bei der Sie, wie alle ihrer Landleute, darauf verzichtet haben, sie zu erziehen, weil sie damit beschäftigt sind, die Hand aufzuhalten, wenn Sie nicht gerade am nächsten Kind arbeiten?«
 
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»Wie meinen Sie das?«
In diesem Moment fiel PJ auf, dass er zwar seine Maske hatte verschwinden lassen, aber nicht sein Kostüm, und er nun einen Zeugen vor sich hatte, der seine geheime Identität kannte.
Ohne länger darüber nachzudenken, zog er seine Waffe und löste den Bartträger auf, dessen Namen er weder kannte noch im Ernstfall hätte unfallfrei aussprechen können.
Per Röntgenblick sah er sich kurz um, ob es unerwünschte Zeugen seiner Tat gab, und schloss danach leise und irgendwie zufrieden seine Wohnungstür.
Allerdings hatte die Wirkung des Joints gelitten, weshalb er seine Surroundanlage ausschaltete, sein Kostüm verschwinden und in dem darunterliegenden Outfit sein bescheidenes Heim verließ.
PJ genoss das sonnige Wetter, aß unterwegs einen großen Becher Eis und nahm sich zum ersten Mal in seinem Leben die Zeit, auf einer Parkbank sitzend den Sonnenuntergang zu bewundern.
Und der Tag wurde noch besser, denn ein junger Mann setzte sich neben ihn, zog ein Messer und raunte ihm zu: »Gib mir dein Geld und dein Handy.«
 
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PJ grinste den Typen provozierend an und bat ihn schließlich, er möge sich darauf vorbereiten, die größte Enttäuschung zu verkraften, da alle verstorbenen Anhänger von Allah vergeblich auf die große Orgie mit den Jungfrauen warteten.
»Was willst du damit sagen, du ungläubiger Hund?«, schrie ihn der Messerstecher an und schien kurz davor, die Beherrschung zu verlieren, denn nichts hassten diese Leute mehr, als wenn sich jemand über ihre Religion lustig machte.
»Dein Hirn wurde gefickt und der Prophet lacht sich über euch dummen Arschgeigen kaputt, weil...«
PJ konnte förmlich hören, wie der eh schon dünne Geduldsfaden seines Gegenübers mit einem zarten "Pling" zerriss und nun die Strafe folgte, denn der Typ stieß zu.
Als er merkte, dass die Klinge seines Messers PJ nicht verletzen konnte, rastete er völlig aus und versuchte mit vielen schnellen Stichen doch noch sein Ziel zu erreichen.
Irgendwann stoppte PJ die Zerstörung seiner Kleidung, indem er das Handgelenk der Messerhand packte und zudrückte.
Der Angreifer schrie auf, erst vor Schmerz, dann vor Entsetzen, denn PJ hatte seine Kraft unterschätzt, deshalb fiel die Hand mit dem Messer zu Boden und beide starrten auf den blutenden Stumpf.
 
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