collo
Oldie aus dem Ruhrpott
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25 Jahre unterlag dieser Film einem Aufführungsverbot
Skandalfilme, die wegen ihrer Inhalte auf dem Index stehen, gab es viele.
Oft sind Faktoren wie Gewaltverherrlichung, sexistische Darstellungen oder religiöse Verunglimpfung die Auslöser.
In der DDR reichte jedoch schon leise Kritik am Staat, um ein Aufführungsverbot zu riskieren.
Im Jahr 1965 traf dieses Urteil Kurt Maetzigs "Das Kaninchen bin ich".
Darum geht es in "Das Kaninchen bin ich"
Die junge Kellnerin Maria (Angelika Waller) verliebt sich in den deutlich älteren Paul (Alfred Müller).
Sein charmantes Auftreten sorgt dafür, dass Maria immer stärkere Gefühle für ihn entwickelt.
Was sie jedoch nicht ahnt: Paul ist verheiratet.
Die Situation verschärft sich, als Maria bewusst wird, dass Paul der Richter ist, der ihren Bruder zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilte.
Auch ihre eigenen Pläne wurden dadurch durchkreuzt.
Aus der heimlichen Liebe wird ein moralisches Drama, in dem Misstrauen die Oberhand gewinnt.
Zu selbstbewusst für die DDR
Die Rolle der Maria, im Film von Angelika Waller ("Rotfuchs") gespielt, war den SED-Funktionären ein Dorn im Auge.
Wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk MDR berichtet, bildete die dargestellte Selbstbestimmung und Eigenverantwortung der Figur einen Gegenentwurf zu der Hörigkeit der DDR.
Zudem stellte Maetzig die Unabhängigkeit der Justiz infrage, was den Verantwortlichen sauer aufstieß. Nach Auffassung des Zentralkomitees verbreitete "Das Kaninchen bin ich" schädliches Gedankengut und sozialismusfremde Konzepte, die es galt, einzudämmen. Im Dezember 1965 fiel somit die Entscheidung, den Film zu verbieten.
Regisseur Kurt Maetzig erhielt in Form von Gehaltskürzungen eine entsprechende Strafe.
Ich hab hier den ganzen Film für euch ...
Das Kaninchen bin ich - Spielfilm (ganzer Film auf Deutsch) - DEFA
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