Benzinvergleich 31.03.2026 - zwischen Deutschland und Polen

AllusioN

Omnia conexa sunt
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Zunächst danke an euch drei (Necro, Finus und Master) - es macht Spaß, eurer Diskussion und euren Argumenten zu folgen.

Necro, kurz zu deinem Plem-Plem-Absatz: Bedenke bitte, dass man, sofern man nicht im Geld schwimmt, viel Zeit investieren muss, um in diese Themen einzusteigen, Pro und Kontra zu ermitteln und Entscheidungen zu treffen. Bedenke auch, dass viele Menschen schlussendlich intellektuell auch gar nicht in der Lage dazu sind.
Dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist und nicht direkt auf jeden neuen Zug springt, ist richtig und wichtig. Wenn dein Vater nun ein bewanderter Pionier ist und den Vorreiter spielt, dann ist es doch völlig legitim, dass Menschen in seinem Umfeld seinen Erfolg sehen, darüber diskutieren und am Ende bei guten Argumenten den selben Weg gehen. Das als Plem-Plem zu bezeichnen, finde ich etwas von oben herab. Nicht jeder hat die Zeit, das Geld, das Wissen, den Intellekt, die Kontakte, ...
Was ich aber nicht verteidigen will, sind Unwissende, welche dann die Ignoranz-Schiene fahren, alles besser wissen, sich keine Argumente anhören, es dann aber hintenrum irgendwann doch machen. Das ist ein ekelhafter Charakterzug.
Ich möchte auf jene verweisen, die unsicher, unwissend, aber offen sind.
 
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xNecromindx

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Ist doch kein Problem!? Habe unseres damals für 25 Euro aus Kleinanzeigen gefischt.
Da ist das Argument also nicht ob es geht, sondern einfach ob man es will.

Es geht doch um den Gedanken der Problemlösungs-Orientiertheit: Ich habe ein Problem, also suche ich ne Lösung. Simple. In den meisten Fällen stehen so derart viele Lösungen zur Verfügung, dass die Auswahl derer schwieriger ist, als die Lösung als solches.

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Also ich habe ja nun zwei Kinder und kann das Problem ehrlich gesagt nicht ganz nachvollziehen.
Wir hatten einen Kindersitz für Babys - gut, die sind etwas wuchtiger. Aber den zweiten (wegen zweitem Kind), den wir gekauft haben, war ein deutlich schmalerer Sitz für etwas größere Kinder. Die Kleine passte da wunderbar rein (das Ding war verstellbar) und der Säugling war im alten Sitz. Das war in nem A3 - jetzt nicht unbedingt ein Tanzsaal. Da hat man in der Mitte dazwischen problemlos sitzen können und hätte auch noch einen Kindersitz hinpacken können. Das Problem wäre da mehr die Isofix-Befestigung gewesen, die es in der Mitte nicht gibt. Der Zoe des Freunds, ja, hinten enger. Zwei Kinder aber kein Problem. Drittes würde da problematisch.
Aber spätestens mit so 5/6 sind die zu groß für diese Sitze, dann haben die, exakt mit diesen Styroporsitzerhöhungen hinten gesessen.

Den Vergleich mit früher habe ich ja nicht grundlos gemacht: Der Golf von damals, war/ist größentechnisch mittlerweile sogar vom Polo überholt worden. Die Karren werden immer größer und schwerer. Dieser Platzanspruch ist also durchaus etwas inflationär über die Jahre...
Diesen Anspruch, dass man heute für eine 4-Köpfige Familie unbedingt eine Klasse wie A6 oder 5er BMW braucht, erzeugt bei mir doch arges Stirnrunzeln.

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Es ist ja nun einmal so, dass ein Mieter ohnehin keine PV in diesem Sinn installieren kann. Aber für 300 Euro können die auch eine Balkon-PV da hinhängen. Hürden die damit verbunden sind, mal dahingestellt. Es geht darum, wie Eingangs erwähnt, dass es für Probleme Lösungen gibt.
Wenn ich aber sehe, dass Menschen derart viel für Miete zahlen, dann frage ich mich schon, ob die sich hinreichend Gedanken zu ihrer Lebenssituation machen. Ich zahle so viel ja nicht einmal fürs Annuitätendarlehen des Eigenheims.
Wenn man das von dir genannte Medianeinkommen veranschlagt und über 1000 Euro für die Miete zahl, so leid es mir tut, man steckt schon in einer Überschuldungsspirale. Das Einkommen passt nicht zu den Lebensverhältnissen. Das wichtige ist ja, das auch zu realisieren und daraus Konsequenzen zu ziehen. Ich finde es immer zu einfach zu sagen: Tja, Miete teuer, Sprit teuer, Lebensmittel teuer... Was soll ich denn tun!? Wie wäre es mit Lebensverhältnisse dem Einkommen anpassen? Das meine ich ja mit gesammelte Lebenserfahrung, denn ich kenne ja nun auch diese Leute. Da beschwert man sich, dass man so wenig verdient, quarzt wie ein Schlot, hat zwei Streaming-Dienste abonniert und einen Handyvertrag, wo pro Monat eine Gebühr anfällt, die ich nicht einmal im ganzen Jahr bezahle. Tja, warum kann man da wohl nichts mehr zur Seite legen!?
Das ist genau das Problem, von dem ich gesprochen habe: In den Tag hinein leben. Sich vom Konsum in aller Form anfixen lassen. Urlaub: Aber klar doch! Das Geld was da zirkuliert wird überhaupt nicht sinnvoll investiert.

Und ja, dann kommen so Halsabschneider wie Enpal, und ziehen denen noch mehr von der wenigen Kohle aus der Tasche. Warum funktioniert das? Weil diese Firmen bei solchen Leuten auf fruchtbaren Boden stoßen! Ist jetzt Enpal der Böse in dem Spiel? Eigentlich nicht. Die zwingen ja niemanden. Die holen sich eben die Dummen von der Straße, bevor es ein anderer tut.

Wer von denen führt denn ein Haushaltsbuch und kontrolliert seine Ausgaben? Wer entwickelt auf Basis dessen Sparpläne, um Gelder frei zu machen, für ein spezielles Investitionsziel, das man erreichen möchte?
Insbesondere besagte Mittelschicht ist doch von dieser Fehlprägung geleitet: Verdient genug um glauben zu können, man kann einen auf dicke Hose machen und frönen dem ungezügeltem Konsume, mit Essen gehen, Impulskäufe im Supermarkt an jedem dritten Regal, ach, warum nicht mal ein neuer Fernseher...... Dann sitzt man da am Monatsende uns attestiert: Ach menno, diesen Monat schon wieder nichts gespart. Tja, aber wer trägt denn jetzt die Schuld daran!?

Wir reden doch nicht von denen, die schon ganz unten sind und denen die Luft zum Atmen komplett fehlt. Da reden wir von Lebenssituationen, wo der Staat meist eh schon unter die Arme greift. Selbst wenn sie es könnten, wollen die gar nicht sparen, weil der Staat ihnen dann Beihilfen gleich wieder wegkürzt.

Schaffen wir doch mal Fakten in Form von Zahlen:
Etwa 15% der deutschen Bevölkerung hat ein Monatseinkommen von 5000 Euro brutto oder höher. 15% von aktuell 83,5 Millionen Bundesbürgern sind 12,5 Millionen Menschen.
Stellen wir mal gegenüber:
Anzahl installierter PV-Anlagen in Deutschland: 4,2 Millionen (inkludiert auch Freiflächenanlagen)
Anzahl zugelassener EV: 2,5 Millionen (4,1% des Fahrzeugbestandes)
Anzahl iinstallierter Wärmepumpen: 2 Millionen

Fällt dir etwas auf?
Wir tun immer so, als wäre das jetzt ein Resultat der Handlungsunfähigkeit einer zu armen Bevölkerungsschicht. Können wir mal damit aufhören und die Tasche voll zu lügen und nach Ausreden zu suchen?
15% der Bevölkerung kann problemlos durch seine Kaufentscheidungen sich für die intelligentere Lösung entscheiden. Machen sie aber nicht!
Wo sehe ich installierte PV-Anlagen auf dem Dach? Schau ich mich so um, dann sind die allerwenigsten davon die Spitzenverdiener. Da stehen mehrheitlich der Ford, Mazda, Hyundai oder wie sie nicht alle heißen in der Einfahrt. Vor einem Haus, wo kein genauerer Blick nötig ist um zu wissen, dass das Haus lange vor der Geburt des Besitzers errichtet wurde.

Wir sollten also damit aufhören so zu tun, als sei das eine Frage dessen, ob man sich das leisten könnte. Das Problem fängt oben an. Nämlich bei allen die irgendwann einmal diesen oder jenen Neuwagen gekauft haben, der dann irgend wann einmal als Gebrauchtwagen im Markt landet. Angebot und Nachfrage regelt den Preis. So lange oben aber weiterhin Verbrenner gekauft werden, können auch nur in Folge Verbrenner in den Gebrauchtmarkt durchrutschen. Gleichzeitig verteuert sich die Herstellung, weil in Relation nur wenige EV produziert werden.

Denn die Besserverdiener interessiert doch der Spritpreis nicht. Genau wie du schon schreibst: EUR 2,05 kann ich mir leisten!
Genau, denn mit einem gewissen Einkommensniveau sind diese rund 20 Euro pro Tankfüllung mehr oder weniger völlig unerheblich. Ich muss einmal im Monat Tanken. Was jucken mich die 20 Euro!? Freuen wir uns. Wer sich aber nicht freut, sind die rund 50% der Bevölkerung, die mit ihrem Nettoeinkommen unter 2000 Euro liegen. Und die sind abhängig davon, was bei den 50% über ihnen passiert.

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Was auch vollkommen richtig von dir bewertet wird!
Nur wird ausgeblendet, dass es ohne diese massiven Kollateralschäden überhaupt nicht mehr geht. Das ist nämlich analog zu der Spirale von der ich oben sprach: Habe ich mich erst in all diese Abhängigkeiten begeben, sie etabliert und mich daran gewöhnt, um so schwerer fällt der Schwenk. Ja, mit unter scheitert man auch daran.
Wir können die Uhr aber nicht zurück drehen. So wie du als Langzeitmieter nicht irgendwann sagen kannst "ach hätte ich doch mal vor 20 Jahren all meine Mieter mal lieber in ein Darlehen gesteckt, für irgend ein Eigenheim". Der Zug ist doch abgefahren. Je länger man aber wartet, je kürzer wird die Zeit um aus den Zug zu steigen, bevor er die Wand erreicht. Der Zug fährt halt weiter. Der bleibt nicht stehen.

Was also jetzt passiert, ist doch die schon damals absehbare Konsequenz, die ein extrem großer Teil ausgeblendet hat, weil sie sich haben weiß machen lassen, dass das alles schon wird und sie ihr Leben einfach so weiterleben können, als würde es die Realität um sie herum nicht geben.
Deswegen habe ich ganz oben geschrieben: Selber Schuld!
Die große Mehrheit hat nichts dafür getan die Konsequenz zu verhindern oder sie gar auch nur abzumildern. Und jetzt wählen diese Armleuchter auch noch die afd, weil die ihnen das verspricht, was in der Vergangenheit schon nicht einzulösen möglich war. Mit anderen Worten, stimmen all jene für nichts anderes als: Ist mir egal, lass mich in ruhe, ich will so weiterleben wie ich es jetzt gerade gewohnt bin - Punkt! Und damit für genau das Problem, was nun Stück für Stück immer mehr am eigenen Leib zu spüren bekommen.
Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das selbe zu tun, aber auf ein anderes Ergebnis zu hoffen.

Leider sind die meisten Menschen nicht bereit ohne hinreichenden Druck aus ihrer Komfortzone zu kommen. Da muss ihnen der Arsch auf Grundeis gehen, damit da Bewegung rein kommt. Das schlimme daran ist, dass der Staat nur darum bemüht ist, es genau diesen schwerfälligen Parasiten recht zu machen. Dabei wissen wir um das Problem. Spätestens mit der Ölkriese in den 70ern ist klar, wo das Problem liegt. Spätestens mit Beginn dieses Jahrtausens haben wir die Technologie das Problem zu lösen. Macht halt nur keiner. Stattdessen wird permanent gefaselt von "Technologieoffenheit", als Verschleierungsformulierung für: Ach weißt du, hab keine Lust das Problem anzugehen - lass mal morgen gucken! "Ey Schatz, wir müssen mal wieder aufräumen..." :rolleyes:

So bleibt es wie eh und je: Wir machen so weiter wie bisher und hoffen mal drauf, das morgen jemand die ultimative Lösung findet, die uns allen genehm ist, weil sie unser Leben in keinster Weise verändert. Das ist objektiv betrachtet warten auf den Weihnachtsmann.
 
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xNecromindx

Namhafter Pirat
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Dessen bin ich mir durchaus bewusst, aber drehen wir das doch mal um:
Ist es das Problem anderer, dass einige dazu nicht in der Lage sind und darunter mitleiden müssen?

Die traurige Tatsache ist doch, dass wir in einem Zeitalter leben, in der noch nie so viel Wissen existierte und gleichzeitig dieses Wissen so allgegenwärtig verfügbar ist. Es gibt Experten die ihr Wissen bereitwillig teilen, die man fragen kann. Es gibt unzählige Seiten im Net, bis hin zu Wikipedia, die Wissen vermitteln. Es gibt nunmehr auch KIs, die einem auf Basis extrem zugänglicher textuell formulierter Fragen, komplexe Dinge zusammenfassen können - auch nicht besser und schlechter als Menschen, die dabei ebenso Fehler machen.

Was muss man noch anbieten?
Kant hat es doch schon extrem trefflich formuliert: Mündigkeit ist der Mut, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen.
Exakt sagte er, dass nämlich Unmündigkeit das Unvermögen ist, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen.
Genau das haben wir doch in breiten Schichten.

Auch wenn es dann Leute nicht hören wollen, aber die sind doch an ihrem Elend selber schuld. wir reden doch nicht davon, dass jemand studierter Experte auf 20 Gebieten dafür sein müsste. Die Technologie ist da. Die braucht nicht erfunden werden. Es reicht sie zu nutzen. Menschen sind aber zu bequem sich zu bewegen, wenn sie es nicht müssen. Also ändert sich doch nichts, wenn auf der einen Seite der Staat sie tätschelt, indem er Konsequenzen mit Geld abfedert und auf der anderen Seite alle mitfühlenden Mitmenschen ein wenig "hätschel, tätschel" machen, womit sie deren Trägkeit auch noch bestätigen.

Veränderung entsteht nicht aus sich heraus. Das muss einem klar sein.
 
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XO.

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Korrekt.

In meiner Stadt und Umgebung sollen an die 100 Ladeplätze vorhanden sein (insklusive private Ladestationen).

In meinem Wohnviertel wohnen ca. 20 000 Menschen (in etwa 10 000 Familien), von denen die meisten in Mehrfamilienhäusern zur Miete wohnen (mehrheitlich in, ich sag mal, in der Platte), und in diesem Viertel sind ganze 13 öffentliche Ladeplätze vorhanden. Sollte der Arbeitgeber keine Möglichkeiten haben, dass Arbeitnehmer dort laden könnten, ist in dieser Konstellation ein E-Auto keine Alternative. Es gibt in meinem Viertel einige wenige Mieter/innen, die tatsächlich ein Stromkabel vom Keller oder vom Fenster aus bis zum Auto quer über den Bürgersteig verlegen und das bis zu 50m.
 
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xNecromindx

Namhafter Pirat
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Ne, eigentlich nicht.
Nicht das ich bezweifeln möchte, dass es in deiner Wohngegend so ist, nur in wie weit eigenet die als statistisches Musterbeispiel?

Auch die 80% die Finus nannte, wo kommen die her!? Das ist doch eine reine Bauch-Zahl.
Bleiben wir doch mal bei den belegbaren Fakten:

Rund 47% der deutschen Bevölkerung wohnt in Wohneigentum, damit gehören wir zwar zu den europäischen Schlusslichtern (schon amüsant für die "stärkste Wirtschaftsnation des Euroraums"), jedoch leben trotzdem nun einmal grob die Hälfte in der eigenen Hütte. Dazu kommen noch einmal rund 5% die Eigentumsähnlich wohnen. Die sind zwar offiziell Mieter, mieten aber ein ganzes Haus, Doppelhaushälfte, Reihenhaus oder Eigentumswohnung. Speaking of Eigentumswohnung: Da liegt eine gewisse Schwäche, weil Eigentumswohnungen mit unter mietähnliche Rahmenbedingungen haben, so wie du sie beschreibst.
Leider lässt sich aus den Statistiken nicht sauber herausfiltern, wie viel davon Eigentumswohnungen sind, weil da nicht unterschieden wird bzgl. Wohneigentum.

Heißt aber: Das pauschal gesagt etwa die Hälfte der Bevölkerung schon daheim laden kann, der eine besser, der andere weniger gut.
Auch das mit der Kabeltrommel, das kenne ich genau so vom Freund, der nämlich tatsächlich lange zur Miete wohnte.
Geht halt schon. Geht aber halt auch besser. Beträfe aber tatsächlich rund 30 Millionen Fahrzeuge.

Warum gibt es in deinem Wohnblock nicht mehr Ladestationen? Hänne-Ei-Problem: Wer hat dann dort ein EV und - ohne das wertend zu meinen - wer ist da potenziell überhaupt in der finanziellen Situation, das mittelfristig zu können?
Also gehen die ganzen Ladestation doch zunächst einmal dort hin, wo sie für die Anbieter lohnend sind. Simple Marktwirtschaft. So simple wie die Marktwirtschaft die dazu geführt hat, dass von den noch 1970 vorhandenen 46.000 Tankstellen, nunmehr Anfang 2025 nur noch 14.376 existierten, um genau zu sein. Das ist ein Rückgang um rund 70%, mit weiter steigender Tendenz. So mancher Ort hat heute heute keine Tankstelle mehr.

Mancherorts, so an meinem Ort, bauen die Stadtwerke an den Straßenlaternen Wallboxen. Schon nicht blöd die Idee. Errichtet wurden die aber eben auch nur an Orten, wo Geld nicht das vorrangige Problem ist. Was eben auch die Folge einer verfehlten Energiepolitik ist, die es nicht geschafft hat diese Infrastruktur hinreichend zu etablieren (dazu gehört auch Netzausbau).

Andere Länder machen es besser, so wie unsere direkten Nachbarn in den Niederlanden:
Die haben die höchste Ladestations-Dichte von ganz Europa und laden mit im Schnitt um die 35-40 Cent pro kWh auch noch unverschämt günstig. Die haben aber auch schon seit über 10 Jahren ein wunderbar ausgebautes Glasfasernetz. Auch eine Sache, die wir hier nicht gescheit hinbekommen.
Die haben da rund 100.000 Ladepunkte, wir in Deutschland rund 180.000 - klingt mehr, allerdings muss man das auf die Einwohnerzahl herunterbrechen und dann gehören wir zu den Schlusslichtern in Europa. Spitzenreiter übrigens sind die Dänen, mit knapp 940 öffentlichen Ladepunkten pro 100.000 Einwohner.
Zeigt aber dennoch, dass wir stand heute bereits das 12,5-fache an öffentlichen Ladepunkten (private gar nicht eingerechnet) haben, gegenüber klassischen Tankstellen. so riesig ist der Unterschied gar nicht, vor allem bei der Betrachtung, dass von den rund 60 Mio. zugelassenen Fahrzeugen lediglich 4,1% EV sind. Heißt also, das rechnerisch auf jede Ladesäule rund 14 Fahrzeuge kommen, wohingegen auf jede Tanke 4070 Fahrzeuge kommen. Jedem dürfte klar sein, dass keine dieser Tanken täglich über 4000 Kunden abfertigt. Das geht überhaupt nicht. Weil dann müsste der Tag über 42 Stunden haben (bei einer angenommen Mittelwert-Tanke mit 8 gleichzeitig nutzbaren Zapfstellen)...

Es ist also alles nur eine Frage von: Möchte ich das Problem herbeireden oder möchte ich es lösen.
Die Fakten sprechen gegen Problem. Klar ist aber auch, das ein kleiner Prozentsatz auch mit persönlichen Entbehrungen und Mühen einen Wechsel nicht schafft. Drin besteht auch gar kein Problem, insbesondere aber kein Widerspruch hin zu so einer Antriebswende. Selbst wenn es nur am Ende 80% schaffen, heißt es doch schlicht, dass so ein Tanker der in einem unserer Häfen anlegt, schlichtweg 5 mal weniger dort anlegen muss. Auch halten existente Ölreserven 5 mal länger. Alle gewinnen, da wir kurzfristig nicht mehr erpressbar sind und Benzin und Diesel nicht mehr das flüssige Heroin unserer Mobilitäsgesellschaft. Mineralölkonzerne verlieren ihre Vormachtstellung. Öl wäre kein Spekulationsgegenstand der Finanzindustrie mehr und ganz am Ende in der Kette, dankt es einem auch noch das Klima - alle gewinnen. Keiner wills machen. Absurde Welt...
 
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Master_3

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Naja was heißt intelligentere Lösung, zu dem Zeitpunkt wie ich z.B. die Anschaffung der PV Anlage auf Eis gelegt habe wäre es schlicht unsinnig gewesen eine zu kaufen, weil sie 50% mehr kostete, als sie eigentlich wert war.
Also warte ich jetzt, dass die Preise runter und die Modulleistung während dessen hoch gehen und fahre damit Win Win.

Und E-Auto ist halt zu dem Zeitpunkt eben genauso die bessere Option gewesen, etwas vergleichbares hätte halt quasi das doppelte gekostet und mit 5,6-6,1L Verbrauch bringt mich das Ding auch nicht um. Aber ich werde den jetzt fahren, bis der "auf" ist, alles andere wäre unwirtschaftlich, dann wird es auf E gehen - aber das sind geschätzt noch 5-6Jahre.
Meine Frau das selbe in Grün, kleiner Zweitwagen 1 Jahr später gekauft, da war Elektro immernoch zu teuer, ich glaub der Wagen hat letztens irgendwann mal die 100.000 geknackt....den Vorgänger hat meine Frau mit knapp 300.000 abgegeben....also auch da ist noch Geduld angesagt.

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Ich falle mit meinem Gehalt in die oberen 9%, unser Haushaltseinkommen in die oberen 5% bzw darüber - dennoch hast du halt auf der anderen Seite auch entsprechend Kosten (Ich will echt nicht rumjammern, es gibt Leute denen steht das Wasser bis zum Hals...) z.B. bezahlen wir für den Kindergarten mal eben 1000€ im Monat - für EIN Kind, die Grundschule wird mit etwa 450€ pro Monat etwas günstiger, aber wenn danach die Privatschule folgt sind wir wieder 4stellig...

Gleichzeitig müssen halt Rücklagen gebildet werden, Reperaturen am Haus, Altersvorsorge, usw usw.

Ich denke so wird es einigen in meiner Gehaltsklasse und Lebensabschnittsbereich gehen, aber ich sage dir auch, da wird sich jetzt in den nächsten 5 Jahren richtig was tuen.
Ansonsten habe ich dir ja schon geschrieben, warum entsprechende Punkte noch nicht abgehakt sind.
 
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Finus04

fieser alter Sack
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Stimmt schon, ich hab wirklich grob überschlagen das Verhältnis der Mehrfamillienhäuser zu eben EFH. Die genaue Zahl müsste man ja auch irgendwo finden.
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Sollte die Zahl realistisch sein passt die Aussage trotzdem nicht, denn zum Wohneigentum gehören eben auch Eigentumswohnungen.
Und da kann man dann meistens ebenfalls nicht laden. Klar gibt auch da Ausnahmen, aber bei den meisten ist auch da laden eben nicht möglich.
Dazu kommen ( gerade in den Städten) noch die Reihenhäuser aus den 30-50ern die keine Auffahrt oder Garage haben. Da stehen die Autos dann auch an der Straße.
Wenn man das mit einkalkuliert dürfte sich dann deine Zahl wohl doch wieder halbieren und wir landen wieder sehr nahe an den von mir überschlagenen 80%.
 
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Master_3

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Das ist nicht die einzige Einschränkung: Ich kenne genug Häuser im Familienbesitz, da kannste keine PV Anlage draufmachen, weil du erstmal das Dach/den Dachstuhl neumachen musst, weil es ansonsten zusammenkracht...
Häuser in denen der Elektriker dir sagt: "WIr machen alles neu oder ich fasse hier garnichts an" (kein Scheiß, ein Freund hatte 7(!) verschiedene Aderfarben in seinem Haus - historisch gewachsen ohne Datenleitungen o.ä.!)

Ein Haus zu besitzen heißt nicht immer, dass das Haus auch richtig was wert ist...
 
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xNecromindx

Namhafter Pirat
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Der Punkt ist etwas Relationslos: Schon mal überlegt, was die Leute vor 20 Jahren bezahlt haben, die sich PV aufs Dach haben machen lassen? Das sogar mit Modulen, die nicht einmal ein viertel so viel Ertrag brachten, wie die heutigen.
Dafür hat man ja eben die Einspeisevergütung ersonnen. 20 Jahre lang ein gesichertes, berechenbares Einkommen. Nunmehr wirst du davon nicht mehr profitieren können, da Gas-Kathi - die schlechteste Wirtschaftsministerin, die es je gegeben hat - die Einspeisevergütung rasiert hat. Jetzt sollst du mit deiner Dach-PV an der Strombörse spekulieren. Jene Strombörse, die Anlagenleistungen unter 25kWp (als Volleinspeiser) überhaupt nicht haben will. Was all die Leute noch gar nicht realisiert haben: Dadurch wird keiner mehr mit seiner Dach-PV Vergütung erhalten, weil die keinen finden werden, der ihnen den Strom abkauft. Den Nutzen daraus werden Anbieter wie Enpal ziehen, die ihre Anlagenleistung bündeln können, um damit dann - wie sie es jetzt schon zu einem großen Teil machen - direkt an der Strombörse vermarkten.
Das Konzept der privaten Eigenversorgung wird damit kommerzialisiert und auf Unternehmen umgeschichtet, bei denen der Staat auch wieder dran verdienen kann. Denn Gas-Kathi verdient an deinem gesparten Strom nichts. Das haben ihr ihre EON und RWE Buddys schon genau erklärt, immerhin schreiben die ja die Strategiepapiere für sie...

Zu warten war also wenig clever. Ich habe meine PV doch nicht errichtet, weil ich der Meinung bin den Planeten damit retten zu können!? Ich bin doch nicht naiv. Ich habe die aufs Dach gedübelt, weil es sich rechnet. Jahr für Jahr spart die PV mir 2000 Euro Stromkosten. Und da man mich durchaus als Schwäbische Hausfrau definieren könnte, Robert wird es lieben, bin ich schlicht zu geizig dafür und gönne es auch einfach den Energiekonzernen nicht, mehr als nötig an mir zu verdienen. Also kam die PV aufs Dach. Das war anfangs sogar eine Guerilla-Anlage, denn sie war nicht angemeldet. Weil ich gesagt hab: Leute, ich zahl doch keine Steuern auf meinen selbst verbrauchten Strom - habt ihr gelitten!? Also habe ich Einspeisevergütung auch gar nicht einkalkuliert. Aus dem ganzen EEG-Topf habe ich also quasi keinen Cent nötig gehabt. Erst mit den Habeck-Änderungen habe ich sie dann angemeldet und kassiere seither die Unsumme von 10 Euro im Monat für Überschusseinspeisung. Ich habe halt so gut wie keinen Überschuss, da ich sie mit den Speichern so ausgelegt habe, dass ich große Mengen Überschuss einlagern kann.
Material habe ich da jetzt etwa 12.000 reingebuttert. Dieses Jahr macht sie sich bezahlt. Dass da ein Irrer Zar zwischendurch mir noch einmal die Bilanz versüßt, konnte man ja auch nur vage ahnen. Selbst wenn ich sie hätte komplett bauen lassen und 25k hingelegt hätte, wäre sie locker in der gebundenen Förderungszeit bezahlt gewesen. Einen Verlust macht man so oder so nicht.

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Die weiter zu fahren ist ja auch das ökonomischste.
Es geht aber um die Eingangsaussage: Selber Schuld! Und selber schuld fängt nicht erste dieses Jahr Januar an. Selber Schuld beginnt so mindestens ab dem Jahr 2005-2008, wo alle ersichtlichen nötigen Weichen konsequent einfach auf die gegensätzliche Richtung gestellt wurden. Das meine ich mit selber schuld!
Eine konsequente Ausrichtung auf die Zukunft brächte uns heute in die wunderbare Lage, gar nicht mehr darüber reden zu müssen. Jedes Jahr reden wir davon: Ja, aber EV sind teurer. Ja mal ernsthaft, wann glaubt ihr denn ändert sich das, wenn alle weiterhin wegen diesem Argument keine kaufen!?
Ein EV ist viel einfacher zu bauen als ein Verbrenner. Eigentlich sollte man meinen, dass ein EV billiger wäre. Naja, demgegenüber stehen halt riesige Zulieferfirmen wie Bosch, die hocheffiziente Fertigungsstraßen am laufen haben, um Zündkerzen, Benzinpumpen, Einspritzanlagen und was weiß ich noch alles zu fertigen. Natürlich ist das billiger, trotz höherer Komplexität. Henry Ford lässt herzlich grüßen: Fließbandfertigung. Vor Jahren kannte ich mal wen bei Brose, Autozuliefer. Der sagte mal beiläufig, Ford gibt uns 4 Euro dafür und hielt dabei ein Türschloss hoch. Ach sag, ich 4 Euro für so ein Schloss ist ja jetzt nicht viel. Ne, ne, meinte er: 4 Euro für das komplette Schließsystem, nicht nur dieses eine Schloss! So kosteneffektiv ist die Fertigung dort.

Aber man verschleiert bei einem Verbrenner ja auch etwas die Kosten: Die genannten 300.000km heißen, dass durch den Tank rund 19.500 Liter - ich nehme an Benzin - geflossen sind. Mittelt man den Literpreis über die vergangenen 10 Jahre (denn der steigt ja stetig), landet man bei Tankkosten von rund 30.000 Euro. Hinzu kommen, da es ein Verbrenner ist, Zwangsläufigkeiten wie min. ein Ölwechsel, den ich einfach mal bei irgendwo alle 20.000km verorte, weil das schwer zu kalkulieren ist, da Fragen ungeklärt sind, wie jährliche Fahrleistung, Long-Life oder Standard-Zyklus usw... Wenn man den in der Werkstatt machen lässt (habe ich noch nie gemacht, deswegen habe ich jetzt einmal gegoogelt und einen Mittelwert genommen), schlägt das mit pauschal 110 Euro zu Buche. Mit der exakten Spritsumme und dem Ölwechsel landet man dann bei knapp 33.000 Euro. Das ist unausweichlich und entspricht fast dem Anschaffungswert des Fahrzeugs.

Stellen wir gegenüber: Ein schlechter EV, der so seine über 20kWh pro 100km schluckt. Sagen wir, der braucht 25kWh, weil alte Technik, Bleifuß, Winter usw... Dann entspricht das, wenn man den nur aus der Steckdose geladen, ohne irgendwelche vergünstigsten Tarife rein zu rechnen und einen recht hoch angesetzten Strompreis-Mittelwert von 38 Cent die kWh, einem Umfang an Laufleistungsgesamtkosten von: 28,500 Euro. Da sind also ruund 5000 Euro Unterschied.

Jetzt habe ich den Verbrenner schon realtiv günstig gerechnet, weil ich den Mittelwert für den Spritpreis nach unten gerundet habe und den Strompreis, was ja ein 10-Jahres Mittelwert ist, relativ hoch angesetzt - es gab ja nun lange Phasen, da war Strom bei ganz knapp über 20 Cent. Aktuell habe ich 29 Cent.
Hinzu kommt, dass die Wahl des Fahrzeugs den Stromverbrauch drastisch senken kann: Der erwähnte Kia Niro liegt inkl. Ladeverlust beieinem unter Realbedingungen gemessenen gemittelten Verbrauch inkl. Ladeverluste von 19,5kWh/100km. Rechnet man da jetzt mit "schöneren" Werten, landet man bei 300.000km lediglich bei 16.965 Euro - so viel macht das aus. Die differenz zum Verbrenner ist: 16.035 Euro.
Demnach dürfte mich ein EV mal locker 16k mehr kosten, als ein vergleichbarer Verbrenner und ich lande nach 300.000km beim selben Endpreis. Das ist die Realität auf ganzer Betrachtung.

Jetzt kann man hinten wie vorne hin und herrechnen und zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen, die mal mehr mal weniger Vorteil aufzeigen. Ungeschlagen ist aber der Umstand, dass ich ein EV daheim mit der PV laden kann - nur zum Teil, das ist völlig klar. Allerdings, und das ist der wichtige Punkt, Treibstoff, den kann ich daheim nicht in den Tank gießen. Niemand hat einen Ölbohrturm samt Rafinerie im Garten...
Um den Verbenner zu bewegen muss ich also irgend einem Ölmulti Geld geben - es geht nicht anders. Bei einem EV, kann ich zur Not so lange auf Sonne warten, bis ich wieder mit fahren kann. Ich habe Unabhängigkeit.
Ein Staat sollte also alles daran setzen solche Abhängigkeiten zu beseitigen, weil Abhängigkeiten immer politisch Erpressbar machen. Den Leuten ist es aber egal. Sie rechnen nicht bis zuende, Die denken nicht bis zuende. Ganz schnell sind sie es dann: Am Ende!

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Und du willst mir jetzt ernsthaft damit vermitteln, das sei ein "Problem" der oberen 5%?
Dir ist schon klar, dass jemand mit einem Einkommen der unteren 20%, die selben Rahmenbedingungen hat?
Wenn dem in seinem Häuschen von Oma geerbt das Fenster kaputt geht, zahlt der für ein neues Fenster mal pauschal gesagt das selbe wie du. Der Unterschied ist aber, dem tut das ernsthaft weh (finanziell). Denn bei dir geht das im Monats-Budget einfach so unter, bei ihm sind die Ersparnisse der letzten 10 Monate futsch.
Zu sagen man ist "oben" und hätte ja deswegen auch mehr Ausgaben - nein! Man macht sich mehr Ausgaben. Das ist genau das was im Verlauf schon beschrieb: Hat man Geld, lernt man damit zu "leben" und gibt es vermehrt für Unsinn aus. Deswegen sieht man Wohlhabenden das auch meistens an, sie stellen ihren Status zur Schau durch teurere Markenkleidung, zumeist neueren Datums, Autos höhrer Preisklassen, Uhren, Schmuck, ect...
Hier in meiner entfernteren Region gibt es diese legendäre Geschichte von "Bauer Ewald". Der Typ war mehrfacherer Millionär, lief aber immer mit seinem Bauern-Klump herum, als ob er gerade aus dem Stall kommt. Da gibt es die legedäre Geschichte, dass er mal aus einer Mercedes Filliale geworfen wurde, weil er da ein teures Nobel-Gefährt "einfach so" erwerben wollte. Die haben den nicht für voll genommen und rausgeworfen. Dann ist er nach BMW rüber und hat da sein Geschäft gemacht. Das war hier mal so eine Geschichte in der örtlichen Tageszeitung vor endlos vielen Jahren... Mitte der 80er war das glaube ich.
Man muss nicht reich sein und so aussehen. Da besteht überhaupt gar keine Zwangsläufigkeit. Seinen Lebensstil sucht man sich aus, der wird nur nach oben durch die Finanzmittel bestimmt.
Zu sagen man gibt also mehr aus, ist die eigene freie Entscheidung, für die man sich auf der einen Seite nicht rechtfertigen muss, auf der anderen Seite sie aber auch nicht als Begründung nehmen kann. Was du also ausgibst ist allein deine Sache und es sei dir gegönnt - ich habe nur darauf hingewiesen, dass man mit mehr Geldmitteln auch anders investieren kann. Daran ist nun einmal sachlich nichts falsch. Was man persönlich dann tut, ist halt eine andere Sache.


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Das Eigentumswohnungen zu betrachten sind, habe ich geschrieben. Du überschätzt deren Einfluss aber, da du ausklammerst was ich ebenso schrieb, das offizielle Mietverhältnisse zu einem Prozentsatz von um die 5% existieren, wo es um die Meite eines ganzen Hauses geht. Es ist nicht ungewöhnlich, vor allem in strukturschwächeren Regionen, wo ganze Häuser vermietet sind - da kannst du ein ganzes Haus für den Preis eines kleines Wohnklos in Hamburg mieten.
Da ich bei der Suche nach Wohneigentum in der Vergangenheit ziemlich viele Immobilien gesehen habe, habe ich auch einen recht guten Blick dafür, was dort für Verhältnisse herschen. Da ist es eben nicht so, dass da Reihenhäuse keine Parklätze haben. Ich habe mehrere solcher Hütten besichtigt: Entweder gab es min. einen Parkplatz vor der Tür - bei moderneren Reihenhäusern oder bei den Älteren haben sich Generationen davor einfach eine Garage in den Garten gestellt und eine Einfaht von der Hinterseite des Grundstücks geschaffen. Letzteres war sogar bei allen Reihenhäusern die sich besichtigt hab so. Entweder komplett ne großräumige Garage oder zumindest eine Stellfläche mich Gartentor zum durchfahren.

Dass man, je näher man in den Bereich Großstadt geht, andere Gegebenheiten vorfindet, ist selbstredend. Aber dort sind auch schnell andere Grundbedingungen zu finden, wie gut ausgebauter öffentlicher Nahverkehr, der viele dazu bringt sich gar kein Auto mehr anzuschaffen. Das Thema Auto ist ja vor allem eins, für den ländlicheren Bereich oder eben denen, die damit besser pendeln können als mit anderen Verkehrsmitteln.

Sagen wir, man nimmt mal XO's Beispiel: Die genannten 10.000 Familien in dem Wohnviertel werden keine 10.000 Autos haben. Wo sollen die denn alle stehen? Nimmt man ein typisches Wohnviertel ohne Hochhäuser, dann reden wir in der Regel von 6-8 Wohnparteien in einem Wohnhaus, meiste direkt aneinandergebaut, wie ein Reihenhaus. Davor sind straßen. Realistisch können maximal 5 Autos vor dem Gebäude an der Straße parken, wenn die Straße breit ist und man kann Schrägbuchten machen, kommt man womöglich auch auf 6-7. Da fehlen also ein paar. Dann müsste man separate Stellfläche haben. Diese dedizierte Stellfläche kann ja ohne weiteres mit Lademöglichkeiten erschlossen werden!? Alles was es braucht sind Anreize für den Besitzer. Entweder er verdient ein paar Cent am Strom oder aber es gibt Verpflichtungen sowas auszubauen - meinetwegen auch mit Förderungen.
Wie ist es denn bisher gelaufen: Vermieter, installier mal - natürlich auf deine Kosten! ... Würdest du das machen? Der Vermieter stellt ja auch nicht Garagen auf und schenkt sie dir. Er nimmt da Miete für. Also ist es doch auch nur fair, dass man Anreize für Vermiter in diesem Punkt schafft.

Wie schon mehrfach erwähnt: Entweder man redet ein Problem zu tode oder man löst es. Ich löse gern ein Problem, weil der Vorteil daran ist, dass es dann weg ist.

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Gut, das ist ein Punkt, aber tatsächlich der geringste. Jedes intakte Dach kann eine PV tragen. Denn dieses intakte Dach kann ja schlimmstenfalls auch das 5-fache der Last bei starkem Schneefall tragen. Wir reden hier also schlicht von ohnehin sanierungsbedürftigen Dächern. Und da Eigentum verpflichtet, ist es ohnehin geboten das zu sanieren.

Ein viel wichtigerer Show-Stopper ist der Denkmalschutz. Man glaubt gar nicht, wieviele Häuse und sogar ganze Siedlungen unter Denkmalschutz stehen.
Denkmalschutz und PV vertragen sich nicht. Was auch der Grund ist, warum es auf keiner Kirche PV gibt - die stehen quasi alle unter Denkmalschutz.
Hinzu kommen Dächer, die auf Grund der Bauweise oder Ausrichtung eine PV nicht zulassen bzw. unwirtschaftlich machen. Dazu zählen auch Dächer, die von Vegitation verdeckt sind (hier vorrangig große und hohe Baumreihen).
Überall geht es also ohnehin nicht. Überall ist es aber auch gar nicht nötig. Diese Schwarz/Weiß-Debatte nervt schon, weil sie unnötig ist.
 
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Master_3

Namhafter Pirat
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So einfach ist das nicht.
Ich weiß was du meinst, einige fangen dann halt an, bei höherem Einkommen durchzudrehen, aber so bin ich und meine Frau auch, nicht - absolut nicht.
Die Autos die wir beide haben sind beide älter als 10 Jahre, beide beim Kauf zwischen 12 und 14k€
Markenklamotten? Ich glaub ich hab 4 Jeanshosen und ne Menge Amazon Bermuda Shorts und dazu Amazon Tshirts - klar kein KiK 1€ Shirt, aber garantiert auch kein 30€ Tshirt...
Schmuck? Ich hab mir damals von einem Azubigehalt mal ne Casio Edifice geholt, das dürfte so 17 Jahre her sein.

Der Überschuss den du meinst wandert bei mir in die Hausfinanzierung via Sondertilgungen, ich HASSE es irgendwo ein Minus stehen zu haben.
Der weitere Überschuss wird angelegt, bis ich z.B. sehe dass die PV Anlagen wieder in normale Preisregionen kommen, E-Auto, Geld-Anlage für Tochter, Rente....
Desweiteren würde z.B. für mich Leasing nie in Frage kommen, d.h. wenn ich mir den neuen Mazda 6e holen will reden wir aktuell über 35-40.000€ - also warte ich noch ein zwei Jahre bis Leasingrückläufer kommen ODER das Facelift WENN EVTL. viel besserer Technik (wo sich dann der Aufpreis lohnt) und kaufe dann für 25.000€.

Und ja, kleinere Reperaturen am Haus zahlste halt einfach wo andere schlaflose Nächte hätten, erst letztens musste die Hauswasserverteilung neu gemacht werden, 2000€ K.V. - das bezahlt man dann einfach, aber dennoch bin ich einer: Wenn das Auto 25000€ kostet, dann will ich da min. 40K liegen haben, damit wenn irgendwas ist, genug Puffer da ist.
Bis dahin frisst mich mein Auto aber auch nicht auf, aktuell habe ich Jahres Benzinkosten von ~1500€ wenn ich auf Elektro wechsel sinds ohne PV vielleicht 1000€ - sprich aktuell nicht zu wechseln kostet mich effektiv 500€ p.a + Steuern + die THG Prämie..
40000 bei 4% machen 1600€ p.a...
Ich eile also dahin mir ein E-Auto zu holen, aber so, dass es mir in den Kragen passt und ich ruhig schlafen kann (bin echt Autistisch wenns ums Geld geht.).

Genau das selbe bei der PV Anlage, wir haben aktuell etwa 900€ Stromkosten pro Jahr. Nehmen wir an, mit einer PV Anlage hauste 450€ davon weg (mehr wäre unwarscheinlich, der meiste Strom geht bei mir fast immer Nachts weg (PC zocken))
Wenn wir jetzt rechnen dass die PV Anlagen aktuell 3, 4, 5000€ mehr kostet reden wir da ganz schnell über 7, 8, 9, 10 zusätzliche Jahre mehr Amortationszeit und dann sind wir auch fix mal bei 25 Jahre insgesamt (ohne E-Auto, weil die Einsparung muss ich wiederrum auf den höheren Kaufpreis des E-Autos abwälzen)...
Also spiele ich hier ebenfalls auf Zeit: Die Preise werden runtergehen, oder zumindest nicht steigen, und die Watt pro Modul gehen auch hoch und ich kaufe dann, wenn mein Monk mir sagt Kontostand lässt es zu auch evtl. 3-4000€ als nötig dafür auszugeben.

Und mit Moral braucht mir da keiner kommen, wir hauen auf der Arbeit jährlich 80mio kwh an Energie durch für ein, in meinen Augen, Luxusprodukt, dass wirklich keiner braucht. (Also die 80mio kwh sind kein "Platzhalter oder so, das sind wirklich 80mio kwh).
Die haben ein freistehenden Gebäudeteil mit Wellblech verkleidet, da scheint jeden Tag volle Elle die Sonne drauf, übern dicken Dauem 1500m² Fläche AN EINER SEITE.
Auf die Frage warum man nicht PV Module genommen hat (wir haben Elektriker im Haus), weil diese ja Strom abwerfen kam nur: Das lohnt nicht, die paar Cent pro kwh....hat mich echt gefuchst muss ich sagen...

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Auch hier verstehe ich deinen Punkt, aber auch die Schere sehr weit auseinander.
Ich kenne genug Leute (die ich bereits weiter oben erwähnt habe), die wohnen in den Häusern auf Zeit - die können sich keine neuen Fenster oder Heizung leisten, da hat vor langer Zeit mal jemand seinen Arsch aufgerissen das Haus zu bauen und zu finanzieren und die Generation die da jetzt drin ist, ist nicht mal in der Lage das Haus zu halten, weil denen das Geld zum renovieren und damit dann auch wieder das Geld zum Heizen fehlt.
Das ist absehbar, dass die die Bude irgendwann verticken müssen - das ist aber kein Spiel von zwei drei Jahren....da reden wir über 30 Jahre und mehr. Und solange haste eben 30 Jahre keine PV auf dem Haus und wenn die das Haus endgültig runtergewirtschaftet haben ist das Ding bereit zum Abriss.
 
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xNecromindx

Namhafter Pirat
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Das habe ich auch nicht gesagt, ich generalisiere ohne das wem spezifischen zu unterstellen.
Es geht immer um die Masse. Die Masse ist das Problem, nicht der Einzelne, der, wie du, ganz spezifisch anders investiert - nichts anderes machst du ja.
Und da handle ich auch sehr ähnlich, außer dass ich keine Sondertilgungen in den Hauskredit stecke, weil ich das Glück hatte einen Zinssatz zu bekommen, wo nur noch geschenkt günstiger wäre.
Also lass ich das ganz bewusst so weiterlaufen, weil ich das Geld dann eben lieber für andere Investitionen ausgeben, eben um z.B. laufende Kosten zu senken. Dann habe ich unterm Strich mehr Geld - einfache Mathematik.
So wie eben mit der PV, die mit Jährlich 2000 Euro spart. Auf 20 Jahre projiziert bringt das einfach mehr Reingewinn, als 10 Jahre eher den Kredit weg zu haben. Deswegen habe ich das gezielt vorgezogen.
Meine Karre wird jetzt im Herbst 20 Jahre - ich glaube damit gewinne ich den Schwanzvergleich 😛 :ROFLMAO:
Aber für mich steht fest: Einen Verbrenner kaufe ich nicht mehr. Die Wegstrecken die ich fahre, die PV die ich habe, ich wäre bescheuert weiter auf die Dampflock zu setzen. Ich rechne halt immer, grundsätzlich. Völlig frei von Moral, Wertvorstellung, Anstand oder Sitte. Das bessere Endergebnis gewinnt. Wie erwähnt, verfolge ich nebenher den Niro EV. Ist auch wieder ein rein logische Entscheidung, verbunden mit dem Anspruch keine Karre zu haben, die aussieht wie eine Spielconsole im Cockpit. Ich möchte da z.B. haptische Schalter für die Lüftung und nicht mit dem Lachs über ein Touchscreen streicheln...

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Das ist, auf Grund der Regelung in den Gesetzen, für Firmen teils auch gar nicht so einfach in der Umsetzung bzgl. Eigenverbrauch. Das kann ich, leider, durchaus verstehen.
Andererseits bestätigt es auch das, was ich immer wieder sage, wenn die Aussage kommt, dass die armen deutschen Unternehmen doch so unter den Energiepreisen leiden. Offenbar ist das Leid verbal bedeutsamer, als tatsächlich in der Bilanz...
Von diesem Missstand liest man leider öfter - und sieht es ja letztlich auch auf den Dächern. Hier, nicht weit von mir weg, sind riesige Logistik-Hallen (vor etwa 8 Jahren komplett neu gebaut). Zigtausende von Quadratmetern. Auch die Wände dieser Hallen. Mal locker 25m hoch. Alles Wellblech. Gar kein Problem das komplette Ding in PV zu kleiden - statisch wie auch technisch. Da existiert aber nicht ein einziges Panel. Hat mich mal interessiert und hab da mal einen Sonntag die Drohne hochsteigen lassen, um aufs Dach schauen zu können - wie gesagt, min. 25m hoch, kann man nicht so einfach draufschauen. Klimaanlagen oder zumindest Lüstungssysteme, ja, aber Panel: 0
Die allein könnten den halben Ort versorgen. Vielleicht sogar den ganzen. Weil da einigen so einige Megawatt drauf.

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Leider trifft das nicht nur auf die jetzige Generation zu.
Als ich vor etlichen Jahren auf der Immobiliensuche war, man schaut ja auch nach dem Preis und ob man relativ einfach (da ich ja nun das allermeiste selber kann) das wieder auf aktuellen Stand bringen kann.
Naja, da waren Hütten bei, die sind in den 70ern stehengeblieben und das nicht nur beim Blick ins Badezimmer. Ich war da in Häusern, da bist du auf den Dachboden gegangen und konntest nach draußen sehen. Nein, nicht weil ich die Dachluke aufgemacht habe. Weil das Dach so marode war, dass du durch die Pfannen schauen konntest, weil da überall fingerbreite Spalte waren.

Ich weiß noch das Gespräch mit einer dieser älteren Frauen - wo selbst die verantwortliche Marklerin von der echt genervt schien. Ich habe ihr dann erklärt, okay, wären nicht uninteressiert, aber der Zustand lässt sich mit ihrem Wunschpreis nicht vereinbaren. ... Und dann ging es los: So schlimm sei das ja alles gar nicht, sie wohne ja nun schon lange hier und überhaupt, sie wolle zu ihrer Tochter nach Hamburg ziehen und in Hamburg sei das halt so teuer und dann braucht sie dieses Geld in der Höhe. ... komplett von der Realität entkoppelt die Dame. Ich habe ihr dann nur gesagt, dass sie realisieren sollte das wir uns hier nicht in Hamburg befinden und ich nicht für ihre Wunschwohnort-Vorhaben verantwortlich bin und diese auch nicht aus Spaß zu finanzieren gedenke. Dann bin ich aufgestanden und gegangen. Diese Hütte war noch immer inseriert, als wir unser nahezu perfektes Haus schon längst gefunden hatten. Gerade einmal 10 Jahre alt gewesen - was will man mehr!? Zwischenzeitlich war in den Inseraten dann auch der Markler raus und es hier "Provisionsfrei...". Also hatte die Sparkasse, die zuvor da Marklerisch tätig war, offenbar das Handtuch geworfen. Mich wunderts nicht...
Diese Dornröschenschlaf-Hütten haben wir so oft dabei gehabt... Draußen bissel hübsch vielleicht noch gemacht, in der Substanz aber mal so 50 Jahre gar nichts gemacht, außer Rasen mähen.

Aber auch da ist wieder die Frage, wie investiert man.
Ich habe z.B. den Freund aus Kindertagen, den mit dem aktuell Corsa, gewarnt die alte Zechenhütte zu kaufen. Ja aber.... die ist doch so dicht bei meinen Eltern. Und meine Eltern kennen die Häuser ja, haben ja auch eins und überhaupt: Der Preis sei so gut... Ich habe ihm lang und breit erklärt, dass der Preis nicht gut ist, da er im Endeffekt ein Grundstück kauft, wo zufällig gerade noch ein Haus drauf steht - so setzt sich der Kaufpreis da zusammen.
Ach, musste ich mir dann anhören, das kann ich alles nach und nach machen und ich hab in der Finanzierung einen guten Puffer für die nötigstens Renovierungen bzw. Sanierungen.
Achja? Habe ich ihm gesagt: Du hast einen Puffer für einen neuen Dachstul samt Eindeckung? Fassadendämmung und neue Fenster? Neee... meinte er zu mir: Elektrojalousie, eine neue Haustür, ein renoviertes Bad und eine neue Küche.
Okay... war meine Antwort...
Da sind noch immer die alten Bodendielen drin - krumm und schief. Ich habe ihm damals das Laminat gelegt und ihn mehrfach mehr als deutlich darüber unterrichtet, dass die marode und zudem krumm und schief sind und ich so einige Quadratmeter überhobeln musste, damit da überhaupt Laminat drauf liegen kann und es nicht so aussieht, als wäre da Muttis Pfiffi irgendwo druntergedängelt worden...
Substanziell wurde da halt gar nichts modernisiert. Die Haussubstanz ist weiterhin 1920. Irgendwann in den 70ern sind mal rein als Schönheitsverkleidung halbtiefe Klinker aufgemauert worden - ohne Dämmung, ohne Nichts... Die Böden sind marode und die Tragbalken dieser Zechenhauskonstruktion sehr wahrscheinlich ebenso. Ja, vielleicht erlebt er darin noch die Rente und vielleicht kann er darin auch noch sein Ende finden. Dann allerdings... naja... seinem Kind das zu vererben, da weißt du doch als Kind: Okay, Papa hat mich mal so gar nicht lieb :rolleyes: Weil dann ist es einfach nur noch ein Fall für den Abriss.

Da wurde also im Grunde nicht investiert. Die Definition passt da einfach nicht. Es trifft keine Eigenschaft einer Investition zu.
Nicht nur haben die jetzt einen recht teuren Kredit am laufen, nein, letzten Monat erzählte er mir auch noch, dass wegen Firmenübernahme der Standort wohl jetzt geschlossen werden soll - spätestens Ende des Jahres ist er seinen Job los. Immerhin soll da eine recht solide Abfindung fließen. Ich habe eindringlich an ihn appeliert, das in die Sondertilgung zu stecken. Na, mal sehen...

Die Gründe warum sowas so läuft wie es läuft, sind eben tatsächlich nicht immer Geld-Bedingt. Ich würde sogar sagen, dass das in der Mehrheit der Fälle nicht einmal zutrifft. Es sind offenbar falsche Entscheidungen, die zu dem führen, was man dann am Ende da hat. Wie hat de Omma immer jesacht: Dat hättet doch fürs gleiche Jeld sicher auch in Schön jegeben!?
Sehr viele betrachten Dinge halt nicht vom Ende her. Die haben eine Zielvorstellung, fangen mal an und dann schauen sie, wie sie sich dahin bewegen. Auf dem Weg merken dann die allermeisten: Hm, doch nicht so einfach... und irgendwann ist das Zeil dann nur noch eine ferne Erinnerung.
 
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WolfKakashi

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Zum Thema Investition kann ich mich Necro nur anschließen.
Ja manche haben nicht die Mittel für irgendwas, aber viele schon. Und wenn ich dann eben abstriche machen muss dann ist das so.

Ich werde von meinem Umfeld belächelt weil ich nach fast 6 Jahren die wir schon in unserem Haus wohnen immer noch keinen Aussenputz haben. Und keinen Terrassenboden oder eine Überdachung/Beschattung. Nur das Betonfundament ist da.
Blanker Ziegel und nackte Füllsteine sind das erste was man sieht wenn man zum Haus bzw in den Garten geht. War beim Hausbau einfach kein Geld mehr übrig. Dank 50er Ziegel hab ich zumindest thermisch kein Problem.
Letztes Jahr hab ich mir trotzdem eine PV installieren lassen. 9kw Anlage am Dach mit 10kW Speicher um 16.000€. War alles Geld was ich zu dem Zeitpunkt hatte.
Kein Aussenputz, der Garten scheisse und knapp 400k€ schulden und die erste große Investition war eine PV.
Ich ernte immer noch spott.
Aber: bei 9.000kW Stromverbrauch pro Jahr? Selbst wenn der Strom bei uns aktuell "nur" 0,26€ kostet rechnet sich das Projekt ganz schnell. In Deutschland sinds ja etwas mehr?
Im Moment bin ich Alleinverdiener, meine Frau ist noch bis September bei den Kindern zuhause. Seit fast 2 Jahren verdient sie nichts. Kein Karenzgeld, Arbeitslosen oder sonst was. War unsere eigene Entscheidung dass sie freiwillig zuhause bleibt bei den Kindern somit schaut man durch die Finger. Da ich Schichtarbeiter bin kann ich mir das gerade so leisten. Wenn jetzt irgendwas kaputt wird muss ich nochmal um einen Kredit anfragen. Na hoffentlich hält alles 🤣

Note: Ich will mich hier überhaupt nicht mit denen vergleichen die es wirklich schwierig im Leben haben, im vergleich mit manch anderen geht es uns wirklich gut.

Die zweit größte Investition im Leben eines Normalos: Das Auto
Erblich bedingt bin ich einer der geschädigten die @Finus04 erwähnte. Genau wie mein Vater ist bei mir ein ordentliches, sportliches Auto immer schon Pflicht gewesen. Zumindest bis jetzt.
Mein Vater hatte alles mögliche an "speziellen" Straßenautos. Einen umgebauten Peugot 308cc, dann einen Hyundai i30 Turbo der aufgemotzt wurde innen und aussen, zwischenzeitlich einen Lotus Elise der von Saugbenzin auf Turbo umgebaut wurde und dann eben von 130PS auf 280PS ging. H-Gurte, neue Sitze, fetter Spoiler, Bremsanlage von Ferrari, Gewicht runter auf 840KG usw.
Aktuell fährt er einen Toyota Yaris GR mit 375PS und 1100KG und einen BMW Z4 der ebenfalls schon in der Planung ist was man den alles ändern könnte. Alle Autos neu gekauft und nach ca 5 Jahren wieder verkauft. Ist halt sein Steckenpferd.
Hört sich für den ein oder anderen nicht sehr speziell an doch der sollte bedenken dass Autos in Österreich über 150PS nicht der Standard sind weil scheisse teuer. Der BMW zb hat vor 2 Jahren 63.000€ gekostet abzüglich 20% vom Listenpreis die sie ihm gegeben haben. Ist der "kleine" Z4 mit 4 Zylinder und glaube 240PS? Bin mir nicht mehr sicher.

Dementsprechend habe auch ich einen Octavia RS an dem in der Vergangenheit einige Sachen umgebaut wurden bzw die Software ist auch nicht mehr Original.
Das nächste Auto wird dennoch ein E-Auto weil es aus Finanzieller Sicht das einzig Richtige ist für mich persönlich. Auch wenn ich nicht wirklich will. Ich fahre etwas weniger als 10.000 km im Jahr. Der Arbeitsweg sind 50km hin und zurück. Aufgeladen wird mit der PV also tanke ich 5-6 Monate gratis. In der Preisklasse in der ich nach Autos schaue kosten Verbrenner sowie E-Autos das gleiche. Mein Arbeitskollege zb wird niemals ein E-Auto haben. Er ist gelernter Mechaniker und kauft nur alte Autos und richtet die wieder her und fährt die ein paar Jahre. Letzte Woche hat er einen Audi A6 gefunden mit BJ 2007 und ca 300.000km um 2.500€. Genau so wenig Rost wie mein 12 Jahre alter Octavia und er muss nur 1 oder 2 Teile austauschen. Da er alles selber macht kostet das keine 1.000€. Der Spritpreis ist ihm also völlig egal weil er beim Auto selbst einfach so sparsam ist. Wenn der jetzt um 20.000 mehr einen gebrauchten Elektrohobel kauft kann er im Vergleich dazu verdammt viel Diesel tanken.

Also ja: mann kann mit seinen Entscheidungen doch sehr viel bewirken, Politik hin oder her.
 
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