Resident Evil 9 Requiem - Diskussionsthread

AllusioN

Omnia conexa sunt
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Freunde der Sonne,

mich würde eure Meinung zum Spiel interessieren.

Als Kind der 90er bin ich mit Resident Evil groß geworden und liebe diese Serie bis heute. Nachdem das Spiel seine Wurzeln verraten hatte (Teil 5 und 6), dachte ich schon, die Serie sei für immer verloren, aber ab Teil 7 ging es imho wieder aufwärts und der aktuelle Teil 9 lässt mich einfach nur staunend zurück. Warum? Das will ich nicht gleich monologmäßig hier von mir geben, sondern würde mich freuen, wenn sich der ein oder andere Fan findet, um hier in Ruhe über das Ganze zu sinnieren!
Dabei würde mich auch eure Top-List interessieren, also welche Teile ihr auf welchen persönlichen Favoritenplatz von euch setzt. :)

In dem Sinne, ich freue mich auf Beteiligungen! :)
 

KOLWE-X

...sucht das ONE PIECE
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Bin an meiner (kleinen) Review dran, da ich aktuell den 2nd Run mache. Aber so viel vorab, für mich nen GOTY Kandidat :)
 
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AllusioN

Omnia conexa sunt
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Da kann ich deinen Post fast kopieren - bin auch beim 2. Durchgang und auch für mich ist es Spiel-des-Jahres-Anwärter!

Pathtracing ist in dem Spiel übrigens unglaublich und zaubert auf einem OLED eine fast fotorealistische Beleuchtung. Das trägt ungemein zur Atmosphäre bei, spektakuläre Licht-/Schattenspiele, wichtiger Aspekt des Horrors.
 
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KrudeHose

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Ich kann auch sagen, dass es mir gefällt, nur eins nervt extrem.
Warum muss man an alten Systemen festhalten?
Kleines Inventar, ständiges zur Kiste laufen und das schlimmste, man kann keine Gegenstände stapeln.
Zum Glück gibt es Mods dafür und das macht es gleich angenehmer.
Grafisch ist es wirklich ein Brett, vor allem die Beleuchtung und Schattenspielchen.
Auch die Synchronsprecher und vor allem die kleinen sarkastischen Aussagen von Leon gefallen mir sehr gut.
 
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KOLWE-X

...sucht das ONE PIECE
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Resident Evil 9 Requiem (2026) (PC Steam)


Resident Evil 9: Requiem spielt etwa 30 Jahre nach der Zerstörung von Raccoon City und mehrere Jahre nach den Ereignissen von Resident Evil Village.

Die Geschichte folgt zwei Hauptfiguren:

Leon S. Kennedy, ein erfahrener Agent der US-Regierung.
Grace Ashcroft, eine FBI-Analystin und Tochter der Journalistin Alyssa Ashcroft.

Grace untersucht den Mord an ihrer Mutter, die früher geheime Experimente eines Wissenschaftlers namens Victor Gideon aufgedeckt hatte. Dabei gerät sie in eine Verschwörung rund um eine neue biologische Waffe namens „Elpis", die auf alten Umbrella-Forschungen basiert.

Als Grace entführt wird, wird Leon auf den Fall angesetzt. Die beiden decken nach und nach auf, dass Gideon plant, das Elpis-Virus weltweit einzusetzen, um eine neue Ära von Biowaffen einzuleiten.

Die Handlung führt zurück zu den Ruinen von Raccoon City, wo die letzten Geheimnisse von Umbrella und den alten Virus-Experimenten begraben liegen. Dort müssen Leon und Grace Gideon stoppen und verhindern, dass eine neue globale Bio-Katastrophe ausgelöst wird.

Fazit / Review

Die Resident-Evil-Reihe zählt wohl zu den kultigsten und größten Franchises im Videospielbereich. Kein Wunder, denn die Reihe hat nun rund 30 Jahre auf dem Buckel, hat sich mehrfach neu erfunden und unzählige Spin-offs, Remakes usw. hervorgebracht – mal mehr, mal weniger gelungen.

Ich zähle dabei zu den alten Hasen, denn ich fing damals mit Teil 1 auf der PS1 an – und war definitiv viel zu jung für das Game. Vielleicht habe ich deswegen auch heute so einen großen Dachschaden. XD
Spaß beiseite.

Die Ur-Trilogie gehört für mich bis heute zu den besten Teilen, auch wenn für die meisten wohl Teil 4 der beste Ableger ist. Kein schlechtes Spiel, aber in meinen Augen war es damals kein richtiges „Resi" mehr.

Allgemein hatte die Reihe immer wieder Hochs und Tiefs. Den absoluten Tiefpunkt bildet für mich Teil 6, während man mit Teil 7 (super) und Teil 8 (na ja) völlig neue Wege ging – unter anderem mit VR-Unterstützung bzw. der Ego-Perspektive – und sich dabei recht weit von der ursprünglichen Lore (Umbrella, T-Virus usw.) entfernte.

Mit dem neuesten Ableger „Requiem" dachte sich Capcom wahrscheinlich, dass man der gesamten Reihe nach 30 Jahren ein würdiges Jubiläum schenken sollte. Und wie geht das am besten?
Richtig: Man wirft alle Teile in einen Topf, würzt das Ganze mit viel Nostalgie – und heraus kommt ein Best-of-30-Years Resident Evil.

Gameplay & Atmosphäre

Alle Resident-Evil-Teile sind letztlich nichts anderes als B-Movies mit hohem Budget, denn wirklichen Tiefgang sucht man meist vergeblich.
Braucht es aber auch gar nicht, denn das Klischee vom nach außen hin netten Pharmakonzern Umbrella, der in Wirklichkeit der Bösewicht ist, hat hier schon immer perfekt funktioniert.

Umso mehr habe ich es gefeiert, dass man hier wieder stärker „back to the roots" geht. Vom Herrenhaus (in diesem Fall ein Sanatorium) über eine offene Welt in Raccoon City bis hin zum klassischen Untergrundlabor ist wieder alles dabei, was das Fanherz höherschlagen lässt.

Selbstverständlich hat man auch Fanliebling Leon S. Kennedy zurückgeholt. Er ist mittlerweile zwar mehr als gezeichnet – unter anderem durch eine T-Virus-Vergiftung über die Jahre – aber immer noch fit wie eh und je.

Ihm zur Seite steht Grace Ashcroft, eine junge FBI-Analystin, die man größtenteils aus der Ego-Perspektive spielt (diese kann jedoch umgestellt werden). Dadurch unterscheiden sich auch die Gameplay-Mechaniken der beiden Figuren deutlich:
  • Leon ist klar actionfokussiert
  • Grace setzt stärker auf Horror und Atmosphäre
Grace kann sich nämlich längst nicht so gut verteidigen wie Leon, weshalb viel Schleichen und Ausweichen angesagt ist. Der Wechsel zwischen beiden Figuren funktioniert dabei erstaunlich gut.

Gegner & Gewaltgrad

Auch beim Gegnerdesign hat sich Capcom nicht lumpen lassen. Wir bekommen endlich wieder unsere klassischen Zombies, allerdings in einer leicht veränderten Variante durch ein modifiziertes T-Virus.

Das Besondere: Einige Zombies sprechen noch Fragmente ihres früheren Lebens.
Beispielsweise reden ehemalige Putzfrauen ständig über Dreck und Schmutz, während ein Koch permanent davon spricht, etwas kochen zu müssen.

Klingt völlig abgefahren – macht aber überraschend viel Spaß.

Auch die Crimson Heads aus dem Resident-Evil-1-Remake sind wieder dabei, heißen diesmal jedoch Blister Heads. Wenn man Zombies nicht komplett „zerplatzen" lässt (kein Scherz), muss zumindest der Kopf zerstört werden, sonst stehen sie später wieder auf – und sind dann deutlich gefährlicher.

Und wo wir gerade beim Platzen sind…
Holy moly, Capcom.

Der Gewaltgrad wurde nochmals deutlich nach oben geschraubt, vielleicht auch inspiriert von Spielen wie Dead Island 2 oder Dying Light 2. Der Gore-Faktor ist extrem – vor allem wenn Zombies regelrecht explodieren. Danach ist der Raum quasi komplett rot eingefärbt.

Das sieht nicht nur beeindruckend aus, sondern wirkt – zumindest innerhalb dieser Spielwelt – erstaunlich realistisch.

Auch die Todesanimationen von Grace und Leon sind heftig inszeniert. Da werden Köpfe abgerissen, Körper zersägt und Ähnliches. Richtig harter Stoff – früher wäre so etwas wahrscheinlich sofort auf dem Index gelandet.

Natürlich gibt es auch noch andere Kreaturen und Abnormitäten, auf die ich im Spoiler-Bereich genauer eingehen werde.

Rätsel

Rätsel gibt es zwar hin und wieder, diese beschränken sich aber meist auf einfache Zahlencodes oder kleine Kombinationsaufgaben. Nichts Weltbewegendes, aber es lockert den Spielablauf zumindest etwas auf.
Wirklich knifflige Kopfnüsse gibt es allerdings nicht.

Spoiler-Part
(Hier gehe ich auf spätere Figuren, Monster, den DLC, Fragen und das Ende ein.)


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Ich bin auf jeden Fall gespannt, was Capcom noch plant – und Teil 10 dürfte wohl ziemlich sicher sein.

9/10 – GOTY-2026-Kandidat und eine echte Huldigung an die gesamte Reihe
 
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