Gehaltsvorstellungen realistisch im neuen Job.

RobMitchum

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Ohne zu sehr in "Politik" zu gehen, ich verweise gerne auf die Quote der Schattenwirtschaft. Siehe
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... 11.3% des deutschen BIPs als "Schattenwirtschaft" - bei einem BIP von 3300 Mrd und etwa 50% Staatsquote (also Sozialabgaben und Steuern) reden wir im Vergleich Österreich/Schweiz als den besten Europäischen Staaten mit etwa 7.7% (sofern die Zahlen methodisch stimmen) über ein Minimum von 60 Mrd Euro entgangenen Staats-Einnahmen. Wozu substanziell vor allem Schwarzarbeit gehört - also zuerst mal "Bürgergeld beziehen plus jammern" und nebenbei "Bar auf Tatze" dazuverdienen.

Du ahnst, wie sehr ich die "Bargeldfans" verachte. Weil Schwarzarbeit ohne Bargeld nicht unmöglich ist, aber sehr erschwert wird.
 
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xNecromindx

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Schattenwirtschaft hast du immer und geht schon da los, wenn du deinem Nachbarn die Türklingel reparierst und der gibt dir nen 10ner.
Interessant ist doch, dass die Schattenwirtschaft in den USA nur halb so groß ist. Da liegt die Frage nahe: Warum ist das so? Nun, der einfache Grund ist, dass in den USA Arbeit deutlich weniger stark besteuert wird bzw. mit allerhand Abgaben verknüpft ist. Es gibt kaum einen Grund es nicht "offiziell" zu machen (z.B. kriminelle Tätigkeiten), weil es nur einen marginalen Unterschied macht.
Je höher also das Delta zwischen "offiziell" und "inoffiziell" ist, je mehr Anreiz besteht da etwa zu sparen. Das liegt in der Natur der Sache. Daneben gibt es dann noch kulturell bedingte Prägungen, wie man sie z.B. in Italien und Griechenland findet, wo es quasi "Kulturgut" ist, am Staat vorbei zu wirtschaften - übrigens auch Bestechung zu betreiben, auch eine Schattenwirtschaft.
Mit einer grob 50-Prozentigen Staatsquote steht der deutsche Fiskus ja nun wohl kaum vor der Verarmung. Über ein paar Milliarden mehr wird sich da zwar ganz sicher die Hände gerieben, allerdings dürfte auch klar sein, dass damit am Ende nur Löcher gestopft werden oder unsinnige Wahlgeschenke finanziert werden. Am Ende fährst du morgens dennoch über eine Schlaglochpiste zur Arbeit, weil davon 0,0 bis in die Kommunen durchsickert...
 
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Master_3

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Aus technischer Sicht wäre ich für die Abschaffung des Bargeldes, aber da werden die Herren da oben so schnell nicht rangehen, da sägen die doch am eigenen Mast...

Zu der Schattenwirtschaft und den 11,3%, natürlich gehören da auch die Bürgergeldempfänger die mit Schwarzarbeit aufstocken dazu, aber eben fließen auch z.B. Ehrenämter dort mit in die Berechnung ein, die normalerweise Jobs sein könnten die Sozialabgaben generieren würden.

Glaub es mir sicher, wenn das Bargeld weg ist wirst du im Ehrenamt und im Handwerk eine Renaissance erleben - im negativen Sinne. Es hat so schon keiner mehr Bock ehrenamtlich zu arbeiten und das Handwerk wird in Bezug auf Nachwuchs wieder einbrechen.

Solange die bei mir in der Stadt neue Dönerbuden aufmachen, bei denen am Tag der Neueröffnung ein Schild steht "Kasse kaputt - Nur Barzahlung" (Das ist kein Scherz), erscheint mir das nicht so, als hätte der Staat da große Intentionen durchzugreifen...

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Dazu hatte ich vor etwas längerer Zeit mal eine Zahl: Etwa 75% der direkten Einnahmen durch den Verkehr gehen NICHT zurück in die Infrastruktur der Mobilität, sondern in andere Haushaltslöcher...
 
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xNecromindx

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Immer daran denken: Die Geister die ich rief...
Sonst thematisieren wir in einem anderen Thread anschließend, dass es doch gemein ist, dass einem die 50 Euro Geburtstagsgeld von der Oma vom Bürgergeld abgezogen werden...

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Naja, so einfach ist es nicht - gerade in der Gastronomie.
Traditionell ein Bereich in dem öfter mal nicht Buchen an der Kasse gedrückt wird. Nur weiß das Finanzamt das ja. Besonders bei der Gastronomie haben sie da Wege und Mittel. Zum einen sehen sie den Wareneinsatz und können daraus auf statistischer Basis extrem gut ableiten, ob an den Zahlen etwas nicht stimmt. Ob der Betreiber da den Tag über mal 10 Pizzen nicht eingebucht hat... das geht unter. Aber ob der 50 den Tag über nebenher vertickt hat, das fällt auf.
Zumal das mit "Kasse kaputt" eine Sache ist, die sich das Finanzamt auch nicht lange anschaut. Die Gastronomie ist verpflichtet eine TSE an den Kassensystem zu haben (seit Jahren). Darüber prüft das FA die Daten. Wenn die nun ankommen mit "Kasse kaputt", und das passiert öfter, dann macht das FA einfach eine Steuerschätzung - im Zweifel auch rückwirkend bei Verdacht. Denn klar ist doch: Die Durchschnittswerte sind ja bekannt, selbst wenn wegen Neueröffnung von diesem speziellen Laden nicht, dennoch aber von umliegenden ähnlicher Branchen. Wenn also immer wenn die Kasse gerade kaputt ist, der Umsatz auf einmal merkwürdig gering ist, tja... die lassen sich doch nicht verarschen.

So einfach wie vor der Entdeckung des Internets durch die Behörden, ist es da schon lange nicht mehr. Ich kenne noch aus den 90ern so viele, die MA teils vollständig, teils teilweise schwarz bezahlt haben... aktuell würde mir nicht mehr einer einfallen, der das noch macht. Die Möglichkeiten dazu hat sich drastisch verringert, zumindest um so etwas längerfristig in den Büchern zu verstecken. Es gibt noch Wege, allerdings keine sonderlich lukrativen mehr - will heißen: Wege, bei denen der Staat nicht komplett leer ausgeht, sondern vielmehr eigentlich nur die Sozialkassen...
 
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Master_3

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Sehen die nur, wenn die Waren auch sauber eingekauft sind....da kaufste 3 Salatköpfe auf Rechnung und 3 weitere nimmste mit dem Geld aus der Hosentasche mit, die findest du nirgends in den Büchern...

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Bei dem Laden den ich meine sind wir jetzt bei etwa 8 Monaten...und so wie ich das hier "kenne" wird da die nächsten 2-3 Jahre genau garnix passieren, dann wird der Laden hops genommen, meldet sich pleite und die Frau, Tochter, Cousin oder Schwipp-Schwager in Spe macht exakt den selben Laden wieder auf. Selbst wenn du da irgendwie jemanden privat dran bekommst, 3 Jahre Insolvenzverfahren und fertig - gut, dass das auch verkürzt wurde...

Und ich weiß nicht wie gut der Zoll Personaltechnisch aufgestellt ist, aber wenn das ähnlich gut wie die Lebensmittelkontrollen in NRW läuft, dann gute Nacht - da hast du theoretisch die Chance alle 80+ Jahre einemal kontrolliert zu werden...
 
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xNecromindx

Namhafter Pirat
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Die musst du aber dann aus eigener Tasche finanzieren, das ist das eine, und das andere ist, dass du dann keine Ausgaben zum Absetzen hast. Was in der Umkehr heißt, dass du die Umsatzsteuer nicht zurück bekommst und am Ende auch mehr Gewerbesteuer bezahlst, weil die durch Ausgaben klein gerechnet werden kann. Das selber vom Taschengeld zu bezahlen wäre also doppelt dumm.
Letztlich war es auch nur ein Beispiel von vielen. Das FA ist nicht blöd. Die wissen recht genau wie viel Umsatz so ein Laden abwirft. Denen kannst du nicht erklären, dass du täglich nur 20 Döner verkaufst und damit nicht nur dich privat über Wasser hälst, sondern auch noch Miete und Nebenkosten für den Laden stämmst. Denn bist du auf Basis deiner Bücher nicht in der Lage deine Kosten zu decken, bist du schon einmal pauschal insolvent. Versuchst du zu erklären, dass du über magische Wege Geld in das Unternehmen pumpst, lässt sich da ganz schnell auch noch der Vorwurf der Insolvenzverschleppung anfügen...

Die in der Regel versuchte Ausrede bei überhöhtem Wareneinsatz ist, dass man viel nach Ladenschluss wegschmeißen würde. Nun, da kenne ich einen Fall, da hat jemand bei denen Abends nach Ladenschluss über einen gewissen Zeitraum hinweg die Mülltonne gewogen... Dann gab es da noch einmal ein Gespräch.

An der Nase herumführen lassen die sich nicht. Die Frage ist eben immer nur, ob die hinschauen wollen. Es ist aber nicht so, als fehlten denen die Möglichkeiten. Wenn die wollen machen die mit dir ne Steuerprüfung und dann werden die Bücher in deinem Laden auseinander genommen. Denen ist dann wurscht ob du gerade was anderes zu tun hättest.
Und zur Ermittlung von Verdachtsmomenten brauchen die gar nichts weiter machen. Das macht für die Software - auch bei deiner privaten Steuererklärung. Wenn die auf Basis der Zahlen, Veranlagungsart, Branche usw. statistische Abweichungen erkennt, dann wirst du automatisch zur manuellen Kontrolle geflagged. Deswegen geht es mit der Steuererklärung auch manchmal nicht so flott, wenn sich Dinge gegenüber "normal zuvor" geändert haben. Die sind da schon recht gut aufgestellt mittlerweile. So gut sogar, dass mir noch kein Fall bekannt ist, bei denen das FA mal die Rohdaten einer TSE der Kasse haben wollte. Jetzt kenne ich nicht soooo viele Gastronomen, aber würden die da größeren Bedarf sehen, gäbe es das öfter. Es scheint wohl mehr als Bestätigung eines starken Verdachts genutzt zu werden.
 
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kendiman

Stolzer Österreicher
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Beim Thema "steuerschonend" arbeiten brauch ich nur Zahnärzte nehmen.

Da bekommst du neue Zähne, er arbeitet mit dem gleichen Material wie die Ärzte in Ungarn, gibt ja kein besseres Zaubermaterial bei uns (Österreich).
Kassiert 50% offiziell und 50% steuerschonend, sprich schwarz. Nur macht das jeder Kunde mit, egal aus welchem Berufsgebiet er/sie kommt - auch aus der Finanz.
 
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